Die besten Tipps für 72 Stunden in Vancouver

Ein Roadtrip durch Kanada und damit verbunden ein Besuch in Vancouver war immer einer unserer großen Urlaubsträume. Umso glücklicher waren wir, als sich dieser Traum erfüllt hat und Vancouver als Stadt auch noch alle unsere Erwartungen übertroffen hat. Daher wollen wir euch nun unsere Tipps für 72 Stunden in Vancouver mitgeben. Ein Städtetrip in die kanadische Stadt bzw. ein Stopp während eines Kanada-Roadtrips dort lohnt sich aus unserer Sicht definitiv.

Vancouver ist der perfekte Ausgangspunkt für einen Kanada Roadtrip

Nachde wir uns also für einen Roadtrip in Kanadas Westen (British Columbia & Alberta) entschieden hatten, war eigentlich auch direkt klar, dass wir Stadt Vancouver erkunden wollten.

Flüge nach Vancouver waren schnell gebucht und eine Route Richtung Calgary zusammengestellt (dazu soll es aber später mehr geben). Dieser Beitrag soll sich schlicht und ergreifend um die wunderschöne Stadt Vancouver als Ausgangspunkt unserer Reise drehen. Nein, wir übertreiben nicht! Es ist einfach toll und daher haben wir uns alle Mühe gegeben, unsere 72 Stunden in Vancouver bestmöglich zu nutzen.

Tag 1 in Vancouver: Ankommen und die Stadt kennenlernen

Nach einem ca. 11-stündigen Flug von Frankfurt am Main nach Vancouver kamen wir um 17 Uhr kanadischer Zeit in der Metropole an. Also schnell in die Bahn Richtung Stadt gesprungen und das gebuchte AirBnB in relativ kurzer Zeit gefunden. „Relativ“, weil Malte kleinere Probleme mit der Orientierung hatte.

Essen gehen in Vancouvers Hippe Viertel Gastown gegen den Jetlag

Um ja nicht der Müdigkeit und damit dem unausweichlichen Jetlag zum Opfer zu fallen, haben wir uns nur rasend schnell mit einer kleinen Katzenwäsche frisch gemacht und sind dann (zu Fuß!) in Richtung Downtown Vancouver aufgebrochen. Ok, eigentlich war unser einziges Ziel an diesem Abend noch das bereits vorher ausgesuchte Restaurant Alibi Room. Denn neben der Müdigkeit war Hunger zu diesem Zeitpunkt das größte zu verspürende Gefühl. Und wir hatten mal wieder eine sehr, sehr gute Wahl getroffen. Aber seht selbst:

Hatten wir wirklich, es war superlecker. Und da wir ein bisschen warten mussten, gab es vier Bierproben aufs Haus. Glück für Malte, dass Nina grundsätzlich kein Bier trinkt! Lecker war’s.

Frisch gestärkt und nicht wacher machten wir uns anschließend nach einem kurzen Spaziergang durch Gastown (später dazu mehr) auf den Weg zurück. Schließlich warteten noch zwei ganze Tage in Vancouver auf uns.

Den ersten vollen Tag in Vancouver starten wir mit einem richtig guten Frühstück im Café Medina

So ausgeschlafen, wie man nach einer Nacht in einer vollkommen anderen Zeitzone also sein kann, haben wir uns am nächsten Morgen relativ früh auf den Weg zum Frühstück (oder Brunch) gemacht. Dank einer SEHR guten Empfehlung sind wir dann ohne Umwege im Café Medina gelandet. Und ohne die folgenden 14 Tage schmälern zu wollen, war das erste Frühstück unserer Reise wohl auch das beste.

Nachdem wir ca. eine halbe Stunde auf unseren Tisch warten mussten (vorher reservieren gibt es hier nicht) und wir die Zeit für einen ersten morgendlichen Kaffee bei Starbucks (bzw. Milchshake für die, die keinen Kaffee mögen) genutzt haben, sind wir anschließend in die wunderbare Welt des Cafés abgetaucht.

