Hüttenwanderung – 3 Tage auf der Seiser Alm in Südtirol

Wir haben es wieder getan! Nachdem unsere erste Hüttenwanderung in den österreichischen Alpen „Rund um die Bischofsmütze“ ein voller Erfolg war, haben wir uns nur wenige Wochen später wieder aufgemacht, um ein neues Wanderabenteuer zu erleben. Dieses Mal hat es uns auf die Südtiroler Seiser Alm in den italienischen Dolomiten verschlagen. Spoiler: Es war großartig!

Warum es so großartig war? Weil wir uns in diesen Teil der italienischen Alpen verliebt haben. Wunderschöne Wanderstrecken und anspruchsvolle Gipfel in Kombination mit besonderen Hütten und sehr leckerem Essen haben es uns einfach angetan. Natürlich teilen wir alle unsere Tipps mit euch, damit ihr eine ebenso coole Tour wie wir planen könnt.

Anreisetipps für eine Hüttenwanderung auf der Seiser Alm in Südtirol

Wer das erste Mal eine Hüttenwanderung macht, der findet in unserem Artikel zu unserer ersten Tour (hier entlang) alle wichtigen Infos zu Packliste, DAV Mitglieschaft und anderen hilfreichen Tipps. Unsere größte Erkenntnis der Vorbereitung unseres Trips war, dass man die Vignette für die österreichischen Autobahnen sowie die Brennerautobahn mittlerweile mit Kennzeichenangabe online bei der ASFINAG kaufen kann. Eine physische Vignette benötigt man dann nicht mehr – hat übrigens super geklappt!

Tag 3 um die Bischofsmütze

Hüttenwanderung – in drei Tagen um die Bischofsmütze

Lust auf eine ganz neue Erfahrung? Dann begleitet uns auf unserer ersten Hüttenwanderung! Von Filzmoos aus sind wir drei Tage um die Bischofsmütze gewandert. An Tag 1 haben wir die Sulzenalmen besucht, einen Gipfel bestiegen und dann zur Hofpürgelhütte gewandert. Am zweiten Tag ging es dann über den Steiglpass nach Oberösterreich in Richtung Gosausee und Gablonzer Hütte. Am dritten Tag folgt dann der Weg zurück nach Filzmoos über die Stuhlalm, die Sulzkaralm und die Auslam/Kirchgasshütte.

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Bei der Anreise zur Hüttenwanderung auf der Seiser Alm bietet sich ein Stopp in Bozen an

Wie immer haben wir unsere Reise früh morgens begonnen, um etwaigen Staus aus dem Weg zu gehen. Das hat dank der Anreise an einem Mittwoch so gut geklappt, dass wir schon zur Mittagszeit die italienische Grenze überquert haben. Mit viel freier Zeit im Gepäck haben wir uns spontan entschieden, nicht direkt zu unserem Hotel in Völs am Schlern zu fahren, sondern einen kleinen Umweg über Bozen einzulegen.

Bozen begeistert mit italienischer Lebensart und der Gemütlichkeit der Berge

Dieser Stopp hat sich definitiv gelohnt, denn Bozen ist eine super schöne Kleinstadt mit der bestmöglichen Kombination aus italienischem Lifestyle und Gemütlichkeit der Berge. Wir haben uns – nachdem wir wegen unserer auf dem Dach transportierten Räder etwas länger nach einem Parkplatz gesucht haben – einfach durch die Altstadt treiben lassen und das Flair genossen. Am zentral gelegenen Markt haben wir dann noch mit bestem Blick auf den Trubel ein Getränk in einer lokalen Brauerei und das aufkommende Urlaubsfeeling genossen.

Vor der Hüttenwanderung auf der Seiser Alm sollte man eine Übernachtung einplanen

Wie meistens bei einer Hüttentour emfpiehlt es sich, schon einen Tag vorher anzureisen und eine Übernachtung einzuplanen. Wir haben uns dazu den Gasthof zum Schlern in Völs am Schlern ausgesucht, der nur wenige Autominuten entfernt vom Start der Hüttenwanderung auf der Seiser Alm an der Seiser Alm Bahn liegt. Uns hat der gemütliche, aber ein wenig in die Jahre gekommene Gasthof, sehr gut gefallen. Besonders cool ist, dass man sich bei gebuchter Halbpension Abends einfach Gerichte aus der á la Carte Auswahl aussuchen darf. Das Frühstück, welches am Tisch serviert wurde, war übrigens besonders liebevoll zusammengestellt und sehr lecker.

