Reykjavík Sehenswürdigkeiten – Unsere Tipps für die isländische Hauptstadt

Wir lieben Reykjavík. Das ist nicht nur so daher gesagt. Immerhin haben haben wir fünf Monate in der isländischen Hauptstadt gelebt, uns dort kennen und lieben gelernt und kennen viele Reykjavík Sehenswürdigkeiten wie unsere Westentasche. In diesem Artikel wollen wir unsere besten Tipps und Tricks für deinen unvergesslichen Aufenthalt in Reykjavík mit dir teilen.

Nach unserem Auslandssemester an der Reykjavík University sind wir bisher (mehr Besuche folgen sicher) noch zwei Mal nach Island zurückgekehrt, da die Insel und auch ihre Hauptstadt uns einfach nicht loslassen. Das letzte Mal waren wir zwischen den Jahren 2021 und 2022 dort. Und auch im tiefsten Winter waren wir wieder einmal sprachlos, wie vielfältig Reykjavík und Island sind. Nebenbei bemerkt: Island war, neben Costa Rica und Ecuador, einer der Stopps während unseres sechsmonatigen Sabbaticals.

Nina und Malte an dem Ort, an dem alles begann: Reykjavik, Island.

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Transport: Wie komme ich nach Reykjavík und wie bewege ich mich auf Island fort?

Dass du in die isländische Hauptstadt bestenfalls per Flugzeug anreist, dürfte für dich und die Meisten keine große Überraschung sein. Und tatsächlich bieten inzwischen fast alle größeren deutschen Flughäfen Direktflüge nach Keflavík (ca. 45 Minuten von Reykjavík mit dem Auto entfernt) an und geben dir damit die Möglichkeit, schon am Anreisetag entspannt einige Sehenswürdigkeiten in Reykjavík zu entdecken.

Der Vollständigkeit halber: Du kannst natürlich auch mit der Fähre nach Island anreisen. Die Überfahrt dauert allerdings zwei Tage, es gibt einen Zwischenstopp auf den Färöer Inseln und du kommst am Ende nicht in Reykjavik, sondern auf der anderes Seite Islands (in Seyðisfjörður) an. Trotzdem noch Lust? Hier erfährst du mehr!

Nachdem du es nun nach Keflavík zum Flughafen geschafft hast, ist der Weg nach Reykjavík auch gar nicht mehr weit. Wir empfehlen dir für alle Reisen ins wunderschöne Island einen Mietwagen(*). Warum? Selbst wenn du nur Reykjavík (und Umgebung) besuchen willst, bist du so maximal flexibel. In die Stadt kommst du natürlich aber auch ohne eigenen fahrbaren Untersatz: Flybus bringt dich vom Flughafen sicher und direkt zum BSI, dem kleinen aber feinen Busterminal von Reykjavík. Von hier aus kannst du, abhängig von deinem Gepäck, entweder zu deiner Unterkunft laufen oder die letzten Meter per Taxi zurücklegen. Auch private Transfers stehen natürlich ab Keflavík zur Verfügung. Das Peis-Leistungs-Verhältnis überzeugt uns hier allerdings nicht.

In Sachen Mietwagen buchen wir meistens über billiger-mietwagen(*) und checken ebenfalls die isländischen Homepages: Guide To Iceland, Reykjavik Cars und Icerental 4×4.

Alle Sehenswürdigkeiten in und um Reykjavík erkunden: So bewegst du dich am besten fort

Reykjavík selbst kannst du eigentlich komplett zu Fuß erkunden (mehr Tipps dazu weiter unten), aber für alle Aktivitäten außerhalb der isländischen Hauptstadt ist ein Mietwagen(*) für uns die komfortabelste Lösung. Du kannst mit einem Auto eben wann du willst wohin du magst. So entkommst du nicht nur den Touristenmassen, sondern kannst auch nach deinem ganz eigenen Zeitplan deine Aktivitäten organisieren.

Das Autofahren in Reykjavík und Umgebung ist unserer Erfahrung nach sehr entspannt. Wenn du die Wetterwarnungen auf road.is beachtest, solltest du für das manchmal unberechenbare isländische Wetter gewappnet sein. Auch die Straßen rund um Reykjavík sind einem hervorragnden Zustand. Parkplätze stehen natürlich nicht unbegrenzt zur Verfügung. Im Gegensatz zu einigen anderen europäischen Großstädten ist die Situation aber doch sehr entspannt. Parken ist häufig kostenlos oder kann per App oder Karte an einem der zahlreichen Automaten bezahlt werden.

Rund um Reykjavik werden geführte Tagesausflüge zu allen Sehenswürdigkeiten angeboten

Sollten wir dich noch immer nicht von einem eigenen fahrbaren Untersatz für deine Städtereise nach Reykjavik überzeugt haben, könnn wir dich beruhigen. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten rund um Reykjavík werden natürlich auch geführte Touren(*) angeboten.

Wichtig: Hier können wir zwar die Sehenswürdigkeiten und Orte empfehlen, eine geführte Tour direkt aus Reykjavík haben wir aber bei unseren drei Aufenthalten in Island nie gemacht.

Unterkunft: Wo in Reykjavík am besten absteigen?

Wenn du im schönen Reykjavík angekommen bist, folgt natürlich die nächste Frage: wo übernachten? Während unseres Auslandssemesters hatten wir Zimmer in Studentenunterkünften und/oder Wohngemeinschaften. Das AirBnB, in welchem wir im Winter 2021/22 Silvester gefeiert haben, wird leider nicht mehr vermietet. Ninas Eltern sind bei ihrem Besuch in Reykjavík im Center Hotel Klopp(*) abgestiegen und waren mit dem super zenral gelegenen Hotel(*) sehr zufrieden.