Das orientalisch angehauchte Frühstück mit jeder Menge Pita, frischem Gemüse und geilen Soßen war genauso lecker, wie es auf den Bildern aussieht. Wer in Vancouver ist, muss unbedingt im Café Medina vorbeischauen. Es lohnt sich sehr! Unser Tipp: Wenn möglich, einen Werktag aussuchen. Damit sollte es deutlich einfacher sein, einen Tisch zu bekommen.

Nach dem Frühstück haben wir einen 360 Grad Blick über Vancouver genossen

Unser Verdauungsspaziergang nach dem Frühstück führte uns zum Vancouver Lookout Tower, welcher einen 360° Blick über ganz Vancouver bietet. Da uns die Stadt an unserem ersten Tag dort mit wunderbarem Wetter begrüßte, war das der perfekte Start. Und da wir für unser Handy ein paar extra Objektive dabei hatten, sind auch ein paar ganz gute Fotos dabei herumgekommen.

Eine Free Walking Tour durch Vancouver ist die perfekte Möglichkeit, die Stadt besser kennenzulernen

Wir wären natürlich nicht wir, hätten wir nicht auch für Vancouver die Teilnahme an einer „Free Walking Tour“ eingeplant. Wie meistens wurden wir nicht enttäuscht. Um die Mittagszeit startete unsere Tour durch Downtown Vancouver. Wie immer viel erfahren und (wichtig!) Gastro-Tipps abgegriffen.

Die Empfehlungen unseres lieben Guides war nämlich Pure Bread. Selten haben wir so, so leckere Teigwaren aller Art verspeist. Der Laden ist wirklich das Paradies. Die Sachen sehen nicht nur super aus, sondern schmecken auch einfach himmlisch. Wir hätten da jeden Tag hingehen können. Was ein Dilemma ist, da wir natürlich so viele verschiedene Läden wir möglich ausprobieren wollten.

Nach einem Spaziergang durch Vancouvers Stadtteil Gastown war eine Speedboattour unser Tageshighlight

Hier hat es uns auch in den (beliebten Touristen-)Stadtteil Gastown verschlagen. Dort findet ihr zum seinen viele Bars, Café, Boutiquen uns Souvenirshops, aber zum anderen auch die über die kanadischen Grenzen hinaus bekannte, dampfende Uhr. Ihr solltet euch selbst ein Bild machen.

Doch das absolute Highlight des Tages sollte noch folgen: Eine Fahrt mit einem Speed Boat direkt vor Vancouver. Obwohl die „Anreise“ zur Tour etwas beschwerlich war (wir hatten Probleme, den Startpunkt der Tour zu finden), war das Erlebnis der Hammer. Mit berauschender Geschwindigkeit haben wir die Stadt noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive gesehen. Absolute Empfehlung!

Das Ganze war gar nicht teuer (ca. 30 EUR pro Person) und hat uns gut 90 Minuten maximalen Spaß gebracht. Der Guide war super, hat eine Menge erklärt und sich vor allem nicht gescheut, ordentlich Gas zu geben. So gefällt uns das.

Den ersten Tag in Vancouver haben wir mit Poutine, dem kanadischen Klassiker, abgeschlossen

Aber nun brauchten wir erst einmal eine Stärkung. Poutine sollte es sein! Denn auch wenn wir Kanada nicht im französischen Teil bereisten, hofften wir auf eine besonders gute Version der Quebecer Spezialität. Glücklicherweise wurden wir nicht enttäuscht. Wirkte der Verkaufsstand MeanPoutine auf den ersten Blick eher unscheinbar, wusste das zubereitete Fast Food direkt zu überzeugen.

Mean war dort übrigens niemand, die Verkäuferin war super nett und die Poutine verdammt lecker. Nur ein bisschen viel war es. Obwohl wir uns größte Mühe gegeben haben, alles aufzuessen, haben wir es nicht gepackt. Eine solche Schande passiert und auch nicht allzu häufig.

