Island im Winter besuchen? Aber sicher!

Du spielst mit dem Gedanken, das wunderbare Island im Winter zu bereisen? Wir haben unter anderem den Jahreswechsel 2021/22 im hohen Norden verbracht und können dir nur eines mit auf den Weg geben: wir lieben den Winter in Island. Aus unserer Sicht steht einem Winterurlaub in Island daher nicht viel entgegen…wenn du ein paar wichtige Dinge beachtest. Genau die wollen wir selbstverständlich mit dir teilen.

Eines direkt mal vorweg: wir sind große Fans der kleinen Insel namens Island und können eine Reise dorthin generell immer empfehlen. Falls du es nicht wusstest: wir haben uns sogar in der isländischen Hauptstadt Reykjavík kennengelernt.

Nina und Malte an dem Ort, an dem alles begann: Reykjavík, Island.

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Daher haben wir mit dir schon unsere Tipps für die besten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Reykjavík und unsere absoluten Lieblings-Restaurants und Foodspots in der isländischen Hauptstadt geteilt.

Jetzt aber zurück zur Frage, ob und wie du Island im Winter besuchen solltest!

Wir lieben Island – egal, ob im Sommer oder im Winter. Während unseres Auslandssemesters von August bis Dezember 2015 hatten wir sogar die Möglichkeit, drei von vier Jahreszeiten auf unserer Lieblingsinsel erleben zu dürfen. Und glaubt uns: der isländische Winter hat eine ganz besondere Magie.

Island im Winter: Alles, was du vor der Anreise wissen solltest!

So schön die Winterstimmung in Reykjavík und auf der ganzen Insel auch ist, ein paar Dinge solltest du dringend beachten und dir – bestenfalls vor deiner Abreise ins isländische Winter Wonderland – klar machen.

Ganz wichtig: Der Winter in Island ist unberechenbar!

In der einen Minute bewunderst du noch bei strahlendem Sonnenschein (und eisigen Temperaturen) eingefrorene Wasserfälle, im nächsten Moment macht ein Schneesturm deine weiteren Pläne sowie deine Heim- oder Weiterfahrt komplett unmöglich.

Du planst eine atemberaubende Winteraktivität drei Mal, bevor das Wetter und die Straßenverhältnisse einen Besuch endlich zulassen. (Das ist Nina genau so beim Versuch, eine isländische Ice Cave zu besuchen, passiert.)

Daher unsere ehrliche Meinung: wenn du dich damit abfinden kannst, dass deine Pläne für deinen Winterbesuch in Island wahrscheinlich nicht zu 100% in der geplanten Zeit umsetzbar sind, du ein gesundes Maß an Flexibilität und Spontanität mitbringst, etwas abenteuerlustig bist und – ganz wichtig – ein paar Tage mehr Zeit hast, ab in den isländischen Winter. Welche Dinge, die deine Pläne immer wieder ordentlich durcheinander bringen können, du unbedingt auf dem Schirm haben solltest, verraten wir dir jetzt.

Winterreise nach Island? Flexibilität ist König!

Stürme & gesperrte Straßen: Im Winter gehört es in Island zur Tagesordnung, dass Straßen aufgrund von (Schnee-)Stürmen gesperrt werden. Meist dauern die Sperrungen aber nur kurz an und nach maximal 1-2 Tagen kannst du weiter „deines Weges reisen“.

Kälte: Island im Winter ist kalt. Denn auch wenn die Temperaturen meist nur knapp unter 0 Grad liegen (Dank an den Einflusses des warmen Golfstroms), ist die gefühlte Temperatur durch den fast immer spürbaren Wind deutlich frostiger. Hier gilt: dick einpacken, bewegen, aufwärmen und eben wissen, worauf du dich einlässt.

Dunkelheit: Vermutlich ist es das Erste, was dir bei den Stichworten Island und Winter in den Sinn kommt: ist es nicht furchtbar dunkel? Ja, ist es. Am kürzesten Tag des Jahres (21. Dezember) geht die Sonne über der kleinen Insel um kurz vor zwölf auf und um halb vier wieder unter. Das Licht dazwischen ist allerdings, gerade bei Sonnenschein, wunderschön!

Hast du diese drei Punkte im Kopf, kann aus unserer Sicht bei deiner Islandreise eigentlich nicht mehr viel schief gehen.

Packliste: DAS solltest du für eine Winterreise nach Island unbedingt dabei haben!

Wie weiter oben schon erwähnt, der isländische Winter hat es in sich. Auf Basis unserer bisherigen Reise in den hohen, winterlichen Norden haben wir dir ein paar Packempfehlungen zusammengestellt.

Unsere Reise-„Must-Haves“UnsereIsland im Winter-Essentials
Erste-Hilfe-Set(*) für Reisen

Packwürfel(*)
(Man liebt sie oder man hasst sie;
für uns ein Backpacking Game-Changer)

Microfaser-Handtuch(*)
(bestenfalls ein großes & ein kleines)

– Taschenmesser oder Multi-Tool

Power Bank(*)

– Tape, Klebstoff, Kabelbinder
(irgendwas geht immer kaputt!!)

kleines Nähset(*)
(siehe oben :D!)

