Rheinsteig Etappe 2 – Wanderung von Königswinter nach Bad Honnef

Bereits im letzten Jahr Anfang November sind wir es endlich angegangen. Was genau? Wir sind unsere ersten beiden Etappen auf dem Rheinsteig gewandert. Wir wohnen jetzt schon echt lange in Bonn und haben dabei die Strecken des Rheinsteigs immer wieder gequert oder sind ihnen sogar teilweise gefolgt – eine ganze Etappe sind wir aber nie gewandert.

Um das zu verwirklichen, mussten wir tatsächlich erst Ninas Mama (an dieser Stelle Grüße an Muddi und Anna, unsere Mitstreiter auf dem Rheinsteig) ein Wochenende auf dem Rheinsteig schenken. Und nun waren wir da und bereit unsere ersten beiden Etappen auf dem bekannten Fernwanderweg, der übrigens in Bonn startet, zu meistern.

Wir haben uns für unseren ersten Ausflug auf den Rheinsteig entschieden, die Etappen 2 (Königswinter nach Bad Honnef) und 3 (Bad Honnef nach Linz) zu erwandern. Wie der Name dieses Artikels schon sagt, wollen wir euch hier mit auf den Streckenabschnitt der zweiten Etappe zwischen Königswinter und Bad Honnef nehmen.

Um die zweite Etappe des Rheinsteigs zu bezwingen, müssen fleißige Wanderer nach Königswinter

Start der Wanderung für die zweite Etappe des Rheinsteigs ist in Königswinter. Mit der Straßenbahn 66, die praktischerweise quasi direkt vor unserer Haustür hält, haben wir uns also an einem überdurchschnittlich sonnigen Novembertag auf den Weg zum Startpunkt gemacht. Dazu mussten wir nach gut 25 Minuten Bahnfahrt aus Bonn die Bahn an der Haltestelle Königswinter Fähre wieder verlassen. Dort angekommen machen wir uns schnell auf den Weg durch den Stadtkern von Königswinter, um zum eigentlich Start der Wanderung zu gelangen: Der Talstation der Drachenfelsbahn. Hierbei handelt es sich nebenbei bemerkt schon um einen markierten Zuwege des Rheinsteigs (gelbe Markierungen), sodass die Orientierung nicht allzu schwer fiel.

Steiler Start in dem Rheinsteig auf der Etappe 2 von der Talstation der Drachenfelsbahn

Hier am Fuße des Drachenfels kann man sich nun entscheiden, wie groß die Ambitionen sind und wie ernst man seine Wanderung auf dem Rheinsteig nimmt. Denn die erste Entscheidung steht an: Bezwingt man den Anstieg hoch auf den Drachenfels und vorbei an Schloss Drachenburg zu Fuß oder mit der historischen Drachenfelsbahn?

Wir haben uns natürlich für den Fußweg entschieden und man merkt direkt, dass die Wanderung entlang der zweiten Etappe des Rheinsteigs (ab jetzt sind die Markierungen blau) knackig startet. Auf einer breiten, asphaltierten Straße geht es steil bergauf. Glücklicherweise kann man zwischendurch immer wieder kurze Blicke auf den Rhein erhaschen und wird so von der Aussicht das eine oder andere Mal abgelenkt. Außerdem kommt man nach kurzer Zeit bereits an zwei Einkehrmöglichkeiten vorbei. Diese ließen wir aber erstmal links liegen. Wir waren ja gerade erst gestartet. Kurz darauf sieht man, dass auch die Möglichkeit besteht, in einem Reptilienhaus vorbeizuschauen, aber auch das konnte uns an diesem Tag nicht vom (Wander-)Weg abbringen.

Schloss Drachenburg und der Drachenfels sind die ersten Highlights auf der Wanderung am Rheinsteig

Aufregend wird es dann, wenn sich das erste Mal Schloss Drachenburg vor einem auftürmt. Aber auch das imposante Gebäude bestaunen wir an diesem Tag nur von außen. Für alle, die hier aber eventuell einen Zwischenstopp einlegen und Schloss Drachenburg auch von Innen erkunden wollen, gibt es hier weitere Informationen.