Zusammenfassung Anreisetipps Hüttenwanderung Seiser Alm

Übernachtung: Gasthof zum Schlern
Autobahnmaut Österreich: ASFINAG
Parken in Bozen: Parkplatz Mareccio
Restaurants/Cafés in Bozen: Hopfen & Co.

Hüttenwanderung Seiser Alm Tag 1: Von Compatsch auf die Plattkofelhütte

Nach einer guten Nachtruhe und dem oben erwähnten leckeren Frühstück haben wir uns früh morgens aufgemacht, um auf unsere Hüttenwanderung rund um die Seiser Alm zu starten. Unser Auto haben wir am Parkplatz der Seiser Alm Bahn kostenlos abgestellt und uns fix zwei Tickets für die Gondel nach Compatsch gekauft (Kosten 19 EUR; ein Ticket für Hin- und Rückfahrt macht Sinn, da man die Rückfahrt an einem beliebigen Tag einlösen kann).

Von Compatsch hat man einen herrlichen Blick auf die Seiser Alm und die Dolomiten

Oben angekommen erlebt man erstmal einen echten „Wow-Moment“. Die Seiser Alm ist nämlich Europas größte Hochalm, die unter den majestätischen Rosszähnen liegt. Mit 56 km² ist die Fläche der Almebene wirklich riesig und liegt zwischen ca. 1700 und 2350 über dem Meeresspiegel. Für uns war das Erlebnis wirklich beeindruckend, da wir vorher noch nie eine Almhöhe dieses Ausmaßes gesehen hatten. Malte war zwar schon Mal im Winter zum Ski fahren auf der Seiser Alm, hatte die Dimension aufgrund des vielen Schnees aber nicht mehr im Kopf.

Von Compatsch aus startet man entspannt in die Hüttenwanderung auf der Seiser Alm

Nachdem der erste Blick genossen und die ersten Fotos gemacht waren, hieß es, endlich die Rucksäcke aufzuschnallen und in die Hüttenwanderung zu starten. Vom touristischen Compatsch führt der Weg auf den ersten Kilometern sehr entspannt und ohne viele Höhenmeter durch einige Wiesen und Waldstücke bis nach Saltria. Dabei kreuzt man immer mal wieder die Straße, auf der man sich auch mit einem Linienbus chauffieren lassen kann. Diese Möglichkeit haben wir natürlich nicht genutzt und hatten in Saltria somit schon die ersten 5km hinter uns.

Am Skilift Florian wartet der erste Anstieg des Tages in den Dolomiten

Wer ganz Fußfaul ist, kann von Saltria aus den Skilift Florian nehmen und mit diesem gut 400 Höhenmeter „sparen“. Auch diese Möglichkeit haben wir selbstverständlich ausgeschlagen und sind stattdessen entlang der Skipiste den steilen Weg bergauf gewandert. Hier lohnt es sich, den Blick immer wieder nach hinten schweifen zu lassen, um so eine erste Ahnung zu erlangen, wie schön die Seiser Alm von oben aussieht. Kurz vor der Bergstation des Liftes hält man sich links und kommt somit nicht an der Williamshütte vorbei, dafür gelangt man für eine erste Pause aber zur Zallinger Hütte.

Auf dieser super schönen Hütte, die auch Chalets und Zimmer anbietet, haben wir in der Sonne ein Getränk genossen und uns mit Blick auf die sehr ansprechende Karte etwas geärgert, dass wir noch keinen Hunger hatten.