Stirnlampe(*)

Bauchtasche(*)

– auffüllbare Trinkflasche(*)

Kindle(*) bzw. E-Book-Reader
(wir haben uns lange gewehrt, aber
>3 Bücher ist halt Rucksack-unfreundlich)
– dicke Winterjacke
+ Mütze, Schal & Handschuhe
(eh klar!)

gefütterte Wanderhose(*)
+ Modell für Herren(*)
(oder eine angenehm zu tragende Skihose)

Thermounterwäsche(*)
+ Modell für Damen(*)

Grödel(*)
(Auf dem oft eisigen Untergrund,
gerade in der Natur,
immer wieder ein absoluter Lebensretter!)

Wärmesohlen(*)
(Etwas, was wir der Umelt zuliebe,
nicht jeden Tag nutzen, aber an besonders
kalten Tagen warme Füße garantiert!)


Thermosocken(*)
(Tendenziell als Alternative
zu den Wärmesohlen)


Türschlossenteiser(*)

Die meisten dieser Dinge sind besonders für Ausflüge in die isländische Natur und längere Aufenthalte im winterlichen Wetter sinnvoll. Für einen Stadtbummel durch Reykjavík sind normale Winterklamotten vollkommen ausreichend und passend. Am Ende des Tages musst du für dich selbst entscheiden, welche kleinen Kältehelfer du wirklich brauchst (Wäremsohlen, Thermosocken usw.) und ob du Lust hast, nützliche Dinge für den eventuellen Einsatz (bspw. Grödel) „mitzuschleppen“.

Informationen: Diese Internetseiten solltest du kennen, bevor du Island im Winter besuchst

Generell solltest du für deine Reise nach Island im Winter einige Informationen haben und wichtige Internetseiten kennen. (Diese schaden übrigens auch im Sommer nicht. :))

Sicher in Island unterwegs in Island mit safetravel.is

Eine Website, die du dir für jede Islandreise abspeichern solltest (alternativ kannst du auch einfach die zugehörige App herunterladen), ist safetravel.is. Dort gibt es nicht nur gebündelt viele Informationen zu den Wetter und Straßenverhältnissen, sondern auch noch wertvolle Tipps zum generellen Autofahren in Island und zur Bewegung in der isländischen Natur.

Wetter der kommenden Stunden und Tage über vedur.is checken & Straßenverhältnisse über road.is im Auge behalten

Das genaue Winterwetter in Island kannst du am besten auf der isländischen Website vedur.is checken. Die Wettervorhersage dort ist so zuverlässig, wie sie im wechselhaften Island eben wird. Du hast sogar die Möglichkeit, relativ kleinteilig pro Region eine Vorhersage abzurufen. Auch die gelben Wetterwarnungen (Yellow Weather Alerts) werden hier prominent angezeigt. Generell gilt, besser das Wetter einmal mehr, als einmal weniger checken. Gerade im Winter kann dir das viel Stress ersparen.

Profi-Tipp: Auf vedur.is kannst du auch den aktuellen Aurora-Forecast (Polarlichtervorhersage) checken.

Was vedur.is für das Wetter ist, ist road.is für die Straßenverhältnisse (und die wetterbedingten) Sperrungen und Störungen. Unbedingt vor jedem Trip, den du unternimmst, die aktuellen Verhältnisse und ggf. Sperrungen checken. Der Winter auf Islands Straßen kommt plötzlich und manchmal heftig. Warum wir dir in den meisten Fällen trotzdem raten, die Insel auch im Winter selbst mit dem Mietwagen zu erkunden, erklären wir weiter unten.

Island im Winter: Lass dich nicht verrückt machen!

Grundsätzlich gilt auch hier, dass du dich nicht verrückt machen solltest. Das Checken der Websites sollte aber im Winter in Island, einfach wie es ist, zu deinen täglichen To-Dos gehören. Bestenfalls sorgt es dafür, dass du deinen Reise in vollen Zügen genießen kannst.

Anreise & Fortbewegung: So kommst du im isländischen Winter von A nach B

Unsere Informationen haben dich noch nicht abgeschreckt im Winter nach Island zu reisen? Sehr gut! Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie du überhaupt auf die wunderschöne Insel gelangst und wie du dich vor Ort von A nach B bewegst.

So kommst du nach Island und erlebst ein absolutes Winter Wonderland

Dass du nach Island idealerweise per Flugzeug anreist, dürfte dich jetzt nicht wirklich überraschen. Tatsächlich bieten inzwischen fast alle größeren deutschen Flughäfen Direktflüge nach Keflavík (ca. 45 Minuten von Reykjavík mit dem Auto entfernt) an und geben dir damit die Möglichkeit, schon am Anreisetag entspannt einige Sehenswürdigkeiten in Reykjavík zu entdecken.

Nebenbei: Seit Neustem landen auch in Akureyri, Islands nördlicher „Großstadt“, internationale Flüge. Da dort aktuell allerdings nur Flüge aus London, Kopenhagen und Teneriffa eintreffen, halten wir Reykjavík auch Deutschland weiterhin für die passende Alternative.

Der erste Eindruck zählt: So kommst du vom Flughafen in die City

Nachdem du es nun nach Keflavík zum Flughafen geschafft hast, ist der Weg ins winterliche Reykjavík gar nicht mehr weit. Wir empfehlen für deine Reisen ins wunderschöne Island, auch im Winter, einen Mietwagen(*). Warum? Selbst wenn du nur Reykjavík (und Umgebung) besuchen willst, bist du so maximal flexibel.