Ansonsten gibt es inzwischen im ganzen Stadtgebiet eine Vielzahl an Hotels in unterschiedlichen Preisklassen(*). Solltest du eher nach einem Apartment und damit der Möglichkeit auf Selbstverpflegung suchen, lohnt ein Blick auf Airbnb.

Wir bevorzugen es, in Reykjavík im Bereich der Postleitzahl 101 (Downtown Reykjavík) zu wohnen. Das ist nicht der kostengüntigste Stadtteil, du kannst aber alle wichtigen Sehenswürdigkeiten in Reykjavík zu Fuß erreichen. Alternativ bieten sich die beiden, westlich und östlich von 101 gelegenen, Postleitzahlen-Gebiete 105 und 107 an.

Allgemeines: Alle wichtigen Infos für eine tolle Zeit Reykjavík

Du fragst dich, was du sonst noch für eine tolle Zeit in Reykjavik wissen solltest?
Island ist nicht günstig. Reykjavík ist nicht günstig. Aus diesem Grund solltest du aus unserer Sicht ein eher großzügigeres Budget für deinen Aufenthalt kalkulieren. Ein wenig sparen kannst du beispielsweise, wenn du dich während deiner Zeit in Island das eine oder andere Mal selbst verpflegst.

Einkaufen in Reykjavik: Die besten Möglichkeiten, ein wenig Geld zu sparen

In Sachen Supermarkt bist du mit Bonus am besten bedient. Der Discounter hat keine riesige Auswahl, bietet aber alles, was man „zum Überleben“ so braucht und ist mit Abstand die günstigste Einkaufsmöglichkeit auf der Insel. Ein etwas größeres Sortiment (und auch etwas höhere Preise) hat die zweite Discounterkette Islands, Kronan. Alles übrige, was es auf die Insel geschafft hat, bekommst du dann im hochpreisigeren Hagkaup.

Abraten würden wir dir davon, in den kleinen 10-11-Läden, die in ganz Reykjavík verteilt sind und rund um die Uhr geöffnet sind, zu shoppen. Die Geschäfte sind zwar super, wenn man „nur mal was vergessen hat“, gehen ansonsten aber schnell ins Geld.

Bezahlen in Reykjavík: Plastik ist König!

In Reykjavík – und in Island generell – wird einfach ALLES mit Karte (Kredit- oder Debitkarte) bezahlt. Bist du in Deutschland ein kurzes „Mit Karte, bitte“ gewöhnt, musst du in Reykjavík den Mitarbeitenden an der Kasse darauf hinweisen, dass du gerne bar bezahlen möchtest. Selbst an kleinen Straßenständen und auf dem Flohmarkt sind portable Kartenlesegeräte Gang und Gäbe.

Besonders an Tankstellen, wo stets direkt an der Zapfsäule gezahlt wird, sind Kreditkarten fast alternativlos. Zwar gibt es einige Tankstellen, die auch mit einem Geschäft ausgestattet sind und damit auch dort bar gezahlt werden kann. Dazu gehören aber lange nicht alle Tankstellen und du bist auf die Öffnungszeiten des jeweiligen Standortes angewiesen.

Selbstverständlich wird eine Kreditkarte auch für nahezu jede Autovermietung als Zahlungsmittel sowie als Sicherheit benötigt.

Reykjavík und seine Sehenswürdigkeiten sind zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert!

Neben der Tatsache, dass Reykjavík nicht günstig ist, gibt es eine weitere recht offensichtliche Geschichte: Reykjavik ist weder besonders warm noch besonders trocken.

Tolle Tipps für Schlechtwettertage und regentauglichen Sehenswürdigkeiten in Reykjavík haben wir dir weiter unten zusammengefasst. Wichtig ist aus unserer Sicht, dass du dich einfach direkt damit abfindest, dass das Wetter in Island und seiner Hauptstadt eben einfach unbeständig ist.

Das ist übrigens das ganze Jahr so. Aus diesem Grund können wir eine Reise nach Reykjavík auch (fast) uneingeschränkt in jedem der 12 Monate empfehlen. Wir selbst waren bisher im Sommer, Herbst und Winter vor Ort und sind der festen Überzeugung, dass jede Jahreszeit ihren ganz eignen Charme besitzt. Wichtig, auch wenn du nur in Reykjavik und Umgebung bleibst: das Wetter und die Wettervorhersage im Auge behalten und bei angesagten (Schnee-)Stürmen die Stadt eher nicht verlassen und eine der Indoor-Aktivitäten wählen.

Abschließend: im Sommer wird es in Island leider meist nicht so warm, wie wir Mitteleuropäer es gewöhnt sind. Dafür wird es im Winter auch mal empfindlich kalt. Allerdings, aus unserer Sicht nicht so kalt, dass „normale“ Winterkleidung und der Zwiebellook für einen Stadtbummel in Reykjavík nicht ausreichen würden (woanders auf der Insel könnte das unter Umständen schon anders aussehen).

Sehenswürdigkeiten in Reykjavík: Diese Orte musst du gesehen haben!

In vielen einschlägigen Reisemedien wird Reykjavík aus unserer Sicht nicht ausreichend gewürdigt. Denn wir finden, dass die isländische Hauptstadt unglaublich viel zu bieten hat und du dich dort einige Zeit aufenthalten kannst ohne, dass dir langweilig wird. Gut, wir möchten dabei nicht ausschließen, dass wir durch unser fantastischen Auslandssemester ein wenig beeinflusst sind. Trotzdem solltest du dir diese Sehenswürdigkeiten in Reykjavík nicht entgehen lassen.