Nach einer Pause wartet der Aufstieg zum Ziel des ersten Tages der Hüttenwanderung, der Plattkofelhütte

Nach dieser kleinen Erfrischung stand die nächste Herausforderung, der Aufstieg zur Plattkofelhütte, auf dem Programm. Dazu gibt es kurz nach der Zallinger Hütte zwei Möglichkeiten: Entweder man wandert den längeren und weniger steilen Weg über die Murmeltierhütte oder man macht es wie wir und nimmt den direkten Weg. Dieser ist zwar schneller, dafür aber auch deutlich anstrengender. Da es sowohl in der Plattkofelhütte als auch auf der Sonnenterrasse wahnsinnig voll war (wir haben selten so einen Trubel auf einer Hütte erlebt), haben wir uns auf der Wiese in die Sonne gesetzt und eine kleine Pause eingelegt. Diese konnten wir nach 800 Höhenmetern auch gut gebrauchen, stand uns die größte Herausforderung des Tages doch noch bevor.

Der Aufstieg auf den Plattkofel ist eine echte Herausforderung

Wir hatten uns nämlich vorgenommen, nicht direkt auf der Hütte einzuchecken, sondern den Nachmittag dazu zu nutzen, den Plattkofel zu besteigen. Von der Plattkofelhütte nimmt man dazu einen ca. 2,5 km langen Weg, auf dem man 650 Höhenmeter überwindet und der nur für erfahrene Wanderer zu empfehlen ist. Losgehen sollte man dafür um spätestens 14 Uhr, da die ganze Tour insgesamt ca. 3,5 Stunden dauert. Wir durften unser Gepäck (bis auf Wasser und Proviant) im Schuhraum der Plattkofelhütte abstellen und mussten daher deutlich weniger Gewicht auf den Gipfel schleppen.

Der Weg auf den Plattkofel erfordert Kondition und Trittsicherheit

Los geht der Pfad direkt an der Plattkofelhütte und führt einen über ein paar Wiesen, ehe man auf einen gerölligen Bergpfad wechselt. Dieser geht steil nach oben und hat uns nach einen auch vorher nicht wenig anstrengenden Tag doch herausgefordert. Auf den letzten Metern muss man dann die Hände etwas zu Hilfe nehmen, ehe man am Gipfel – der auch Ziel des Oskar-Schuster-Klettersteigs ist – auf 2969 Metern ankommt und den Lohn für die Anstrengung einfährt. Der Blick ist wirklich atemberaubend, man schaut über die gesamte Seiser Alm und kann sich kaum satt sehen.

Auf der Plattkofelhütte warten eine heiße Dusche und leckeres Essen

Nach dem Abstieg, den man deutlich schneller als den Aufstieg bewältigen kann, haben wir auf der Plattkofelhütte eingecheckt, auf der es am Abend dann auch deutlich leerer war. Diese sehr moderne und gleichzeitig gemütliche Hütte ist privat geführt, daher gibt es keinen DAV Rabatt. Dafür bekommt man aber neben modernen Bädern, die für Berghüttenstandard echter Luxus sind, mit kostenlosen Duschen. Außerdem finden wir ein Matratzenlager vor, welches nicht mehr viel mit dem eigentlichen Verständnis davon zu tun hat: In den modernen Zimmern schlafen maximal 8 Personen auf gemütlichen Doppelbetten. Zudem erwartet einen ein ausgezeichnetes Abendessen, bei dem im Rahmen der Halbpension zwischen verschiedenen Vorspeisen und Hauptgängen gewählt werden konnte, während Salat und Dessert vom Buffet kamen. Uns hat es super lecker geschmeckt und wir sind abends mit gut gefüllten Bäuchen sehr zufrieden ins Bett gefallen.

Wanderübersicht Hüttenwanderung Seiser Alm Tag 1

Startpunkt: Bergstation der Seiser Alm Bahn in Compatsch
Ziel: Plattkofelhütte
Länge: ca. 15km
Höhenmeter: ca. 1400 HM
Dauer: ca. 4,5 Stunden reine Wanderzeit, wir haben insgesamt fast 8 Stunden gebraucht
Schwierigkeit: mittel, mit Plattkofelbesteigung eher schwer; Wanderschuhe und alpine Erfahrung sind ein Muss
Wetter: Trockenes Wetter wäre gut, bei Regen könnten einige Stellen sehr rutschig werden
Highlights: Blicke auf Europas größte Hochalm, Besteigung des Plattkofels, Luxuriöse Plattkofelhütte genießen
Verpflegungsmöglichkeiten: Radauer Schwaige, Saltner Schwaige, Williamshütte, Zallinger Hütte, Murmeltierhütte, Plattkofelhütte
Streckeninfos/GPX für euer Smart Device: gibt es hier

