Kleiner und großer Ölberg – auf den höchsten Gipfel im Siebengebirge

Heimspiel ist angesagt. Nachdem wir euch schon einige Wanderungen durch das wunderschöne Siebengebirge vorgestellt haben, ist es jetzt an der Zeit, euch mit auf den höchsten Gipfel der sieben Berge nahe Bonn zu nehmen. Eine entspannte, gut 10km lange Runde auf den großen Ölberg, der mit 460m über dem Rhein aufragt, stand an.

Start der Wanderung nahe Bonn ist in Königswinter

Los geht diese Wanderung, die sich von Bonn aus hervorragend in ca. 20 Minuten erreichen lässt, am Wanderparkplatz Margarethenhöhe in Königswinter. Dieser Parkplatz ist für viele Wanderungen durch das Siebengebirge, z.B. zur Löwenburg oder zum Drachenfels, bestens gelegen. Das Parken kostet für den ganzen Tag vertretbare 3 EUR, dabei kann man sogar mit EC Karte bezahlen. Sich die Gebühr zu „sparen“ lohnt nicht, da gewissenhaft kontrolliert wird und die Strafe mindestens 25 EUR kostet.

Da der Parkplatz kein Geheimtipp ist, kann es an sonnigen Tagen dazu kommen, dass es relativ voll wird.
Unser Tipp: Nicht nur auf dem kleinen Parkplatz rechts der Bundesstraße schauen, sondern auch den deutlich größeren Parkplatz auf der anderen Straßenseite nutzen (liegt etwas versteckt hinter/neben dem Biergarten Margarethenkreuz).

Bei der Wanderung durch das Siebengebirge ist man direkt in der Natur

Bei der Route, die wir für euch ausgesucht haben, wandert man vom Parkplatz Margarethenhöhe aus in Richtung des Verschönerungsverein Siebengebirge, der sich dafür einsetzt, die Natur und Denkmäler im Siebengebirge zu erhalten. Man lässt das Vereinsheim rechts liegen und biegt in den dichten Wald ab, sodass man glatt vergessen könnte, noch vor wenigen Minuten an einem belebten Parkplatz gewesen zu sein.

Am Rottbach entlang wandert man entspannt durch die Natur, bevor man im kleinen Örtchen Ittenbach die Bundesstraße kreuzt. Auf einem geschotterten und mit Radfahrern zu teilenden Feldweg geht es dann in Richtung Döttscheid.

Von Königswinter-Döttscheid geht die Wanderung durchs Siebengebirge Richtung Kleiner Ölberg

In diesem ebenfalls sehr malerischen Stadtteil von Königswinter wendet man sich wieder dem Siebengebirge, an dessen Rand man sich gerade befindet, zu. Der Weg führt einen direkt in Richtung des Kleinen Ölbergs, der nicht zu den sieben namensgebenden Bergen des Siebengerbirge gehört. Um die Spitze dieses Berges zu erreichen, kreuzt man den Ölbergundweg und biegt dann rechts auf einen kleinen Pfad ab. Die Aussicht von der Spitze ist zwar nicht mit der der anderen Gipfel im Siebengebirge zu vergleichen, dafür ist man aber meistens alleine und kann sich auf der aufgestellten Bank eine kleine Pause gönnen.

Vom Kleinen Ölberg geht es durch das Siebengebirge in Richtung Wasserfall

Hat man genug Kräfte gesammelt, um die Wanderung fortzusetzen, ist das nächste Highlight nicht weit. Über den Ölbergsrundweg kommt man an einem Tennisclub vorbei, wobei man einige Meter an Höhe verliert. Diese verlorenen Höhenmeter wollen natürlich wieder zurückgewonnen werden. Über eine wunderschöne Streuobstwiese, auf der Pferde grasen, geht es stetig bergauf. Es lohnt sich definitiv, immer wieder kurz zu stoppen und einen Blick über die Schulter zu werfen. An guten Tagen kann man nämlich neben einem spektakulären Blick auf die Kölner Bucht sogar den Kölner Dom sehen.