Diese Sehenswürdigkeiten in Reykjavík musst du gesehen haben!

Was das Gute an Reykjavík ist? Du kannst (fast) alle Highlights der Stadt fußläufig erreichen. So ist keine Sehenswürdigkeit in Reykjavík sicher vor dir. Auch wenn du nur einen oder zwei Tage Zeit für die Erkundung der isländischen Hauptstadt hast. Wir haben dir nachfolgend unsere Top 13 Sehenswürdigkeiten in Reykjavík zusammengefasst.

1. Free Walking Tour: Unser Dauerbrenner, um Reykjaviks Sehenswürdigkeiten zu entdecken

Solltest du regelmäßig unsere Artikel lesen, kannst du es vermutlich nicht mehr hören. Natürlich können wir auch in Reykjavík eine Free Walking Tour nur empfehlen. Wir sind bekanntermaßen große Fans der auf Trinkgeld basierenden Stadtführungen, die es mittlerweile in fast allen kleinen und größeren Städten auf der Welt gibt. So natürlich auch in Reykjavík. Wir können unter anderem die Tour von citywalk.is empfehlen. So bekommst du in knapp zwei Stunden einen hervorragenden Überblick über die isländische Hauptstadt und kannst anschließend entscheiden, welche Spots du noch genauer erkunden magst. Für müde Beine gibt es natürlich auch eine Alternative mit dem Bus(*).

Homepage: Citywalk
Kosten: So viel, wie du bereit und in der Lage bist, zu zahlen
Alternative mit „fixem“ Preis: Reykjavik-Stadtrundgang(*)
Alternative für müde Beine: Hop-On/Hop-Off-Bustour(*)

2. Hallgrímskirkja: Reykjavíks Wahrzeichen kannst du nicht übersehen!

Wahrscheinlich die Attraktion, die man NICHT verpassen kann. Gibt es doch nur einen Berg (ok und einen Hügel) und auch nur ein wirklich ein hohes Gebäude in Reykjavík. Wenn dann beides zusammen kommt, ist es schwierig, dass das Ganze deiner geneigten Aufmerksamkeit entgeht. Hinzukommt, dass der Ausblick von der Kirche ziemlich gut ist und aus unserer Sicht zu den „Must-Do’s“ in der isländischen Hauptstadt gehört. Unsere Empfehlung: solltest du Sonnenschein über Reykjavík erblicken, mach dich auf den Weg zur Hallgrímskirkja.

Homepage: Hallgrímskirkja
Eintritt in die Kirche: frei
Eintritt, um auf das Dach der Kirche hochzufahren: 1.000 ISK, je nach Kurs ca. 6€

3. Perlan: Wechselnde Ausstellugen, ein Café und vieles mehr

Auch Perlan kannst du eigentlich nicht verfehlen. Eine große Glaskuppel auf Reykjavíks eben erwähntem Hügel. Unter der Kuppel gibt es verschiedene Ausstellung mit Erlebnischarakter zu Eishöhlen, Polarlichtern und vielen weiteren Highlights der isländischen Natur. Außerdem findest du dort ein ziemlich hochwertiges Restaurant (nicht ausprobiert) und ein Café. Wir waren nur wegen der Aussicht da, die umsonst ist und sich sehen lassen kann. Noch besser kannst du die Aussicht beim „Ziplining“ von Perlan in Richtung Öskjuhlíð genießen. Das Museum mit all seinen Ausstellungen soll aber auch sehr cool sein und wir haben uns einen Besuch für unseren nächsten Reykjavík Aufenthalt vorgenommen.

Homepage: Perlan
Eintritt in das Museum: 4.690 ISK (Stand Winter 2022)

4. Der „alte“ Hafen: DER Ort zum Schlendern in Reykjavík bietet große Museumsvielfalt

Der alte Hafen eignet sich wunderbar für einen kleinen Spaziergang und zum Einkehren in einem der vielen kleinen Cafés. Besonders zu empfehlen ist die Eisdiele Valdís. Denn wen du denkst, dass Eis und „Ice“land nicht zusammenpassen, hast du es wohl einfach noch nicht ausprobiert. Für alle, die auf Handgemachtes im Scandinavian Design (klar, was sonst!?) stehen, gibt es mittlerweile auch eine Menge kleiner Läden, die zum Stöbern einladen. Relativ cool ist außerdem eine Food Hall, die Spezialitäten nicht nur aus Island anbietet: Grandi Mathöll.

In unmittelbarer Nähe des Hafens sind außerdem einige der schönsten Museen Reykjavíks zu finden. Ein Besuch lohnt sich besonders an Regentagen im Reykjavík Maritime Museum, im Saga Museum, bei Whales of Iceland und bei Aurora Reykjavík. Wir haben bisher leider nur die Möglichkeit gehabt, Whales of Iceland zu besuchen und waren schon ganz schön beeindruckt, wie groß die Meeressäuger so sind.

Mehr Informationen: Wake up Reykjavík

5. Harpa Concert Hall: Reykjavíks Top-Sehenswürdigkeit und das ikonische Opernhaus der Stadt

Die Harpa Concert Hall ist sicher eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Reykjavík. Sie hat aufgrund ihrer Architektur eine Menge Diskussionen verursacht, die nicht immer sachlich geführt wurden. Mittlerweile ist man sich aber einig, dass das Gebäude doch ganz gelungen ist. Wenn ihr Glück habt, findet gerade ein Konzert oder eine Comedyshow statt, für die ihr günstig Karten schießen könnt. Reingehen und ein wenig schauen lohnt sich aber auch ohne Tickets und ist vollkommen kostenlos.