Hüttenwanderung Seiser Alm Tag 2: Von der Plattkofelhütte zum Schlernhaus

Nach einer entspannten Nacht sind wir schon vor sieben Uhr aufgestanden, um uns mit einem reichhaltigen Frühstück zu stärken und dann vor den meisten anderen Wanderern in den neuen Tag an der Seiser Alm zu starten. Etwas überrascht waren wir Ende August von den recht kühlen Temperaturen, die im deutlich einstelligen Bereich lagen. Nächstes Mal werden wir besser gewappnet sein und Handschuhe dabei haben.

Entlang des Berggrats startet man in den zweiten Tag der Hüttenwanderung auf der Seiser Alm

Mit dem schönen Gefühl im Gepäck, den Berg für sich alleine zu haben, wandert man an Tag 2 die ersten Kilometer auf dem Berggrat, ohne dabei größere Steigungen zu überwinden. Wir hatten dafür eine Erlebnis mit uns feindlich gesinnten Kühen, die den Weg partout nicht freigeben wollten. In solchen Situationen heißt es, ruhig zu bleiben und einfach abzuwarten. Die Tiere zu erschrecken ist keine gute Idee, da es erstens Tierquälerei ist und man zweitens die normalerweise sehr friedlichen Zeitgenossen sehr böse und aggressiv machen kann. Nach 10 Minuten haben sich unsere gehörnten Freunde dann auch schließlich erbarmt, uns durchzulassen.

Über einen Forstweg wandert man zur Tierser Alpl Hütte

Bereits hier ergeben sich viele sehr schöne und abwechslungsreiche Ausblicke, die ein schöner Kontrast zum ersten Tag sind. Nach ca- 4-5 km wartet der erste Anstieg des Tages, der einen über eine Forststraße hoch zur Tierser Alpl bringt. Auf dieser Strecke kann man auf den gerölligen Wiesen das eine oder andere Murmeltier beobachten, was unsere ohnehin schon gute Laune nochmal verbessert hat. An der Tierser Alpl haben wir uns in der Sonne mit einer heißen Schoki gestärkt und den Ausblick auf die Rosszähne genossen. Übrigens: Auf der Tierser Alpl kann man ebenfalls schlafen und von dort aus den Maximilian Klettersteig begehen.

Nach einem längeren Anstieg kommt das Schlernhaus als Ziel des zweiten Tages der Hüttenwanderung in Sicht

Nach diesem kleinen Boxenstopp geht es eine kurzes Stückchen flach an der Seite des Berges entlang, ehe man den zweiten größeren Anstieg des Tages in Angriff nimmt. Über steile Serpentinen und die eine oder andere Stelle, an der man die Hände zu Hilfe nehmen muss, wandert man in Richtung einer Hochebene, an deren Ende man das Schlernhaus als Tagesziel schon in der Ferne sehen kann. Auf dieser Hochebene hat man links und rechts sehr schöne Ausblicke und nähert sich relativ fix dem Schlernhaus, das über einen letzten Anstieg mit ca. 100 Höhenmetern erreicht wird.

Vom Schlernhaus lohnt sich ein Aufstieg auf den Petz

An der vom Club Alpino Italiano, dem italienischen Pendant des DAV, betriebenen Hütte, die auch das Schloss in den Bergen genannt wird, angekommen, haben wir uns drinnen aufgewärmt und eine sehr leckere Jause genossen. Danach waren wir bereit, in ca. 20 Minuten auf den, direkt vor der Hütte gelegnen, Petz aufzusteigen. Dieser kurze und sehr gut machbare Aufstieg (kein Vergleich zum Plattkofel) lohnt sich, denn vom Gipfelkreuz überblickt man die gesamter Seiser Alm sowie auf der anderen Seite bis nach Bozen.

