Rheinsteig Etappe 3 – Wanderung von Bad Honnef nach Linz

Wie wir euch bereits berichtet hatten, sind wie es im letzten Jahr Anfang November endlich angegangen. Was genau? Wir sind unsere ersten beiden Etappen auf dem Rheinsteig gewandert (Link zu unserem ersten Artikel hier). Wir wohnen jetzt schon echt lange in Bonn und haben dabei die Strecken des Rheinsteigs immer wieder gequert oder sind ihnen sogar teilweise gefolgt – eine ganze Etappe sind wir aber nie gewandert.

Um das zu verwirklichen, mussten wir erst Ninas Mama ein Wochenende auf dem Rheinsteig schenken. Und nun waren wir da und bereit unsere zweite Etappe auf dem bekannten Fernwanderweg, der übrigens in Bonn startet, zu meistern.

Wir haben uns für unseren ersten Ausflug auf den Rheinsteig entschieden, die Etappen 2 (Königswinter nach Bad Honnef) und 3 (Bad Honnef nach Linz) zu erwandern. Wie der Name dieses Artikels schon sagt, wollen wir euch hier mit auf den Streckenabschnitt der dritten Etappe zwischen Bad Honnef und Linz nehmen.

Start in die dritte Etappe des Rheinsteigs ist in Bad Honnef an der Jugendherberge

Wie wir euch im letzten Artikel schon verraten haben, haben wir nach der Etappe 2 des Rheinsteigs in Bad Honnef genächtigt. Nachdem wir am zweiten Tag unseres Wanderabenteuers im Hotel gut gefrühstückt hatten, ging es direkt wieder hinein in die Wanderschuhe. Der Weg führte uns kurz durch den Ortskern von Bad Honnef, den wir dann hinter uns liegen gelassen haben und uns in Richtung der Jugendherberge aufgemacht haben. Dort findet man dann direkt die bekannten Wanderschilder wieder und begibt sich zurück auf den Rheinsteig. Am zweiten Tag ist das schon fast wie nach Hause kommen, oder?

Durch das Mucherwiesental geht es auf der dritten Etappe des Rheinsteigs zum Auge Gottes

Da Bad Honnef im Tal an den Ausläufern des Siebengebirges liegt, geht es natürlich erstmal ordentlich bergauf. Der Anstieg durch das Mucherwiesental ist aber gut machbar und belohnt den fleißigen Wanderer immer wieder mit schönen Blicken auf den Rhein und Bad Honnef. Die Wanderstrecke schlängelt sich – hat man die Höhe einmal überwunden – relativ entspannt durch Wälder und Wiesen. Der erste markante Wegpunkt, den man nach einem langgezogenen Anstieg erreicht, ist das sogenannte Auge Gottes. Die Tafel erinnert mit dem Spruch „Ein Auge ist, was alles sieht, auch was in dunkler Nacht geschieht“ daran, dass die Waldbesitzter früher wohl häufiger mit Holzdiebstahl zu kämpfen hatten und so die Gauner abschrecken wollten. Ob das funktioniert hat, ist uns leider nicht überliefert.

Durch das Breitbachtal führt die Wanderung auf dem Rheinsteig bis nach Orsberg

Von der Tafel mit dem Auge Gottes wandert man stetig abwärts ins Breitbachtal. Dabei kommt man an den Resten einer ehemaligen Rakentenabschussrampe vorbei, die nie abgebaut wurde. Zudem passiert man ein großes Kreuz, dass an die vielen Bergleute erinnert, die beim Schürfen von Erzen in der Gegend umgekommen sind.

Hat man die Talsenke erreicht, geht es abermals bergauf in Richtung des Aussichtspunktes Marienberg. Kurz hinter dem ehemaligen Schullandheim erreicht man ein Hochplateau, von dem aus man einen phantastischen Blick auf den Rhein hat. Leider war das Wetter am zweiten Tag unserer Wanderung nur bewölkt, der Ausblick war aber trotzdem super. Und bei Sonne kommen wir dann einfach nochmal wieder.

Der Aussichtspunkt Erpeler Ley bietet sich hervorragend für eine Pause an

Hat man sich vom Ausblick auf dem Hochplateau losgerissen, wartet ein letzter Anstieg zum eigentlichen Highlight dieser dritten Etappe des Rheinsteigs. Vom kleinen Örtchen Orsberg aus wandert man zur Erpeler Ley, an der ein großes Holukreuz and die Opfer des Kampfes um die Ludendorff-Brücke zwischen Remagen und Erpel erinnert. Praktisch: An der Erpeler Ley gibt es eine Ausflugsgastronomie, in der wir uns mit einem Heißgetränk sowie einer frischen Waffel gestärkt haben. Zudem kann man bei gutem Wetter bis weit ins Ahrtal hinein sehen und den Ausblick genießen.

Von der Erpeler Ley geht es zum Ziel nach Linz

Gut gestärkt kann es dann von der Erpeler Ley aus auf die finalen Meter bis nach Linz, das mit seiner historischen Altstadt zum schlendern einlädt, gehen. Wir müssen zugeben, dass wir die Strecke etwas abgekürzt haben und von der Erpeler Ley über den Waldweg direkt nach Erpel abgestiegen sind. Von dort (oder natürlich auch von Linz) kann man dann ganz entspannt mit der Bahn zurück nach Bonn fahren.

Die zweite und dritte Etappe des Rheinsteigs eignen sich bestens für ein Wanderwochenende

Unser Fazit zum Rheinsteig: Auf jeden Fall machen! Uns hat es so gut gefallen, dass wir in naher Zukunft auch die anderen Etappen des Rheinsteigs bis Koblenz erwandern wollen. Uns hat besonders gut gefallen, dass es einen guten Mix aus entspannteren und anspruchsvolleren Passagen gibt, die sich immer wieder abwechseln. Die Blick auf den Rhein und bis ins Ahrtal sind gerade bei gutem Wetter immer wieder ein Highlight, sodass einem beim Wandern auf keinen Fall langweilig wird.

Wanderübersicht Rheinsteig Etappe 3 – Bad Honnef nach Linz

Startpunkt: Jugendherberge Bad Honnef
Länge: ca. 18km
Höhenmeter: ca. 520 HM
Dauer: ca. 6 Stunden mit Pausen
Schwierigkeit: mittel; festes Schuhwerk empfehlenswert
Wetter: Trockenes Wetter empfehlenswert, aber Wanderung ist auch bei Regen machbar
Highlights: Auge Gottes, Marienberg, Erpeler Ley
Verpflegungsmöglichkeiten: Ausflugslokal Erpeler Ley
Übernachtung in Bad Honnef: Seminaris Bad Honnef
Wanderinfos: auf der Rheinsteig Homepage
Streckeninfos/GPX für euer Smart Device: leider noch nicht vorhanden

Weitere tolle Wanderungen rund um Bonn bei Kommrum Reisen

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