Mehr Informationen: Harpa

6. Laugavegur: Reykjavíks Einkaufsstraße und Partymeile im entspannten Doppelpack

Zu verfehlen ist die zentrale Straße der isländischen Hauptstadt ohnehin nicht. Mitten im Zentrum von Reykjavík gelegen, bildet sie das Herz der Hauptstadt. Tagsüber lohnt es sich, hier durch die zahlreichen Geschäfte zu schlendern und eines der kleinen Cafés auszuprobieren (dazu kommt noch einmal ein separater Blogpost; einen Tipp gibt es weiter unten), abends kann man dann in einem der vielen Nachtclubs (vielen von ihnen waren tagsüber Cafés oder Restaurants) das isländische Nachtleben in vollen Zügen genießen. Auch die eine oder andere Boutique und der eine oder andere Second-Hand-Laden auf Laugavegur, oder in den umliegenden ebenso belebten Straßen, lädt hier zum Stöbern und Einkaufen ein. Am Ende der Straße gibt es ebenso eine Foodhall, die Hlemmur Mathöll.

Mehr Informationen: Tipps von Guide to Iceland

7. Kolaportid Flohmarkt: Am Wochenende in Reykjavík? Komm her für einige Kuriositäten!

An dieser Stelle müssen wir zugeben, dass unsere Auflistung hier nicht ganz überschneidungsfrei ist, da der Kolaportid Flohmarkt sich genau genommen am „alten Hafen“ von Reykjavík befindet. Wir finden allerdings, dass er einen eigenen Eintrag hier verdient. Der Flohmarkt, der allerhand an (isländischen) Kuriositäten bietet, öffnet an den Wochenenden zwischen 11 und 17 Uhr. Mit etwas Glück lässt sich hier auch einer der beliebten isländischen Pullover zu einem günstigen Preis erstehen. Das Stöbern lohnt sich. Der Flohmarkt ist, da indoor, übrigens auch ein guter Tipp für einen verregneten Tag in Reykjavík.

Mehr Informationen:
I heart Reykjavik

8. Vesturbæjarlaug: Für uns ganz glasklar Reykjavíks schönster Swimming Pool

Was macht der Isländer nach einem anstrengenden Tag? Richtig, im heißen Wasser entspannen und sich dabei mit Freunden über Gott und die Welt unterhalten. Am besten geht das zusammen mit vielen Locals, wenig Touristen und Meerblick im Vesturbæjarlaug. Dort kann man für einen kleinen Eintritt im heißen und kalten Wasser entspannen, Bahnen ziehen und sogar saunieren. Alles natürlich unter freiem Himmel. Bilder gibt es hier übrigens keine: Smartphones sind im Schwimmbad strengstens verboten.

Homepage: Sundlaugar
Eintritt für Erwachsene: 1.150 ISK

9. Die Hið Íslenzka Reðasafn: Etwas für die Bildung tun!

Das sagt euch jetzt erstmal nichts, nehmen wir an. Oder kann hier doch jemand fließend isländisch? Für alle, deren isländisch Kenntnisse so ausgeprägt sind wie unsere: hierbei handelt es sich um das isländische Phallusmuseum (jaaaa – Penis. Sogar viele davon). In dem kleinen Museum sind tatsächlich die Phallen aller im Land vorkommenden Säugetiere gesammelt. Hört sich komisch an? Ist es vielleicht auch ein wenig. Und tatsächlich nicht weniger spannend!
Und übrigens: Die Phallologie ist tatsächlich eine antike Wissenschaft und mann kann sich freiwillig melden, um nach dem Ableben seine Körperteile der Kultur und der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen.

Homepage: Phallus Museum
Eintritt: 2.500 ISK

10. Reykjavík City Hall: Tolle Karte in Island im Rathaus und Blick auf den „Tjörnin“

Eine tolle Sehenswürdigkeit in Reykjavík, die nicht allzu bekannt ist und wir im Laufe unseres Auslandssemesters 2015 entdeckt haben: eine tolle 3D-Karte von Island, welche sich, für jedermann frei zugänglich, im Erdgeschoss des Rathauses befindet. Gerade zum Start deiner Island-Reise ist die Nachbildung definitiv einen Stopp wert. Der Weg zum Rathaus lohnt sich ebenso, um einen Blick auf den See Tjörnin zu werfen. See ist hier zwar vielleicht übertrieben, besonders in Anbetracht der Tatsache, dass „Tjörnin“ übersetzt Teich bedeutet. Trotzdem ist es ganz schön, um den Tjörnin herumzuschlendern.

Mehr Informationen: Visit Reykjavík

11. Reykjavík City Musem: Ausstellungen „The Settlement“ & „Reykjavik…the story continues“

Die Ausstellung „The Settlement“ hat Nina schon während des Auslandssemester 2015 besucht und war, auch wenn die Erinnerung mal wieder aufgefrischt werden sollte, ziemlich begeistert. Hier lernst du einiges über Island und Reykjavík zur Zeit der Wikinger. Highlight ist, dass man dort die Ruinen der ersten nachgewiesenen Siedler auf dem heutigen Stadtgebiet von Reykjavík bewundern kann. Die neuere Ausstellung „Reykjavik…the Story continues“ hat leider noch keiner von uns bewundert. Die Geschichte Reykjaviks von einer Bauernsiedlung zur heutigen Metropole soll aber sehr spannend und familienfreundlich erzählt werden.

Homepage: Reykjavík City Museum
Eintritt: 2.500ISK für Erwachsene; Kinder sind frei

12. Nauthólsvík: Der geothermale Strand etwas außerhalb der Innenstadt von Reykjavík

Du glaubst uns nicht, dass es mitten in Reykjavik einen Strand gibt? Ist aber so! Zugegeben, wir hätten es eventuell auch nicht geglaubt, wäre Nauthólsvík Beach nicht in der direkten Nachbarschaft der Reykjavik University, an der wir ein Semester studiert haben. Aber keine Angst, nur die besonders „Harten“ müssen sich ins Meer wagen. Das Gelände hält auch warme Becken und Dampfbäder bereit.