Tipp: Besonders lohnt ein Besuch auf Schloss Drachenburg an den Adventswochenenden. Dann findet hier ein wunderschöner Weihnachtsmarkt in der einmaligen Kulisse statt.

Wir machten uns dann von dort auf das letzte Teilstück in Richtung Drachenfels. Nun wird aus dem asphaltierten Boden auch immer mehr Waldboden und wir konnten unser nächstes Etappenziel auf dem Rheinsteig schon langsam erblicken. Dann sind wir endlich oben angekommen: Unser erster „Gipfel“ auf der zweiten Etappe des Rheinsteigs war erreicht. Wir haben das Drachenfelsplateau erreicht. Dort trifft man dann auch wieder auf die Leute, welche sich unten für den „Aufstieg“ mit der Bahn entschieden hatten. Da wischt man sich doch gleich noch stolzer den Aufstiegsschweiß von der Stirn.

Kurz haben wir die Aussicht genossen und uns entschieden, beim gastronomischen Angebot vor Ort noch keine Erfrischung zu erstehen, u.a. auch da es auf dem Plateau mitunter doch etwas voll wird, wenn Wanderer und Bahnfahrer aufeinander treffen. Für uns musste also erstmal der eingepackte Proviant erhalten. Nach einer kurzen Stärkung erklommen wir dann schnell noch die allerletzten Meter hoch zum eigentlichen Drachenfels und waren abermals vom Ausblick begeistert.

Nach dem ersten tollen Ausblick auf dem Rheinsteig folgt der Abstieg in Richtung Rhöndorf

Nachdem der Ausblick dann wirklich ausführlich bewundert wurde und auch das letzte Erinnerungsfoto im Kasten ist, stand uns unser erster Abstieg der Wanderung bevor. Die zweite Etappe des Rheinsteigs führt nun durch den Wald hinunter nach Rhöndorf. Der Start vom Drachenfels-Plateau ist hier übrigens total offensichtlich und doch versteckt. In der Mauer, welche die Aussichtsplattform begrenzt, befindet sich ein Loch und eine dahinterliegende Treppe als Einstieg zum Abstieg.

Kurzer Wanderstopp am Ulandendenkmal auf dem Rheinsteig

Der Abstieg durch den Wald macht Spaß, ist aber weitestgehend unspetakulär. Kurz bevor man Rhöndorf dann erreicht, macht man einen Abstecher zum Ulanendenkmal (das Denkmal steht dort zu Gedenken an Soldaten, welche im Ersten Weltkrieg gefallen sind; mehr dazu hier). Am Denkmal angekommen haben wir noch einmal kurz in der Sonne verweilt. Anschließend führt einen die zweite Etappe des Rheinsteigs nicht weiter nach Rhöndorf hinein, sondern fordert einen direkt mit dem nächsten Anstieg heraus.

Die zweite Etapppe des Rheinsteigs führt zum Löwenbuger Hof

Recht lang gezogen wandert man nun wieder hauptsächlich durch den Wald. Auf der Strecke kam uns der eine oder andere Mountainbiker entgegen oder man wird von Trailrunnern überholt. Gerade Zweitere betrachten wir mit großen Respekt – die ganze Angelegenheit sieht wirklich schweißtreibend aus.

Da auch wir die ersten gut 10km des Tages und zwei Anstiege in den Beinen gemerkt haben, haben wir uns am Löwenburger Hof entschlossen, einzukehren und unsere verdiente Pause auf der schönen Terrasse des Gasthofes zu verbringen.

Anstieg zur Löwenburg sollte man am Rheinstteig definitiv mitnehmen

Frisch gestärkt haben wir dann auch das nächste Teilstück der Wanderung in Angriff genommen. Der Aufstieg zur Löwenburg ist auf der zweiten Etappe des Rheinsteiges als optional gekennzeichnet, aber hier haben hier nicht definitiv nicht zwei Mal überlegt. Wir kennen die Löwenburg schon von einer vorherigen Wanderung und wollten unsere Mitwanderern trotz des recht steilen, aber kurzen Aufstiegs den Ausblick von der Löwenburg auf den Rhein nicht vorenthalten. Obwohl es an diesem Samstag bei herrlichem Wetter an der alten Burgruine erwartungsgemäß relativ voll war, haben wir diese Entscheidung nicht bereut.