Hat man sich an diesem Ausblick sattgesehen, geht es in Richtung des Wasserfalls. Dieser ist, anders als man bei dem Namen vermuten könnte, kein echter Wasserfall, sondern einer der unbekannteren Gipfel des Siebengebirges.
(Hätte uns das mal einer vorher gesagt, wäre uns ein kleines Abenteuer inkl. Suche im Gebüsch erspart geblieben. :D)

Nach dem Wasserfall wartet der Große Ölberg, das Highlight der Wanderung

Besondere Aussichten gibt es am Wasserfall nicht zu bestauen, daher wandert man fix weiter in Richtung des finalen Highlights der Wanderung durch das Siebengebirge. Um auf den Großen Ölberg zu kommen, muss man einen ca. 1km langen, recht steilen Anstieg bewältigen. Dieser liegt zum Glück komplett unter den Schatten spendenden Blättern des Waldes, sodass es auch an warmen Tagen nicht zu heiß wird. Die große Antenne, an der man vorbeikommt, sorgt übrigens für den Radioempfang in und um Bonn.

Auf dem Großen Ölberg wartet eine herausragende Aussicht auf das Siebengebirge

Hat man den Aufstieg erfolgreich gemeistert, wartet eine herausragende Aussicht über das gesamte Siebengebirge. Wir empfehlen, am Berggasthaus vorbei (man muss über die kleine Terrasse laufen) etwas in die Felsen zu kraxeln und von dort die Aussicht zu genießen. In Richtung Süden sieht man Löwenburg, Drachenfels, Schloss Drachenburg und die Gegend um Bad Honnef. In der anderen Richtung erhebt sich der Posttower in der Rheinaue, man sieht den Petersberg und bei klarer Sicht bis nach Köln.

Auf dem Großen Ölberg gibt es diverse Verpflegungsmöglichkeiten

Wer nach dem steilen Aufstieg genauso durstig wie wir ist, dem bieten sich mehrere Möglichkeiten zur Verpflegung. Wir haben uns an dem Kiosk, der neben Getränken auch Kuchen und kleine Snacks wie Wildbratwurst und Wildfrikadellen verkauft, ein eiskaltes Radler geholt und damit die Aussicht genossen. Wer etwas mehr Restaurantfeeling mag, kann sich auf der Terrasse des Gasthauses (oder natürlich auch drinnen) niederlassen und die angebotenen Speisen und Getränke ganz entspannt genießen.

Kleiner Exkurs zur Namensgeschichte des Ölbergs für alle, die gerne ein paar Fakten auf Lager haben: Der Name hat nichts mit Öl zu tun, sondern hat sich durch sprachliche Veränderungen vom Maelberg (mit stummem „e“) zum heutigen Ölberg entwickelt.

Vom Großen Ölberg ist man schnell zurück am Ausgangspunkt im Siebengebirge

Hat man sich an der super Aussicht lange genug erfreut, führt einen der Weg in gut 20 Minuten wieder hinab zum Parkplatz Margarethenhöhe. Dort lädt der Biergarten des Restaurants Margarethenhöhe zum Einkehren ein, wir persönlich fanden die Gastronomie auf dem Großen Ölberg aber ansprechender.

Fazit zur Rundwanderung im Siebengebirge mit Kleinem und Großen Ölberg

Unser Fazit zu dieser Wanderung, bei der man den Großen und Kleinen Ölberg erklimmt? Auf jeden Fall nachwandern! Uns hat der Ausflug auf den höchsten der sieben Gipfel im Siebengebirge super gut gefallen. Dank der geringen Schwierigkeit und der relativ kurzen Strecke (11km) eignet sich die Wanderung optimal für einen spontanen Ausflug. Highlight ist sicherlich der Blick vom Großen Ölberg, der aus unserer Sicht einer des schönsten im gesamten Siebengebirge ist.

Wanderübersicht Kleiner und Großer Ölberg

Startpunkt: Parkplatz Margarethehöhe in Königswinter (3 EUR pro Tag)
Länge: ca. 11km
Höhenmeter: ca. 390 HM
Dauer: ca. 3 Stunden reine Wanderzeit
Schwierigkeit: einfach; festes Schuhwerk empfehlenswert
Wetter: sollte bei jedem Wetter gut machbar sein, Trockenheit schadet nicht
Highlights: Ausblicke auf das Siebengebirge, Bonn, Kölner Dom und Richtung Bad Honnef
Verpflegungsmöglichkeiten: Berggasthaus auf dem Ölberg, Biergarten an der Margarethenhöhe
Streckeninfos/GPX für euer Smart Device: gibt es hier

Weitere tollen Wanderungen rund um Bonn bei Kommrum Reisen

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