Aber sei dir sicher: im doch relativ kurzen Sommer, findet du hier reichlich Isländer beim Sonnenbaden und kannst unter Umständen kurz vergessen, dass du nicht auf einer Mittelmeerinsel unterwegs bist.

Homepage: Nauthólsvík
Eintritt für Erwachsene: 775 ISK für Erwachsene (Im Sommer – Mai bis August – ist der Eintritt frei.)

13. Sólfar (Sun Voyager): Reykjavíks Traumschiff verbindet Stadt und Meer

Zugegeben, wir hätten fast vergessen, Sólfar hier in diese Auflistung aufzunehmen. Zu offensichtlich scheint diese Sehenswürdigkeit Reykjaviks zu sein. Das bekannte Kunstwerk Sólfar/Sun Voyager des isländischen Künstlers Jón Gunnar Árnason stellt laut eigener Aussage ein Traumboot und gleichzeitig eine Ode an die Sonne dar. Schaut euch die an ein Wikingerboot erinnernde Konstruktion definitiv an. Sólfar ist bei einem Besuch in Reykjavík eigentlich nicht zu verfehlen und befindet sich an der Straße Sæbraut direkt am Meer im Zentrum der isländischen Hauptstadt.

Homepage & mehr Informationen: Sun Voyager

Islands Hauptstadt bei schlechtem Wetter? Welche Sehenswürdigkeiten in Reykjavík sich für Regentage eignen

Das Wetter in Reykjavík ist wie das Wetter im gesamten Land unbeständig und im Zweifel regnet es. Oder wie der Isländer sagen würde: „Das Wetter gefällt dir nicht? Warte einfach 5 Minuten!“.

Zur Wahrheit gehört auch, dass Reykjavík seine Besucher unter Umständen auch mal mit beständigem und recht starken Regen oder gar Stürmen begrüßt. Was nun? Glücklicherweise bietet Reykjavík eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten an, die dir auch bei Regen (oder Schneestürmen; gibt es manchmal auch) einen tollen Tag in der isländischen Hauptstadt ermöglichen.

Island von oben entdecken ohne Reykjavík zu verlassen & zu viele Museen für einen Tag

Eine der neusten Sehenswürdigkeiten in Reykjavík aus dieser Kategorie ist Fly Over Iceland(*). Leider konnten wir diese recht neue Attraktion noch nicht ausprobieren. Das Erlebnis muss aber unvergleichlich sein und wirklich einem „Flug über die Insel“ nahe kommen. Falls du es schon ausprobiert hast, gib uns gerne dein Feedback.

In unserer Aufzählung oben haben wir schon einige der Museen in Reykjavík genannt und vorgestellt. Die Stadt hat diesbezüglich noch mehr zu bieten, als du an einem einzigen Regentag abklappern kannst. Guide to Iceland hat hier neun der besten Museen der isländischen Hauptstadt vorgestellt.

Darüber hinaus hat Reykjavík inzwischen bereits zwei Food Halls zu bieten: Grandi Mathöll am alten Hafen und die Hlemmur Food Hall am gleichnamigen Busbahnhof. Denn was gibt es besseres, als gutes Essen und dabei das schlechte Wetter in Reykjavík mit einem Dach über dem Kopf zu beobachten?

Alternativ ist natürlich auch ein Kinobesuch immer eine gute Idee. Großes Plus: die allermeisten Filme werden für die Kinos nicht ins Isländische übersetzt, sondern im Originalton (meist Englisch) und mit (isländischen) Untertiteln gezeigt. Wir haben das an dem einen oder anderen Abend während unseres Auslandssemesters genutzt. Hier findest du eine Übersicht der Kinos in der isländischen Hauptstadt.

Was macht der Isländer bei schlechtem Wetter? Ab in den Pool!

Das absolute Regen- und Schlechtwetterhighlight in Reykjavík ist, die Zeit einfach im warmen Wasser zu verbringen. Wie bereits oben erwähnt, sind die Isländer im Allgemeinen große Fans der gepflegten Badekultur und auch aus unserer Sicht gibt es nichts Besseres, als einen (ja doch oft) kalten und nassen Tag in einem der vielen Schwimmbäder oder heißen Quellen ausklingen zu lassen. An dieser Stelle gibt Guide to Iceland eine Übersicht über die Pools der Hauptstadt. Falls es dir nicht selbst auffällt, unser Lieblingspool Vesturbaejarlaug ist auch dabei.

Sollte das alles nichts für dich sein und dich im (zugegebener Weise) ja doch eher teueren Island die Shoppinglaune überkommen, lohnt eventuell ein Ausflug zu Reykjavíks Shopping Mall Kringlan. Aus unserer Sicht wird hier nichts besonders Aufregendes geboten, ein bisschen Zeit kannst du beim Stöbern in den Geschäften dort aber sicher verbringen.

Lecker geht immer: Unsere liebsten Restaurants, Bars & Cafés in Reykjavík

Du magst es kaum glauben, aber Reykjavík hat auch kulinarisch einiges zu bieten! Sogar so viel, dass wir dem Thema einen ganz eigenen Artikel widmen werden. Hier wollen wir dir nur in aller Kürze unsere liebsten Locations zusammenfassen.

