Die ganze Wahrheit… – (N)Iceland, Teil I

…worüber? Tja, das würdet ihr wohl gerne wissen. Wir tun euch den Gefallen und stillen eure Neugier. Mit knallharten Fakten, schockierenden Geschichten und allem, was ihr schon Mal über uns und eines der großartigsten Länder wissen wolltet. Wenn nicht, macht nichts. Wir erzählen wir es euch trotzdem.

Ah ja, da bin ich aber mal gespannt. Gut, ich war dabei. Aber man hört ja immer wieder, dass man ein wenig verklärt auf die Vergangenheit blickt.

Die Story beginnt damit, dass wir beide (also Nina und ich und ich – ach ne, bin ja Nina) im Frühling/Sommer 2015 ganz unabhängig voneinander die total alltäglich Entscheidung getroffen haben, unser Auslandssemester in Island zu verbringen. Im Winter (Gut, dass wir im August hin sind). Ohne wirklich Ahnung zu haben, was uns dort erwarten sollte. Ich hatte meinen guten Kumpel und damaligen Kommilitonen Vale dabei, Nina hat sich aus dem Ruhrgebiet ganz alleine (= kein Feigling) diese spannende Reise begeben. Unser erstes Zusammentreffen: in der Welcome Week der Uni in der Schlange zur „Blauen Lagune“ (erster Tipp: spart euch das Geld! Wir haben viel bessere, günstigere und lässigere Spots für euch (–> wie wahr!). Die Kommunikation lief in etwa so ab:

Vale: „Na, wo kommst du her?“

Nina: „Gelsenkirchen.“

Malte: Lacht. Laut und ausgiebig.

Gegenfrage Nina: „Und ihr?“

Malte: „Delmenhorst. Mist.“

Nina: „Lacht. Lauter und ausgiebiger.“

Wer denkt, die Story wäre schon vorbei, der irrt gewaltig (Ja, weil das sich alle denken. Macht ja total Sinn, ob der Tatsache, dass es diesen Blog gibt). Der lustige Teil kommt erst noch. Natürlich war Frage Nummero zwei, was der jeweils andere studiert. Vales und meine Antwort darauf: „Chef“. Ich frage mich bis heute, warum sich Nina nicht einfach umgedreht hat, gegangen ist und nie wieder ein Wort mit uns gesprochen hat (Ich mich auch! Oft!). Auf der anderen Seite: gelogen war die Antwort nicht. Meine ich ernst. Bla, bla, bla. Wobei ich auch zugeben muss, dass ich in Island eine Auszeit von diesem anstrengenden Studium genommen habe. Der Aufwand für die Uni hat sich, formulieren wir es mal so, in Grenzen gehalten. Bei Nina auch. Auch wenn sie standhaft behauptet, mehr gemacht zu haben als ich. Alles Lügen und verzehrte Wahrheiten! Gut, würden wir nun die Stunden in der Uni aufrechnen, hätte ich gewonnen. Mit Abstand. Aber da ich noch viel größere Siege einfahre, belassen wir es dabei. Ein Bericht zur RU (Reykjavik University) kommt übrigens sicher auch noch.

Naja, genug davon, wie wir uns gegenseitig ausgelacht haben. Wir waren uns nämlich direkt sympathisch. Und weil dieser Blog ja den Anspruch hat, einen kulturellen und literarischen Mehrwert zu schaffen, kombinieren wir unsere weitere Story mit einem Klassiker, den wir von da an in jeder Stadt gemacht haben. Nina war nämlich zum Glück etwas organisierter als ich und hat sich Gedanken gemacht, wie wir Reykjavik besser kennenlernen können. Ich muss zugeben, dass ich neben der von ihr vorgeschlagenen Walking Tour (findet ihr übrigens hier und war richtig gut) den einen oder anderen Gedanken darauf verwandt habe, sie besser kennen zu lernen. Aber das erzählen wir ihr lieber nicht. Sonst ist sie sich nachher zu sicher, schon so früh Einfluss auf mich gehabt zu haben. Anki, falls du das liest: ich wusste nichts, wirklich! Die junge Dame habe ich nämlich auf dem Weg zur Tour aufgegabelt. Sie behauptet bis heute, unser erstes Date gecrasht zu haben.

Die Walking Tour selbst war jedenfalls super. Der Guide war cool drauf und beeindruckte mit vielen Insidertipps und Spots, die man nur abseits der (damals noch wenigen) Touri-Routen zu sehen bekommt. Wie der Anbieter hieß? Puh, da fragt ihr was…aber Nina weiß das bestimmt noch! Hab ich doch schon gesagt, siehe oben!

Das eigentliche Highlight gab es aber nach der Walking Tour. Einen echt isländischen Hotdog von Bæjarins Beztu Pylsur nämlich. Mit einem Würstchen aus Lamm und Schaf. Echt lecker die Dinger, dazu mit für Island annehmbaren 450 Kronen auch durchaus als kleiner Snack geeignet. Und berühmt sind sie auch, sogar Bill Clinton hat hier schon gespeist. Oh ja, den müsst ihr wirklich, wirklich probieren. Ist direkt in Downtown Reykjavik!

Und es gab noch ein Learning, das mich direkt zu einer neuen Kategorie bringt: den Island-Regeln. Wenn ihr die befolgt, kommt ihr lebend wieder nach Hause. Hier also Überlebenstipp Nummer 1.

Island-Regel Nr. 1: Der Isländer bezahlt mit Kreditkarte. Immer. Und überall. Vergesst also Bargeld. Nur für den Bus nicht! Kapiert?

So, fürs erste ist das genug über uns. Beim nächsten Mal gibts mehr über Reykjavik. Und dann auch über den Rest des Landes. Versprochen!

Wirklich versprochen. Es gibt einfach so, so viel zu berichten. Über Reykjavik, über Island, über das Leben dort. Wenn ihr besondere Wünsche habt, immer raus damit.

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