Solltest du dich allerdings erst einmal etwas akklimatisieren wollen: in die Stadt kommst du auch ohne eigenen fahrbaren Untersatz. Flybus bringt dich vom Flughafen sicher und direkt zum BSI, dem kleinen aber feinen Busterminal von Reykjavík. Von hier aus kannst du, abhängig von deinem Gepäck, entweder zu deiner Unterkunft laufen oder die letzten Meter per Taxi zurücklegen. Auch private Transfers bringen dich vom Flughafen nach Reykjavík. Das Peis-Leistungs-Verhältnis überzeugt uns hier allerdings nicht.

In Sachen Mietwagen buchen wir meistens über billiger-mietwagen(*) und checken ebenfalls die isländischen Homepages: Guide To IcelandReykjavik Cars und Icerental 4×4.

Fortbewegung im isländischen Winter: Auto mieten oder geführte Touren buchen?

Wie du nun bereits herausgelesen hast, empfehlen wir auch im Winter mit einem Mietwagen(*) die nordatlantische Insel zu erkunden. Einige Voraussetzungen sollten dazu aber auf jeden Fall erfüllt sein!

Grundsätzlich ist das winterliche Autofahren in Island nicht sehr viel anders als in anderen schneereichen Destinationen. Berücksichtigen musst du immer das schnell wechselnde/einsetzende Winterwetter und die mitunter starken Winde. Spannend ist, dass die meisten Autos im Winter mit Spikes bestückt sind. Ab November bis in den April dürfen Winterreifen offiziell mit Spikes ausgerüstet sein. Leider machen sich allerdings nicht alle Autovermietungen die Mühe, entsprechende Reifen aufzuziehen. Aus diesem Grund raten wir dir, vor der Miete zu checken, ob das ausgewählte Auto mit Spikes ausgestattet ist. Wir wollen die Unterstützung auf vereisten und verschneiten Straßen auf jeden Fall nicht missen.

Brauche ich im isländischen Winter ein Auto mit Allradantrieb?

Weiterhin solltest du dein Auto danach aussuchen, was du im isländischen Winter vorhast. Planst du, nur Reykjavík und die nähere Umgebung zu besuchen, reicht ein Klein-/Mittelklassewagen ohne Allrad vollkommen aus. Planst du allerdings, den einen oder anderen größeren (Tages-)Trip zu machen und willst für alle Eventualitäten gewappnet sein (z.B. für die nur für Allradautos freigegebene F-Roads, soweit diese im Winter geöffnet sind), solltest du bei der Recherche etwas mehr Zeit aufwenden und nach einem günstigen 4×4 Fahrzeug suchen. Wir haben das bisher bei fast allen winterliche Trips so gehalten und nie bereut.

Profi-Tipp: such dir ein Auto aus, dass nicht allzu sehr auf elektronischen Schnickschnack angewiesen ist. Dieser fällt bei eisigen Temperaturen gerne mal aus und lässt dich blöd dastehen.

Unsere Empfehlung: Allradklassiker wie Suzuki Jimny und Grand Vitara, Mitsubishi Pajero oder Dacia Duster bringen dich sicher durch den isländischen Winter.

Welche Versicherungen sollte ich für meinen Mietwagen buchen?

Hast du dir ein passendes Auto ausgesucht, musst du dich entscheiden, welche Versicherungen du buchen willst. Wir verzichten so gut wie immer auf Zusatzversicherungen für Unterboden, Reifen, Glas etc. und nehmen nur die Basisabsicherung. Damit sind wir in Island immer gut gefahren und werden das auch in Zukunft so handhaben.

Wichtig für dich zu wissen: gerade bei den Allradautos wirst du keine fabrikneuen Fahrzeuge erhalten. Die meisten Autos haben schon einige Jahre und Kilometer auf dem Buckel, sodass die Vermieter bei kleineren Lackschäden etc. oftmals sehr, sehr entspannt sind. Das sind allerdings nur unsere Erfahrungen und Garantien gibt es hier nicht.

Woher weiß ich, ob ich in Island im Winter ein Auto mieten soll?

Bevor du ein Auto für deinen Winterurlaub in Island mietest(*) solltest du dir aus unserer Sicht die nachfolgenden Fragen stellen:

1) Bin ich schon mal bei winterlichen Verhältnissen (Schnee, Schneeverwehungen, schlechte Sicht) Auto gefahren und habe mich einigermaßen wohl damit gefühlt?
Das ist vermutlich die entscheidendste Frage, welche du dir stellen musst, wenn in Erwägung ziehst, mit einem Mietwagen die Insel zu erkunden. Sei ehrlich zu dir selbst. Fühlst du dich wohl damit, im winterlichen Wetter zu fahren? Bist du schon das eine oder andere Mal durch weiße Winterlandschaften gefahren? Dann sollte auch deinem winterlichen Islandabenteuer wenig im Weg stehen.

2) Bin ich zeitlich flexibel?
Wie oben bereits geschrieben, ist Island im Winter teilweise unberechenbar. Straßen werden kurzfristig gesperrt (und wieder geöffnet) und das Wetter wechselt sprunghaft. Solltest du zeitlich sehr eng getaktet sein, würden wir dir empfehlen, dich zum einen nicht zu weit von Reykjavík und damit deinem Rückflug zu entfernen, und zum anderen eventuell doch (weil entspannter) für die eine oder andere geführte Tour entscheiden. Die erfahrenen Guides haben dann doch einen Vorteil im Abschätzen, wie beständig oder unbeständig der anstehende Tag/die Tage sind.