Die besten Restaurants finden sich in der Innenstadt nahe den Sehenswürdigkeiten von Reykjavík

Wie oben schon beschrieben, ist Reykjavík nicht wirklich groß und auch das gesamte lokale Leben spielt sich immer noch, anders als in vielen Hauptstädten, im Stadtkern ab. Aus diesem Grund befinden sich auch hier die meisten empfehlenswerten Restaurants & Cafés.

Hier unsere 5 Top-Tipps für verschiedene „Food“ Anlässe:

1. Bestes Frühstück in Reykjavík: Grái Kötturinn

Im kleinen und von außen recht unscheinbaren Café bei der grauen Katze, was Grái Kötturinn übersetzt bedeutet, gibt es super leckerere Pancakes, Bagels und Brote. Und das Beste ist: ALLES ist selbst gebacken. Für uns gehört ein Frühstücksbesuch dort zu jedem Reykjavík Aufenthalt dazu.
Wichtig: Grái Kötturinn hat nur von Montag bis Freitag (manchmal aber auch am Wochenende, ein Versuch lohnt also eventuell) geöffnet. Reservieren kannst du hier unseres Wissens nach nicht. Daher: einfach hin und dein Glück versuchen bzw. kurz auf einen freien Tisch warten.

Mehr Informationen: Website von Grái Kötturin
Adresse: Hverfisgata 16a, 101 Reykjavík

2. Bester Snack „für Zwischendurch“ in Reykjavík: Zimtschnecken von Brauð & Co

Da wir beide keine großen Mittagessen Fans sind bzw. beim Frühstück immer eher auf der späteren Seite unterwegs sind, haben wir keine klassische Mittagessens Empfehlung für dich. Irgendwann nachmittags kommt aber meistens doch er kleine (oder manchmal größere) Hunger. Unser „Go-To“-Ort dafür in Reykjavík ist Brauð & Co. Die Backwaren dort sind allesamt ein Traum. Die Zimtschnecken schlagen alles und haben uns, morgens gekauft, auch schon auf den einen oder anderen isländischen Tagesausflug begleitet.

Wichtig: die Filialen haben, wie bei Bäckern oft üblich, nur bis 15,16 oder 17 Uhr nachmittags geöffnet.

Mehr Informationen: Website von Brauð & Co
Adresse: Frakkastígur 16, 101 Reykjavík
(Inzwischen gibt es einige Filialen auf dem Stadtgebiet; diese ist aber die Zentralste und die, die wir meist besuchen.)

Du vermisst den Hot Dog?
Ja ok, eigentlich können wir an dieser Stelle den bekanntesten Hot Dog Reykjaviks bei Bæjarins Beztu Pylsur (Bill Clinton war da!) nicht vorenthalten. Mehr zu Geschichte findet ihr hier.
Was wir denken? Ein Hot Dog ist immer einer guter und belieber Snack in Island. Wir finden aber die Version von Bæjarins Beztu Pylsur nichgt besser oder schlechter als anderswo.

3. Beste Kaffeepause Reykjavík: Café Rosenberg

Das Café Rosenberg, welches noch Stofan Café hieß, als wir das letzte Mal dort waren, ist ein toller Ort direkt in der Innenstadt von Reykjavík. Die Einrichtung ist super gemütlich, der Kaffee (und auch die heiße Schokolade) hervorragend und Snacks wie Sandwiches oder ein Stückchen Kuchen gibt es natürlich auch. Wir mögen besonders die gemütliche und entspannte Atmosphäre und die urige Einrichtung.
Interessant: an ausgewählten Abenden weiß das Café, was für Reykjavík einigermaßen typisch ist, mit Live Musik zu überzeugen. Eine Happy Hour für Bier und Wein gibt es übrigens jeden Abend.

Mehr Informationen: Website vom Café Rosenberg
Adresse: Vesturgata 3, 101 Reykjavík

4. Bestes (casual) Abendessen in Reykjavík: Sæta Svínið

Einst von einer isländischen Freundin empfohlen, kommen wir ins Sæta Svínið immer wieder gerne zurück. Das gemütliche Restaurant bezeichnet sich selbst als Gastro Pub und das ist genau das, was du hier bekommst. Sehr gutes, mehr oder wenig fancy Pubfood in super entspannten Atmosphäre und das eine oder andere Bier. In unserem Artikel exklusiv über die Restaurants, Cafés und Bars der Stadt werden wir einige exklusivere Adresse in der isländischen Hauptstadt vorstellen. Aber sei dir sicher: Bis dahin kannst du mit mit einem Essen im Sæta Svínið nicht viel falsch machen!

Mehr Informationen: Website von Sæta Svínið
Adresse: Hafnarstræti 1-3, 101 Reykjavík

5. Bester Burger in Reykjavík: Hamborgarafabrikann

Eins der ersten Dinge, die wir 2015 in unserem Auslandssemester über Reykjavik bzw. Island gelernt haben: der Burger gehört zur kleinen Insel wie die Schafe und die Vulkane. In fast jedem Restaurant ist mindestens ein Hamburger auf der Speisekarte zu finden. Und meistens ist er nicht die schlechteste Wahl, die du treffen kannst, sondern sogar ziemlich gut. Besonders gut sind die eckigen Burger der Hamborgarafabrikann. Hier ist der Name Programm und du hast damit vermutlich schon gemerkt, dass es sich um einen dedizierten Burgerladen handelt. Aus unserer Sicht nicht nur um irgendeinen, sondern um einen sehr, sehr guten. Von den Klassikern bis hinzu typisch isländischen Variationen (lasst euch überraschen) wird dort einiges geboten.

Mehr Informationen: Website von Hamborgarafabrikann
Adresse: Höfðatorg Tower, 105 Reykjavík
(Es gibt zwei Locations in Reykjavík, aber solltest du nicht ohnehin an der Mall Kringlan unterwegs sein, bietet sich Höfðatorg Tower nahe der Innenstadt an.)