Letzter Abschnitt der zweiten Rheinsteig-Etappe nach Bad Honnef

Wir blieben aber trotzdem nicht allzu lange oben an der Löwenburg, da es doch immer voller wurde und starten auf den letzten Teilabschnitt unseres Tagespensums am Rheinsteig nach Bad Honnef.

Tipp: Für alle, die nur einen Wanderung zur Löwenburg machen wollen, haben wir hier von unserer Sonnenuntergangswanderung dorthin berichtet.

Zuerst muss man dazu die letzten Meter des vorherigen Anstiegs in umgekehrter Richtung zurücklegen, bevor es zurück zum Hauptweg des Rheinsteiges und hinab ins Ohbachtal geht. Anschließend kann man sich entscheiden, ob man auf dem Rheinsteig noch den Hemmerich, einen weiteren Gipfel des Siebengebirges, bezwingen will. Wir haben uns dagegen entschieden. Zum einen war es doch schon relativ spät und zum anderen wartete ja am nächsten Tag auch noch eine weitere Wanderung entlang des Rheinsteigs auf uns.

Der Hauptweg des Rheinsteig führt über das Mucherwiesental bis nach Bad Honnef

Wir sind also entlang des Hauptweges durch das Mucherwiesental bis zum Ortsrand von Bad Honnef gewandert, um hier auf einen Zuweg des Rheinsteigs (wieder gelbe Markierungen) zu wechseln, der uns bis in den Bad Honnefer Stadtkern geführt hat. Hier haben wir nach insgesamt 16,5km dann erschöpft, aber glücklich unser Zimmer im Hotel Seminaris bezogen. Das Hotel ist zweckmäßig eingerichtet, überraschte uns aber am nächsten Morgen mit einem guten Frühstücksbuffet, sodass wir gestärkt in unseren zweiten Tag auf dem Rheinsteig starten konnten.

Tipp: Für alle, die wie wir in Bad Honnef Übernachten, können wir euch wärmstens ein Abendessen in der Blauen Sau ans Herz legen. Die Burger und die Trüffelpommes waren ein Gedicht.

Wer nach der Wanderung lieber wieder den Heimweg in Richtung Königswinter (oder beispielsweise Bonn) antreten will, ist am Bahnhof von Bad Honnef genau Richtung und kann hier in regelmäßigen Abständen die Heimfahrt mit der Regionalbahn antreten.

Unser Fazit zur Wanderung der zweite Etappe auf dem Rheinsteig

Uns hat die Wanderung auf dem Rheinsteig zwischen Königswinter und Bad Honnef insgesamt sehr gut gefallen. Die beiden Anstiege zum Drachenfels und zur Löwenburg sind knackig, aber man wird umgehend mit tollen Aussichten belohnt. Die Einkehröglichkeiten auf dem Weg umsorgen müde werdende Wanderer perfekt. Die Etappe 2 des Rheinsteigs hat uns definitiv Lust auf mehr Wanderungen dort gemacht.

Wanderübersicht Rheinsteig Etappe 2 – Königswinter nach Bad Honnef

Startpunkt: Straßenbahnhaltestelle Königswinter Fähre
Länge: ca. 16,5km
Höhenmeter: ca. 440 HM
Dauer: ca. 4,5 Stunden mit Pausen
Schwierigkeit: mittel; festes Schuhwerk empfehlenswert
Wetter: Trockenes Wetter empfehlenswert, da kleinere Kletterstellen 
Highlights: Schloss Drachenburg, Drachenfels, Löwenburg
Verpflegungsmöglichkeiten: Wirtschaft am Drachenfels , Löwenburger Hof, Blaue Sau
Übernachtung in Bad Honnef: Seminaris Bad Honnef
Wanderinfos: auf der Rheinsteig Homepage
Streckeninfos/GPX für euer Smart Device: leider noch nicht vorhanden

Weitere tolle Wanderungen rund um Bonn bei Kommrum Reisen

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