3) Wie groß ist meine Reisegruppe?
Fahren in winterlichen Bedingungen ist anstrengend – besonders für den Kopf. Solltest du alleine unterwegs sein, würden wir dir ebenfalls eher zu einer geführten Tour oder relativ kurzen Strecken pro Tag raten. Ist deine Reisegruppe etwas größer und ihr könnt euch mit dem Fahren unter Umständen sogar abwechseln, ist ein Roadtrip mit dem eigenen Mietwagen natürlich unschlagbar.

4) Was will ich im winterlichen Island überhaupt erleben?
Die Frage, ob du ein Auto mietest oder nicht hängt natürlich auch davon ab, was du überhaupt in Island erleben magst. Solltest du nur das winterliche Reykjavík erkunden wollen, ist ein Mietwagen überflüssig und die Parkplatzsuche im Verhältnis viel zu anstrengend. Solltest du allerdings auch die Umgebung der isländischen Hauptstadt oder ein größeren Teil der Insel erkunden wollen, ist ein Mietauto definitiv eine Überlegung wert.

Wir hoffen, wir konnten dir mit diesen Fragend Informationen ein wenig bei der Entscheidung helfen, ob du Island auch im Winter mit dem Mietauto auf eigene Faust erkunden magst. Am Ende solltest du dich für das Fortbewegungsmittel entscheiden, mit dem du dich am Sichersten fühlst. So oder so ist Island ein Traum und weiß mit fantastischen Winteraktivitäten zu überzeugen.

Highlights: Darum ist Island im Winter ein Traum und was du unbedingt erleben solltest

Nachdem wir dir nun (hoffentlich) alle Dinge, die du vor einer winterlichen Reise nach Island beachten solltest, aufgezählt haben, wird es Zeit, im Detail zu verraten, WARUM du unbedingt im Winter nach Island reisen solltest. Die kleine Insel im Nordatlantik hat zur kalten Jahreszeit so einiges, sehr besonderes zu bieten.

Polarlichter: DAS „Once-in-a-lifetime“-Erlebnis!

Polarlichter (lat.: aurora borealis) zu sehen steht bei den meisten Reisenden ganz oben auf der Liste, wenn sie sich dazu entschließen, Island einen Besuch im Winter abzustatten. Bei klarem Himmel ist die Chance zwischen Oktober und März besonders hoch, die Lichter am isländischen Nachthimmel zu erspähen. Wir hatten inzwischen schon mehrmals das Glück, das Spektakel beobachten zu dürfen und sind immer wieder fasziniert. Wenn du auf Polarlichter Jagd gehen willst, musst du eigentlich nur eine Sache wirklich beachten. Suche dir deinen ruhigen Ort mit möglichst wenig Lichtverschmutzung.

Was heißt das? In Reykjavík City ist die Chance, Polarlichter zu sehen, geringer, da das Umgebungslicht deutlich heller ist. Zumindest im Vergleich zum Rest des Landes. Solltest du hauptsächlich in der isländischen Hauptstadt unterwegs sein, empfehlen wir dir, mit dem Auto ein wenig aus der Stadt herauszufahren. Hervorragend geeignet ist dazu beispielsweise das Grótta Island Lighthouse in Seltjanarnes. Hier wirst du bei einem „positiven“ Aurora-Forecast zwar nicht alleine sein, die Chance die Lichter zut zu sehen, ist aber trotzdem hoch.

Woher weiß ich, ob Polarlichter zu sehen sein werden?

Solltest du im Rest des Landes unterwegs sein, reicht die Faustregel, dich einfach so weit wie möglich von allen unnatürlichen Lichtquellen zu entfernen.

Viele Anbieter haben inzwischen auch geführte Polarlichter Touren im Programm. Braucht man das Ganze? Aus unserer Sicht, und vor allem, wenn du selbst mit dem Mietwagen unterwegs bist, eher nicht. Schaue dir einfach den Aurora-Forecast“ bei vedur.is an und mache dich auf die Jagd.

Ansicht des Aurora-Forecast auf vedur.is
Quelle: vedur.is

Beim Aurora-Forecast musst du grundsätzlich auf zwei Dinge achten:

  1. Die Aktivität der Polarlichter (oben rechts):
    Alles ab einem Wert von 4 lässt deine Chance deutlich steigen, erkennbare Polarlichter zu erblicken.
  2. Die Wolkendichte (links):
    Alles, was weiß angezeigt wird, deutet auf einen unbewölkten Himmel hin. Hier sollten aktive Polarlichter hervorragend zu sehen sein.

Solltest du allerdings nicht mit dem eigenen Mietwagen unterwegs sein, nicht im Dunkeln fahren wollen (was im Winter in Island allerdings ohnehin schwierig werden könnte) oder deinen „Jagdinstinkten“ nicht vertrauen, bieten einige Anbieter eben auch geführte Touren an.

Wir haben bisher keine entsprechende Polarlichter Tour(*) gemacht und freuen uns daher, wenn du uns von deinen Erfahrungen berichtest.

Wichtig ist im Kontext Polarlichter noch zu sagen, dass du nie eine Garantie hast, das Naturphänomen auch wirklich zu erleben. Aurora borealis sind, wie ja fast alles in der Natur, oft nicht berechenbar und beim Genießen dieser gehört immer ein bisschen Glück dazu.
(Daher ist es bei den geführten Touren wohl auch meistens so, dass man eine zweite Runde kostenlos erhält, sollte beim ersten Mal kein Polarlicht zu finden sein.)