Ausflüge: Unsere Tipps für Tagstouren zu den Sehenswürdigkeiten rund um Reykjavík

Auch wenn wir Reykjavík, wie bereits mehrmals erwähnt, ziemlich gerne mögen, geben wir gerne zu, dass die eigentlich (Natur-)Highlights unserer Lieblingsinsel nicht in der isländischen Hauptstadt zu finden sind. Wir werden noch weitere Berichte zu unseren Highlights, welche über die ganze Insel verteilt sind, verfassen. An dieser Stelle wollen wir aber schon – in aller Kürze – einige (Tages-)Ausflugs-Highlights und Sehenswürdigkeiten rund um Reykjavík vorstellen.

Auch in direkter Umgebung von Reykjavík weiß Island mit atemberaubender Natur zu beeindrucken

Denn du musst die Hauptstadt gar nicht wirklich weit verlassen und kannst innerhalb eines Tages schon einiges erleben. Wir empfehlen, soweit du einen Führerschein hast, alle Ausflüge individuell und mit dem Mietwagen(*) anzugehen. Für alle, die aus verschiedenen Gründen, lieber Teil einer Gruppe sein mögen, werden wir aber auch Links zu entsprechenden Touren beifügen.
Wichtig: Da wir keine dieser geführten Touren selbst gemacht haben, gelten unsere Eindrücke immer nur für den Ort an sich und nicht für die angebotene Tour. Falls du eine der Touren (oder auch eine Alternative) machen solltest, lass uns also gerne mal dein Feedback da.

Hier kommen unsere 5 liebsten Ausflüge von Reykjavík aus.

1. Mount Esja: Reykjavíks Hausberg erklimmen

Die Esja ist Reikjavíks Hausberg, der sich hervorragend für einen halbtägigen Ausflug mit Wanderung eignet. Dorthin kommt man am besten mit dem Auto oder vom zentralen Busbahnhof Hlemmur (Achtung: Bus fahren ist das einzige, wofür man in Island Bargeld benötigt, und zwar am besten passend). Der Aufstieg auf die Esja ist auch für ungeübte, aber durchschnittlich sportliche Menschen gut zu machen. Folgt man den ausgeschilderten Wegen, ist der Blick auf Reykjavík und die Bucht spektakulär. Ganz zum Gipfel kommt man nur als erfahrener Bergsteiger, bei Schlechtwetter wird ggf. Ausrüstung benötigt. Also gilt wie immer vor einer Wanderung: Wetterbericht checken!

Mehr Informationen: Mount Esja
Oder mit dem Helikopter auf den Esja? Schau hier vorbei!(*)

2. Grótta Island Lighthouse: Schöner Spaziergang von Reykjavík aus

Wer Lust auf einen Spaziergang am Wasser hat, ist hier genau richtig. Alle, denen 45 Minuten laufen zu weit ist, können auch das Auto oder den öffentlichen Bus zum Leuchtturm nehmen. Besonders bei Aktivität von Polarlichtern eignet sich der Leuchtturm als innenstadtnaher Fotospot, da er etwas außerhalb von Reykjavík gelegen ist und daher weniger Umgebungslicht vorhanden ist. Grundsätzlich gilt immer: je weniger Lichtverschmutzung, umso bessere Sicht auf die Polarlichter.

Mehr Informationen: Grotte Lighthouse

3. Blue Lagoon oder Blaue Lagune: Wahrscheinlich DAS bekannteste geothermale Bad Islands

Jeder, der sich entscheidet nach Island zu reisen, hat sie wahrscheinlich als einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Ziele vor Ort im Kopf: die blaue Lagune. Auch wir haben das geothermale Bad, welches recht Nah am internationalen Flughagen Keflavik zu finden ist, natürlich besucht. (Ganz genau genommen haben wir uns sogar in der Schlange zum Eintritt in das Bad das erste mal gesehen.) Die Lage der Blauen Lagune ist übrigens der Grund, wieso viele Reisende einen Besuch dort kurz nach ihrer Ladung in Island oder kurz vor ihrem Abflug planen.

Um an dieser Stelle aber ganz ehrlich mit dir zu sein: die Blaue Lagune ist super schön und das Verweilen im warmen Wasser gerade vor oder nach einem Flug sehr entspannend.
ABER: Die blaue Lagune ist relativ teuer (aktuell ca. 60EUR für den günstigsten Eintritt), von Menschen geschaffen und immer super ausgebucht (Tickets müssen meist mehrere Wochen im Vorfeld gekauft werden) und landschaftlich (mindestens mal für isländische Verhältnisse) nur durchschnittlich gelegen.

Ganz kurz: In den 1970er Jahren wurde ein Wärmekraftwerk in der Nähe gebaut und das aus aus der Tiefe gewonnene super heiße Wasser wird zur Gewinnung von Energie genutzt. Was anschließend übrig bleibt, fließt in die blaue Lagune und weitere Pools/Auffangbecken in den umliegenden Lavafeldern. Aufgrund der Umgebung ist das Wasser eben so blau/mineralreich und, wichtig, super rein. Für alle, die mehr erfahren möchten: Guide to Iceland.)

Von daher ist unsere Empfehlung: solltet ihr das erste Mal in Island sein, euch nur in Reykjavík und Umgebung aufhalten und schon länger von dem Besuch der Blauen Lagune geträumt haben, macht es. Ansonsten: sucht euch eine der tollen Alternativen raus. Eine Empfehlung gibt es hier auch gleich bei Punkt 4 „Golden Circle“.