Nach dem Abstieg und einer heißen Dusche, für die man Marken kaufen muss und die erst kürzliche installiert wurde, haben wir abends á la Carte geschlemmt und sind danach in die mit echten Decken ausgestatteten Betten unseres Zweierzimmers gefallen. Malte war übrigens so hungrig, dass er, trotz ausreichend großer Portionen, neben einem Hauptgericht auch noch eine Käseplatte sowie einen Teil von Ninas Kaiserschmarrn verdrückt hat.

Wanderübersicht Hüttenwanderung Seiser Alm Tag 2

Startpunkt: Plattkofelhütte
Ziel: Schlernhaus
Länge: ca. 14km
Höhenmeter: ca. 800 HM
Dauer: ca. 4,25 Stunden reine Wanderzeit, wir haben insgesamt knapp 7 Stunden gebraucht
Schwierigkeit: mittel; Wanderschuhe und alpine Erfahrung sind ein Muss
Wetter: Trockenes Wetter wäre gut, bei Regen könnten einige Stellen sehr rutschig werden
Highlights: Früh morgens den Berg alleine genießen, Ausblicke auf die Rosszähne, Einkehr an der Tierser Alpl, Ausblick vom Petz bis nach Bozen
Verpflegungsmöglichkeiten: Tierser Alpl
Streckeninfos/GPX für euer Smart Device: gibt es hier

Hüttenwanderung Seiser Alm Tag 3: Vom Schlernhaus zurück nach Compatsch

Nach einer sehr entspannten Nacht im Doppelzimmer haben wir morgens das leckere Frühstück des Schlernhauses vom Buffet genossen, ehe es bei Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt hieß, die Rucksäcke aufzusetzen und in den dritten Tag der Wanderung auf der Seiser Alm zu starten.

Über den Touristensteig wandert man vom Schlernhaus in Richtung Compatsch

Weg unserer Wahl war dabei der sogenannte Touristensteig, da dieser Weg der meistgenutzte zum Schlernhaus ist. Der Abstieg auf den ersten Kilometern des Wanderweges, den wir wegen der frühen Uhrzeit so gut wie alleine für uns hatten, ist relativ steil und windet sich in treppenartigen Serpentinen nach unten. Wir waren sehr froh, die Hüttenwanderung nicht anders herum gegangen zu sein, da wir beide keine Freunde von treppenartigen Anstiegen sind. Alles richtig gemacht also!

Die Ausblicke beim Abstieg waren übrigens ein echtes Highlight, da man sowohl auf die gesamte Seiser Alm blicken konnte, als auch im Rücken den Schlern und die Rosszähne bewundern konnte.

Nach dem Abstieg warten auf der Seiser Alm mehrere Einkehrmöglichkeiten

Hat man den Abstieg geschafft, warten nach nur wenigen Metern gleich zwei Einkehrmöglichkeiten: Die Saltner Hütte sowie die Gstatsch Schwaige. Wir haben uns für die Zweite entschieden, in der nun durchaus wärmenden Sonne eine Schorle getrunken und uns daran erfreut, dass immer mehr Wanderer in Richtung Schlernhaus an uns vorbeigezogen sind.

Über das Hochplateau der Seiser Alm geht es zurück nach Compatsch

Wer gedacht hatte, dass mit dem Abstieg die Anstrengung vorbei war, der lag allerdings falsch. Nach den beiden Hütten wartete ein letzter Anstieg zur Laurinhütte, der zwar anstrengend, aber zum Glück nicht allzu lang ist. Von der Laurinhütte aus, auf der man ebenfalls einkehren kann, geht es dann mit Blick auf den Plattkofel und die Plattkofelhütte über die Hochebene am Panorama Hotel vorbei zurück nach Compatsch.

Bei den durchaus hohen Aufkommen an Tagestouristen und Mountainbikern (meistens mit E) waren wir ein kleines bisschen stolz auf uns, wieder drei Tage mit durchaus anspruchsvollen Passagen unterwegs gewesen zu sein. Auf den letzten 2km, die auf einer asphaltierten Straße zurück zur Seiser Alm Bahn führen, hatten wir genug Zeit, über diese Erlebnisse zu sinnieren und festzustellen, dass uns die Seiser Alm wirklich begeistert hat. Mit diesem Gedanken im Gepäck sind wir schon vor 12 Uhr wieder in Compatsch angekommen Und mit der Bahn zurück ins Tal gefahren.