Zusammenfassung Polarlichter:

Winterliche Wunderlandschaft und einmaliges Licht in Island einfach genießen

Für uns ist eines der tollsten Erlebnisse, die du im Winter in Island haben kannst, die winterliche Landschaft einfach zu genießen. Das Licht, so denn es da ist, ist zu dieser Jahreszeit ein ganz besonderes und die vereiste und/oder verschneite Landschaft ist einfach Traum. Meist muss man sich dazu gar nicht oder zumindest nicht weit aus Reykjavík entfernen. Du bist einfach direkt in einem wahren „Winter Wunderland“.

Unser Tipp daher: Einfach den Mietwagen schnappen (oder loslaufen), dich treiben lassen und die außergewöhnliche (Winter-)Landschaft genießen.

Zweiter Tipp: Gerade zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang (wie wir weiter oben gelernt haben, liegt das ja oft gar nicht so weit auseinander) ist das Licht super stimmungsvoll.

Ice, Ice Baby – zugefrorene Seen und Wasserfälle bestaunen!

Was wir besonders an der isländischen Winterlandschaft lieben? Die zugefrorenen Seen und Wasserfälle. Gerade die majestätischen Wasserfälle sind im Winter einfach ein Traum. Beschreibungen würden der Schönheit nicht Genüge tun, sodass wir dich unten mit ein paar unserer Schnappschüsse beglücken wollen. Solltest du im Winter in Island sein und deinen Ausgangspunkt in Reykjavík haben, lohnen sich natürlich besonders die Wasserfälle auf dem Golden Circle und entlang der isländischen Südküste.

Unser winterliches Highlight war beim letzten mal der Kirkjufellsfoss mit dem berühmten (und gleichnamigen) Berg Kirkjufell im Hintergrund. Dieser Wasserfall befindet sich auf der Halbinsel Snæfellsnes, welche mit einem Tagesausflug von Reykjavík zu erreichen ist.

Solltest du im Winter auch im Norden oder Osten von Island unterwegs sein, sind auch diese Wasserfälle ein absoluter winterlicher Traum. Während unseres Auslandssemesters 2015 hatten wir das große Glück auch den isländischen Norden im Winter bestaunen zu können. Lass dir gesagt sein: der eingefrorene Dettifoss ist beeindruckend.

Ein bisschen Action muss ein: Gletscher, Ice Cave & Snowmobile Touren

Wenn du schon einmal im Winter in Island bist, darf natürlich auch ein bisschen winterliche Action nicht fehlen. Wir haben es bei unserem letzten Aufenthalt ENDLICH geschafft, eine Ice Cave Tour zu machen. Und das, nachdem diese für Nina schon zwei Mal ins Wasser bzw. in den Schneesturm gefallen war. So viel zur Flexibilität im und zur Unberechenbarkeit des isländischen Winters.

Und was sollen wir sagen, das Warten hat sich gelohnt. Die Ice Cave Tour am Mirdalsjökull(*) war ein absoluter Traum. Diese Tour kannst du in den meisten Fällen mit einem Transport ab Reykjavík oder der Abfahrt direkt am Startpunkt in Vík buchen. Auch hier sprechen die Bilder für sich und wir können wirklich jedem nur empfehlen, eine solche Tour(*) (wenn auch nicht ganz günstig) zu machen. Sowohl die Gletscherlandschaft, als auch die Eishöhlen selbst sind einfach ein Traum.

Wer ein bisschen mehr Glück mit dem Wetter oder auch ein wenig mehr Zeit als wir hat, sollte sich auf jeden Fall überlegen auch im Winter bis zur Jökulsárlón (Gletscherlagune) zu fahren und dort eine Ice Cave Tour zu machen. Die Anfahrt lässt sich beispielsweise hervorragend mit dem Besuch der Wasserfälle im Süden Islands (genauere Infos siehe weiter unten) verbinden.

Auch darüber gibt es eine Vielzahl von winterlichen, action-geladenen Aktivitäten an der isländischen Südküste. Gletscherspaziergänge und Snowmobile Touren sind dabei gleichermaßen beliebt. Wir haben beide Aktivitäten in Island noch nicht gemacht. Unsere Snowmobile Tour in Kanada war allerdings an ein Highlight, an das wir immer wieder gerne denken!

–> Schaue hier vorbei für mehr winterlichte Aktivitäten(*)

Solltest du eine der Touren ausprobieren, gib unsere sehr gerne dazu ein Feedback! 🙂

Heiße Quellen und Schwimmbäder: das gute Leben genießen!

Logischerweise ist das eine unserer ganzjährigen Lieblingsbeschäftigungen in Island. Aber gerade im Winter macht das Entspannen in einem der vielen Schwimmbäder oder, noch besser, in einer heißen Quelle, besonders viel Freude.

Dabei ist es fast egal, ob du dich in eines der vielen Schwimmbäder in Reykjavík setzt (in diesem Artikel geben wir unsere Empfehlungen dazu), dir eines der Spas/Bäder außerhalb der Stadt aussuchst oder eine waschechte heiße Quelle aufspürst (hier gibt es einige Tipps).

Dein Winter in Island wird in dem Moment besonderer, wenn du mit der Wollmütze auf dem Kopf und bestenfalls einem Getränk in der Hand, das warme Wasser um dich herum genießt!

Wintersport in Island: Skilaufen und Schlittenfahren geht auch im Nordatlantik

Eine Sache, die Nina tatsächlich schon in unserem Auslandssemester ausprobiert hat, ist das Skifahren in Island. Ja, richtig gehört, auch das kleine Land im Nordatlantik verfügt über Skigebiete. Größentechnisch können die natürlich nicht mir den Alpen mithalten. Ein besonderes Erlebnis ist das Skifahren in Island aber definitiv. Bei Snowtrex gibt es hier sogar 5 Gründe warum das Skifahren in Island eine besonders gute Idee ist.