Mehr Informationen + Tickets: Blue Lagoon
Tagestour mit Eintritt + Transfer: Schau hier vorbei!(*)

4. Golden Circle: Fantastische Isländische Natur an einem Tag und für Einsteiger

Auch Island Einsteigern dürfte der sogenannte Golden Circle als erstes Natur Highlight der Insel, welches in einem Tagesausflug von Reykjavík zu erreichen ist, bekannt sein. Vermuten wir zumindest, denn (Fun Fact) Nina hatte bei Ankunft 2015 zum ERASMUS Semester in Reykjavík keine Ahnung, wovon die Kommilitonen sprachen und was für ein Ausflug da wohl geplant würde.

Grundsätzlich ist der Golden Circle ein Tourenvorschlag, der von Reykjavík angefahren werden kann und die Highlights der isländischen Natur auf relativ engem Raum stellvertretend zusammenfassen soll. Immer dabei sind daher die folgenden Orte: Þingvellir National Park, Geysir Strokkur & Gullfoss Wasserfall.

Beschreibungen für die beste Route und weitere Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke gibt es im Netz massig. Anders als bei der Blauen Lagune ist der Golden Circle zwar eine sehr beliebte Anlaufstelle für Touristen, aber gerade beim ersten Islandbesuch trotzdem ein Muss. Außer auf der Halbinsel Snæfellsnes (siehe Punkt 6) hast du selten die Chance, so nah Reykjavík so tolle Eindrücke der isländischen Natur zu bekommen. Auf dem Rückweg: Old Lagoon/Secret Lagoon in Flúðir zur Entspannung im warmen Wasser besuchen.

Mehr Informationen: Guide to Iceland
Geführte Golden Circle Tour: Schau hier vorbei!(*)

5. Snæfellsnes: (Natur-)Blut geleckt? Ab auf die Halbinsel Snæfellsnes!

Snæfellsnes ist eine Halbinsel an der Westküste Islands, welche mit einem Tagesausflug von Reykjavík zu erreichen ist und oft auch als Mini Island bezeichnet wird. Du fragst dich warum? Aufgrund ihres Reichtums an Naturspektakel, das so vielfältig sein soll, dass ein Besuch auf Snæfellsnes fast den Erfahrungen einer Islandumrundung gleich kommt.

So euphorisch wollen wir vielleicht nicht sein, aber mit dem Berg (und gleichnamigen) Wasserfall Kirkjufell, den Klippen in Arnastapi, dem Snæfellsjökull Gletscher, der süßen Ortschaft Stykkishólmur und vielem mehr lohnt sich ein Ausflug auf die Halbinsel aus unserer Sicht definitiv. Solltest du nicht zwei oder mehr Tage für die Erkundung von Snæfellsnes Zeit haben, empfehlen wir dir, einen Tagesausflug aus Reykjavík in Angriff zu nehmen.

Geführte Snæfellsnes Tour: Schau hier vorbei(*)
Tourenvorschlag (auf Englisch): Greta Travels Blog

Zusammenfassung Sehenswürdigkeiten Reykjavík

Wie zu beginn angekündigt, und jetzt wahrscheinlich noch offensichtlicher, lieben wir Reykjavík, seine Sehenswürdigkeiten und auch die Natur drumherum. An dieser Stelle können wir nur unseren Rat wiederholen: lass bei der Planung deiner Island-Rundreise Reykjavík nicht vollkommen außen vor.

Ja, die spektakuläre Natur Islands findet außerhalb der kleinen Hauptstadt. Ihren Charme solltest du dir aus unserer Sicht aber trotzdem nicht entgehen lassen. Bereits in 24 oder 48 Stunden Reykjavík hast du ausreichend Zeit, um die isländische Hauptstadt zu erkunden und vielleicht die Chance, unsere Begeisterung etwas nachvollziehen zu können.

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7 Kommentare Gib deinen ab

  1. Toller Beitrag mit jede Menge Informationen

  2. Miriam Palm sagt:

    Liebe Nina, lieber Malte,
    Mein Besuch in Reykjavik ist schon ein paar Jahre her, umso schöner, noch einmal zurückversetzt zu werden. Ich werde sowieso irgendwann wiederkommen, weil ich in nur vier Tagen natürlich nur sehr wenig von Island kennenlernen konnte. Perlan beispielsweise in der Hauptstadt klingt mega cool – ich mag solche Orte, sowohl was Architektur, als auch Aussicht und Nutzung angeht. Das käme definitiv auf meine Liste.
    Liebe Grüße von Miriam von Nordkap nach Südkap/

    1. Liebe Miriam,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Wir drücken die Daumen die Daumen, dass es dich auf jeden Fall nochmal nach Island verschlägt. 🙂

      Viele Grüße,

      Nina

  3. Elke sagt:

    Ich wünschte, ich hätte euren Artikel ein paar Monate früher gelesen! Ich war im Sommer zum ersten Mal in Island und von der Hauptstadt ziemlich enttäuscht. Die gängigen Reiseführer gaben nicht viel her und so blieb es beim Spaziergang zu den klassischen Sehenswürdigkeiten. Nicht ganz, fällt mir ein, am Hafen mit der Food Hall war ich auch. Aber am Samstagabend tot Hose. Für den nächsten Besuch ist euer Artikel auf jeden Fall schon gespeichert. 🙂
    Liebe Grüße
    Elke

    1. Hallo Elke,

      danke für das Lob und dann hoffen wir, dass es dich auf jeden Fall nochmal nach Reykjavík verschlägt! 🙂

      Und es stimmt leider, in den allgemeinen Reiseführern für Island wird Reykjavík leider immer etwas stiefmütterlich behandelt.

      Viele Grüße,

      Nina

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