Von unserer Hüttenwanderung auf der Seiser Alm sind wir an den Gardasee weitergereist

Als Abschluss unserer Tour haben wir uns auf der Terrasse des sehr zu empfehlenden Restaurants Binderstube in Völs am Schlern dann noch ein Mittagessen gegönnt, ehe die Weiterreise an den Gardasee anstand. Diese Kombination aus Wandern in den Dolomiten und einem angehängten Urlaub am Gardasee können wir übrigens sehr empfehlen. Ein paar Tipps dazu haben wir in den unten verlinkten Artikeln für euch zusammengestellt.

Osteria La Contrada, Riva Del Garda

Genuss pur am Gardasee – unsere Restauranttipps

Italien und gutes Essen sowie Dolce Vita, das gehört einfach zusammen. Wir haben eine Woche am Gardasee verbracht und haben für euch die besten Restaurants getestet. Herausgekommen ist dabei unser ultimativer Foodguide, der der Begleiter für jeden Trip an den Gardasee sein sollte.

Artikel lesen

Wanderübersicht Hüttenwanderung Seiser Alm Tag 3

Startpunkt: Schlernhaus
Ziel: Compatsch
Länge: ca. 10km
Höhenmeter: ca. 250 HM
Dauer: ca. 2,5 Stunden reine Wanderzeit, wir haben insgesamt gut 3 Stunden gebraucht
Schwierigkeit: mittel; Wanderschuhe und alpine Erfahrung sind ein Muss
Wetter: Trockenes Wetter wäre gut, bei Regen könnten einige Stellen sehr rutschig werden
Highlights: Früh morgens den Berg alleine genießen, Ausblicke auf den Schlern und die Rosszähne, Blicke über das Hochplateau der Seiser Alm
Verpflegungsmöglichkeiten: Saltner Hütte, Gstatsch Schwaige, Laurinhütte, Panorama Hotel, Gastronomie in Compatsch, Resturant Binderstube
Streckeninfos/GPX für euer Smart Device: gibt es hier

Fazit zur Hüttenwanderung auf der Seiser Alm

Unser Fazit zur Hüttenwanderung auf der Seiser Alm? Es war hervorragend und absolut empfehlenswert! Wer nach abwechslungsreicher Natur, herausfordernden Anstiegen und Gipfeln sowie leckerem Essen und Getränken sucht, der ist auf der Seiser Alm genau richtig. Wir hätten noch viele weitere Tage dort verbringen und uns mit Klettersteigen und weiteren Wanderungen beschäftigen können. Aus unserer Sicht lohnt sich die Reise nach Italien in jedem Fall – Nachwandern dringend empfohlen!

Weitere tolle Wanderabentuer bei Kommrum Reisen

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Travelsanne sagt:

    Ihr macht mir solche Lust auf Südtirol! Die Seiser Alm steht schon ewig auf meiner Wunschliste- ich war zuletzt als Teenie dort…..
    Danke für die tollen Bilder und Wandertipps.
    Liebe Grüße von Sanne

    Gefällt 1 Person

    1. Unbedingt machen! 🙂 Wir fanden es wirklich so, so toll!

      Liebe Grüße,

      Nina & Malte

      Gefällt mir

  2. Sandra sagt:

    Liebe Nina und lieber Malte,

    wow – was für ein umfangreicher Wanderbericht – der macht richtig Lust – Danke dafür!

    Ich kann förmlich riechen, fühlen und schmecken – wie es dort für Euch in Südtirol war. Die Seiser Alm kenne ich nur vom Ski fahren – auch ein tolles Erlebnis. Und die Online-Vignette fand ich mega und hat auch bei uns super funktioniert.

    Liebe Grüße aus Potsdam
    Sandra

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Sandra,

      danke für dein tolles Feeback – genau das wollen wir mit unseren Berichten erreichen! 🙂

      Ski fahren war nur Malte in jungen Jahren schon einmal auf der Seiser Alm, aber das werden wir sicher auch nochmal machen! 🙂

      Liebe Grüße aus Bonn nach Potsdam!

      Gefällt mir

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