Das aus Reykjavík am besten zu erreichende Skigebiet ist das Skigebiet Bláfjöll, gerade im Norden und Osten der Insel gibt es aber noch einige weitere ziemlich coole Gebiete. Ich meine, wer kann schon von sich behaupten beim Skifahren das Meer gesehen zu haben?!

Du bist nicht so der Skifahrer? Natürlich besteht in der Nähe der meisten Skigebiete auch die Möglichkeit, eine Runde mit dem Schlitten den Berg herunter zu düsen.

Oder doch lieber mit Schlittenhunden durch den Isländischen Winter gleiten?

Eine der Island Aktivitäten, die noch auf unserer Bucket-List steht! Eine Schlittenhunde Tour machen. Wir stellen es uns auf jeden Fall ganz wunderbar vor durch die winterliche Landschaft zu gleiten. Diesen sehr gut bewerteten Anbieter haben wir in Nordisland gefunden und auch in der Nähe von Reykjavík scheint es entsprechende Angebote zu geben.

Du hast schon einmal eine solche Tour gemacht? Berichte uns sehr gerne von deine Erfahrungen! 🙂

Reykjavík im Winter: darum ist die isländische Hauptstadt auch in der kalten Jahreszeit einen Besuch wert!

Wir haben ja in unserem Reykjavík Artikel schon sehr ausführlich beschrieben, wieso die isländische Hauptstadt für immer unser Herz gewonnen hat.

Aber gerade im Winter hat die kleine Metropole noch einmal einen ganz besonderen Charme. Während in der Vorweihnachtszeit die festliche Beleuchtung bei den wenigen Sonnenstunden besonders zur Geltung kommt und du dich auf die Suche nach den dreizehn isländischen Santas begeben kannst, endet in Reykjavík Gemütlichkeit mit dem Weihnachtsfest nicht. Während die Isländer das Ende des langen Winters besonders nach Weihnachten immer mehr herbeisehnen, ist die Erfahrung der sehr kurzen Tage für uns Reisende sehr besonders und kann durchaus genossen werden.

Reykjavíks Kulinarik und Cafés im Winter genießen

Der Winter in Island bietet sich natürlich außerdem dazu an die Restaurants und Cafés der Hauptstadt zu erkunden und die eine oder andere Waffel mehr zu verzehren. Der Kaffee in Island ist übrigens auch ziemlich gut. Wir haben euch alle unsere Café- und Restaurant-Empfehlungen für Reykjavík zusammengefasst. Darüber hinaus verfügt Reykjavík seit einiger Zeit auch über mehrere Food Halls, die nur auf einen Besuch warten.

Daneben bieten die vielen Museen der isländischen Hauptstadt die Möglichkeit, auch die ungemütlichen Wintertage sinnvoll zu füllen und eine extrem gute Zeit zu haben.

Routenplanung & Top-Ausflüge für deine Reise nach Island im Winter

Natürlich kannst du auch im Winter eine Island Rundreise planen. Wie oben schon erwähnt, musst du dabei eine paar grundlegende Dinge beachten und vor allem eine Portion Flexibilität mitbringen.

Wir würden die aufgrund der immer vorhandenen Unberechenbarkeit des Wetters eher zu einem Roadtrip entlang der Südküste (zwischen der Halbinsel Snæfellsnes im Westen und der Gletscherlagune Jökulsárlón) raten. Unter Umständen macht es sogar Sinn dein Hauptquartier in Reykjavík aufzuschlagen und von dort aus Tagesausflüge zu unternehmen.

Island Roadtrip im Winter: Route & was du beachten solltest

Wie bereits mehrmals erwähnt, solltest du dir bei der Planung eines Winter Roadtrips in Island einige Puffertage einplanen, um so auf schlechte Wetterbedingungen und gesperrte Straßen reagieren zu können.

Wir versuchen, immer Unterkünfte zu buchen, die möglichst kurzfristig noch zu stornieren sind. Bisher sind wir bei wetterbedingten Planänderungen aber meistens auch bei Herbergen ohne inkludiert Stornierungsoption auf offene Ohren gestoßen und konnten gebuchte Zimmer kurzfristig absagen. Die meiste Hosts wissen zum einen selbst Bescheid, wenn Straßen gesperrt sind. Zum anderen gibt es meist auch Gäste, die schon vor Ort sind, aus den gleichen Gründen nicht weiterreisen können und die gebuchten Zimmer gerne übernehmen.

Wir buchen unser Zimmer meistens über booking.com(*) und haben in Island damit bisher immer gut Erfahrungen gemacht. Gerade in der Nebensaison lohnt es sich aber eventuell euch Hotelbetreiber direkt anzuschreiben und über gute Angebote und mögliche Stornobedingungen etc. zu sprechen.

Ebenfalls beachten solltest du die Tatsache, dass dir für das Entdecken aller Sehenswürdigkeiten am Wegesrand nur begrenzt Tageslichtstunden zur Verfügung stehen. Wir sind daher oft im Dunkeln zur ersten Attraktion des Tages gefahren und haben die letzte entsprechend wieder im Dunkeln verlassen. Auch die Anzahl der verschiedenen Stopps, die du dir an einem Tag vornimmst, musst du natürlich entsprechend anpassen.

