The Fat Dog – Hot Dogs vom Sternekoch

Hot Dogs mag doch eigentlich jeder. Manch einer bevorzugt frisch geschmorte Zwiebeln, andere können saure Gurken auf den Tod nicht ausstehen. So weit, so gut! Doch für viele (die meisten) hört an dieser Stelle die Vielfalt, welche das bekannte Würstchen im Brötchen zu bieten hat, auch schon auf.

Nicht so in Amsterdam! (Und auch in Reykjavik – aber dazu zu einem späteren Zeitpunkt mehr!) Und natürlich auch nicht für uns. Denn was wäre dieser Blog, wenn wir euch nicht wie versprochen mit auf unsere kulinarischen Reisen nehmen würden? Langweilig. Sind wir aber nicht, deshalb dürft ihr ganz exklusiv mit.

Ganz neue Sphären kann man in diesem Zusammehang in Amsterdam erleben: Fans von Tim Mälzer oder kulinarisch besonders Interessierte kennen ihn eventuell bereits – „The Fat Dog“. Ron Blaauw erfindet den Hot Dog hier quasi neu. Und überzeugt (uns!) auf ganzer Linie.

Sorry, hier muss der Klugscheißer in mir kurz einhaken. Ron ist übrigens ein ehemaliger Sternekoch, der den ganzen Firlefanz satt hatte und sich nun dem widmet, was wirklich zählt. Richtig gutes Essen. Ganz einfache Dinge, nur eben weiterentwickelt und mit dem Anspruch, besser als das x-beliebige Restaurant um die Ecke zu sein. Witzigerweise ist „The Fat Dog“ genau das – ein Restuarant um die Ecke für jedermann. Nix also mit Chi-Chi oder Dresscode.

Doch aufgepasst: Fans der klassischen Variante könnten hier enttäuscht werden (…obwohl der Roy Donders mit einem simplen Bun plus Würtstchen hier zur Verfügung steht). Die Kombinationen sind ungewöhnlich, und – viel wichtiger – verdammt lecker!

Bei unserem Besuch an einem fantastischen Frühlingstag bestand die erste Herausforderung erst einmal darin, die zu verzehrenden Hot Dogs auszuwählen. Für einen Moment gab es tatsächlich die Überlegung, einfach alle 11 vorhandenen Varianten zu ordern. Bei einem Preis von 7,50€ pro Hot Dog, der bei der später festgestellten Qualität durchaus gerechtfertig ist, haben wir uns dann schwerden Herzens immerhin vier verschiedene Varianten bestellt.

In Bildern und Worten sah das ganze dann ungefähr so aus:

Gangs of New York

Speedy Gonzalez

Chinatown

Gado Gado Dog

Wir wollen wirklich nicht zu viel verraten, aber von Sauerkraut über Pulled Pork bis hin zu Chinakohl war hier alles dabei. Saté-Sauce und Koriander-Mayonaise haben uns ebenso wie karamellisierte Zwiebeln und hausgemachtes Sambal überzeugt. Es war einfach super lecker und besonders geil. Geil wars, das kann man ruhig so sagen! Aus meiner Sicht waren das die besten und kreativsten Hot Dogs, die ich bisher probiert habe. Kurze Anmerkung zum Preis: jedem, der sich angesichts frischer Zutaten, selbst gemachter Soßen, speziell kreierten Würstchen für jede Variante und einem Brot, dass ein Amsterdamer Bäcker extra fürs Fat Dog entwickelt hat, über 7,50€ beschwert, ist nicht mehr zu helfen. Punkt. Aus. Ende.

Ich gebe es außerdem zu: Wir wollten mehr! Doch ganz bewusst haben wir uns nach den vier genossenen Leckereien gegen eine weitere Bestellung entschieden. Wieso?

Na, damit wird wiederkommen können!

Unser Fazit: Ob Ron Blaauw seine zwei Sterne zurückgeben musste (mehr dazu unter anderem hier), um diese fantastischen Hot Dogs zu kreieren sei dahingestellt, aber wenn es der künstlerischen Freiheit und Entfaltung gedient hat, ist hier definitv alles richtig gelaufen.

Der Mann hat einfach alles richtig gemacht. Er ist glücklich, seinen Gästen schmeckts und der Laden brummt. Beim nächsten Mal testen wir dann „Ron’s Gastrobar“, für das das vormalige Sternerestaurant Platz machen musste.

Wenn ihr nun auch einer (oder zwei oder derei) der „Wurstbrötchen“ kosten wollt, macht euch bestenfalls direkt auf den Weg nach Amsterdam. Oder schaut euch für einen ersten Eindruck hier um.

P.S.: Reservieren könnt und müsst ihr hier nicht. Einfach vorbeischauen und genießen. Einen Besuch dort kann man übrigens super mit einem 20-30 minütigen Spaziergang aus dem direkten City Center bis hin zum „The Fat Dog“ verbinden.

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