Unser Routenvorschlag für deinen Island Roadtrip im Winter

Wie oben schon beschrieben, empfehlen wir dir, dich im Winter an den Süden des Landes zu halten. (Das gilt natürlich nicht, wenn du extrem viel Zeit hast oder Südisland bereits wie deine Westentasche kennst.)

Ausgangspunkt deines Roadtrip wird vermutlich ohnehin Reykjavík sein. Von dort bieten sich hervorragend Tagesausflüge zur Halbinsel Snæfellsnes (mehr dazu weiter unten; gelbe Punkte in der Karte) und zum bekannten Golden Circle (auch dazu gibt es mehr weiter unten; goldene Punkte in der Karte) an. Anschließend kannst du einen Reisetag dafür nutzen die Wasserfälle um Süden der Insel zwischen Reykjavík und Vík abzuklappern (siehe ebenso unten; grüne Punkte in der Karte) und dann dein Nachtquartier in Vìk aufzuschlagen.

Vor Ort in Vík solltest du dann unbedingt die schwarzen Strand erkunden und kannst auch die eine oder eine der oben erwähnten Winteraktivitäten (bspw. eine Snowmobile Tour machen). Aus diesem Grund würden wir dir mindestens eine Nacht, eher zwei Nächte, in Vík empfehlen.

Der Roadtrip geht weiter – ab zur Gletscherlagune

Weiter geht dein Roadtrip dann in Richtung Osten. Unter Umständen lohnt es sich, hier einen Stopp am Fjaðrárgljúfur Canyon (ja, der aus dem Video von Justin Bieber) oder am Skaftafell Nationalpark einzulegen. Dort kannst, je nach Wetter, verschiedene Wanderungen machen oder auch den Wasserfall Svartifoss erkunden. Das absolute Highlight folgt dann aber sicher an der bekannten Gletscherlagune Jökulsárlón und dem nebenan liegenden Diamond Beach. Alleine hier kannst du fast einen ganzen Tag verbringen. Besonders, wenn du dich entschließt eine Bootsfahrt auf dem See oder eine Eishöhlentour zu unternehmen. Und auch die Erinnerungsfotos wollen ja geschossen werden.

Abends lohnt es sich dann bis nach Höfn weiterzufahren und dein Nachtquartier aufzuschlagen. In einer oder mehrerer Tagesetappen kannst du dich dann auf den Rückweg nach Reykjavík machen und auf dem Weg den ausgelassenen Sehenswürdigkeiten einen Besuch abstatten.

Zusammenfassung Winter Roadtrip in Island:

  • Winterfestes Auto mieten und „Winter-Fahrerfahrung“ haben
  • Puffertage einplanen und begrenztes Tageslicht beachten
  • Bevorzugt die Region um Reykjavík und Islands Süden bereisen

Übrigens: wenn du in der Karte auf das kleine Rechteck oben rechts klickst, kommt du zu Google Maps und kannst dir die Karte für später speichern.

Tagestouren im Winter aus Reykjavík: jeden Tag etwas Neues erleben

Wie eben schon erwähnt, bieten sich allerdings auch einige Tagestouren von Reykjavík aus für deine Winterreise nach Island an. Diese kannst du entweder einzeln in Angriff nehmen oder in einen eventuellen Roadtrip integrieren.

Golden Circle: Lohnt der Island-Klassiker auch im Winter?

Auch Island Einsteigern dürfte der sogenannte Golden Circle als erstes Natur Highlight der Insel, welches in einem Tagesausflug von Reykjavík zu erreichen ist, bekannt sein. Wir empfehlen die Runde fast jedem als Einstieg ins Abenteuer Island. Gerade im Winter lohnt es sich aus unserer Sicht noch einmal mehr!

Grundsätzlich ist der Golden Circle ein Tourenvorschlag, der von Reykjavík angefahren werden kann und die Highlights der isländischen Natur auf relativ engem Raum stellvertretend zusammenfassen soll. Immer dabei sind daher die folgenden Orte: Þingvellir National Park, Geysir Strokkur & Gullfoss Wasserfall. Unsere Routenvorschläge haben wir oben in der Karte markiert (goldene Marker). Einmal in der Klassikversion und einmal in der (kürzeren) Winterversion. Grundsätzlich beinhaltet die Klassikversion deutlich mehr Stopps (und du fährst tatsächlich einen Circle/Kreis), die aber bei dem wenigen Tageslicht im Winter kaum alle an einem Tag anzufahren sind. Daher empfehlen wir im Winter nach dem Besuch des Wasserfall Gullfoss den Rückweg anzutreten und der Laugarvatn Fontana noch einen Besuch abzustatten.

Snæfellsnes: das kleine Island an einem Tag erkunden

Snæfellsnes ist eine Halbinsel an der Westküste Islands, welche mit einem Tagesausflug von Reykjavík zu erreichen ist und oft auch als Mini Island bezeichnet wird. Du fragst dich warum? Aufgrund ihres Reichtums an Naturspektakel. Manche sagen gar, dass dieses so vielfältig sein soll, dass ein Besuch auf Snæfellsnes fast den Erfahrungen einer Islandumrundung gleich kommt.

So euphorisch wollen wir vielleicht nicht sein, aber mit dem Berg (und gleichnamigen) Wasserfall Kirkjufell, den Klippen in Arnastapi, dem Snæfellsjökull Gletscher, der süßen Ortschaft Stykkishólmur und vielem mehr, lohnt sich ein Ausflug auf die Halbinsel aus unserer Sicht definitiv. Und auch gerade, wenn du Island im Winter besuchst, sollte Snæfellsnes weit oben auf deine Bucket List stehen. Gerade aufgrund der Nähe zu Reykjavík, kannst du die Halbinsel flexibel und wetterabhängig anfahren und erkunden.

Solltest du sogar zwei oder mehr Tage für die Erkundung von Snæfellsnes Zeit haben, kannst du dir auch dort ein Quartier suchen(*) und die Halbinsel intensiver erkunden.
Andernfalls empfehlen wir dir, einen Tagesausflug aus Reykjavík in Angriff zu nehmen. Unsere Vorschläge dazu haben wir oben in der Karte mit gelben Markern versehen. Auch hier gilt: Tageslicht und Wetter im Auge behalten. Alle Punkte an einem Tag abzuklappern, dürfte sportlich bis unmöglich werden. Zumindest im Winter.

Ab in den Süden: Die Wasserfälle entlang der Küste erkunden

Zu guter letzt solltest du bei deinem Winterabenteuer in Island die Südküste der kleinen Insel erkunden. Dies bietet sich entweder ebenfalls als Tagesausflug aus der isländischen Hauptstadt an oder du nutzt die Chance und startest deinen kleinen Winter Roadtrip.

Wenn du dich von Reykjavík in Richtung Osten fährst, kommst du unweigerlich an den den bekannten Wasserfälle Seljalandsfoss und Skógafoss vorbei. Hier solltest du unbedingt auch die jeweils „kleinen Geschwister“ (Gljúfrabúi & Kvernufoss) besuchen, ehe du deinen Fahrt bis nach Vík fortsetzt. Kurz bevor du Vík erreichst, lohnt es sich die Aussicht am Kap Dyrhólaey zu genießen. Anschließend wartet unser Highlight der Region auf dich: der wunderschöne, schwarzen Strand Reynisfjara direkt in Vík.

Aber Vorsicht: Mit der Strömung und den Wellen hier ist nicht zu spaßen. Halte immer genügend Abstand vom Wasser!

Anschließend kannst du noch ein wenig Vík erkunden, solltest du tatsächlich hier dein Nachtlager aufschlagen(*). Andernfalls wird es nun vermutlich Zeit dich auf den Rückweg nach Reykjavík zu machen.

Geführte Tour zu den Wasserfällen im Süden: Schau mal hier vorbei!(*)

Zusammenfassung: Macht eine Reise nach Island im Winter Sinn?

Wir glauben, diese Frage haben wir in diesem Artikel nun mehr als einmal beantwortet. Ja, ja, ja…aus unserer Sicht ist eine Reise nach Island im Winter ein unvergessliches Erlebnis. Wir haben uns in unserer Zeit im Winter dort noch einmal mehr in die Insel verliebt. Wichtig ist allerdings, dass du weißt worauf du dich einlässt und – wir können es bald selbst nicht mehr hören – Flexibilität mitbringst.

Außerdem musst du dir klar machen, dass du deinen gesamten Aufenthalt über bestes isländisches Winterwetter mit strahlendem Sonnenschein haben kannst. Oder eben in 90% deiner Zeit auf der Insel ein Schneesturm tobt und du deine Unterkunft nicht einmal verlassen hast. Beide Szenarien sind unwahrscheinlich und, wie fast immer, liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Trotzdem sind die Abenteuer, die du erleben kannst und die Schönheit, die es zu bewundern gibt, die Reise sowas von wert.

Wir hoffen auf jeden Fall, dass wir dir etwas von unserer Faszination für Island und den Winter dort näher bringen konnten und deine nächste Reise auf die kleine Insel im Nordatlantik führt.

Lust auf Island bekommen?

Unsere Reiseführer-Empfehlung: Hier entlang(*)
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Mehr Zeit in Reykjavík geplant? Unsere Highlights in der isländischen Hauptstadt!

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6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Britta sagt:

    Hey ihr zwei,
    Island im Winter steht bei mir noch auf der Todoliste – und eure Fotos machen große Lust, dass endlich auch in die Tat umzusetzen! Ich war bisher nur im Sommer da. Seither steht fest, dass ich unbedingt nochmal wiederkommen muss…
    Viele Grüße
    Britta

    1. Hallo Britta,

      unbedingt machen! 🙂 Island im Winter ist wirklich nochmal was ganz anderes.

      Viele Grüße,

      Nina

  2. Sabine sagt:

    Hallo Ihr beiden,
    was für ein toller und ausführlicher Bericht, der für mich genau zur richtigen Zeit kommt, denn ich reise im Februar mit meinem Mann nach Island.
    Ich werde ganz sicher viele Eurer Tipps mitnehmen und mir auf alle Fälle die Wärmesohlen zulegen ;-))
    Vielen Dank für die vielen Ratschläge – ich freue mich jetzt riesig auf Island im Winter!
    Liebe Grüße, Sabine

    1. Hallo Sabine,

      danke dir! Und dann wünschen wir euch schon einmal eine wunderbare Zeit in Island. Das wird sicher eine fantastische Reise! 🙂
      Und die Wärmesohlen können wirklich zum Lebensretter werden.

      Viele Grüße,

      Nina

  3. Unglaublich informativer Artikel und wundervolle Fotos! Island im Winter ist schon lang ein Herzenswunsch von mir, habe mich aber bisher noch nicht darübergetraut. Motiviert wäre ich jetzt aber dank euch! 🙂

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