Zusammenfassung Tag 1 in Vancouver:

Unterkunft: Mount Pleasant Sweet Suite Vancouver (über AirBnB gebucht, aktuell leider nicht verfügbar)
Must Do: Vancouver Lookout Tower (17,50 CAD pro Person), Free Walking Tour, Speed Boat (ca. 49 CAD/33 EUR)
Restaurants & Cafés: Alibi Room, Café Medina, MeanPoutine, Pure Bread

Tag 2 in Vancouver: Die Stadt auf dem Rad erkunden

Für den nächsten Tag hatten wir uns vorgenommen, Vancouver mit dem Fahrrad ein bisschen genauer zu erkunden. Ganz oben auf unserer Liste standen der Stanley Park und Granville Island. Wo es eine Brauerei gibt. Genug Grund also, dort mal vorbeizuschauen.

Auf ging es also zum Fahrradverleih (ok, es war genau genommen ein Fußmarsch von 1,5 Stunden). Schnell Fahrräder ausgesucht und ab ging die wilde Fahrt mitten in das grüne Herz von Vancouver. 

Mit dem Rad lässt sich der Stanley Park, Vancouvers grüne Lunge, bestens erkunden

Vom Stanley Park direkt an der Küste in Vancouver gelegen waren wir begeistert. Eine grüne Oase mitten in der kanadischen Metropole. Mit Strand. Das war wahrscheinlich das Allerbeste. Malte hat sich hier noch nicht ganz reingetraut, dafür aber bei jeder sich danach bietenden Gelegenheit. Nach dieser kleinen Pause ging es dann weiter nach Granville Island.

Granville Island lockt Vancouvers Besucher mit einen Brauerei und einem Food Market

Dass man dabei über eine relativ steile Brücke musste, hat uns keiner erzählt. Hat sich aber gelohnt, da es a) auch wieder bergab ging und b) es auf Granville Island eine Menge zu entdecken gab. Neben der erwähnten Brauerei, in der Malte nicht an einem Starkbier nach belgischer Art vorbeigehen konnte, gab es viele kleine Geschäfte und – ganz wichtig – einen Food Market. Nach ein bisschen Schlendern fiel unsere Wahl auf einen Hot-Dog. Den genossen wir dann draußen in der Sonne mit Blick aufs Wasser.

Ein Besuch im Gyoza Himmel ist perfekt, um sich nach einem anstrengenden Tag zu stärken

Nachdem es uns auf Granville Island super gefallen hatte, dachten wir, dass es nicht mehr besser gehen würde. Ging aber doch. Wo? Abends im Gyoza, einem kleinen aber feinen asiatischen Restaurant. Normalerweise gehen wir abends selten spontan irgendwo hin, sondern fragen vorher immer TripAdvisor, bekannte oder lokale Blogs. Hier haben wir uns treiben lassen und wurden belohnt. Neben Gyozas als Vorspeise gab es klasse Edamame und etwas, an dessen Namen wir uns nicht mehr erinnern können. War auf jeden Fall eine Art Brötchen zum selber belegen. Aber seht selbst:

Zum würdigen Abschluss des Tages haben einen Cocktail in Downtown Vancouver geschlürft

Zum gelungenen Abschluss gab es dann noch einen Cocktail in einer ziemlich hippen Bar (The Diamond) mit Blick auf das angesagte Gastown. Wo uns der Jetlag dann ziemlich hart getroffen hat und wir auf einmal ganz fix ins Bett mussten. War aber gar nicht schlimm, weil Tag 2 in Vancouver mindestens genauso gut wie Tag 1 war.

Zusammenfassung Tag 2 in Vancouver:

Must Do: Fahrradverleih, Granville Island
Restaurants & Cafés: Gyoza, The Diamond

Tag 3 in Vancouver: Ein letzter Blick auf eine wunderbare Stadt

An Tag 3 mussten wir uns dann leider schon wieder von Vancouver verabschieden. Nachdem wir unseren fahrbaren Untersatz für die nächsten 10 Tage Roadtrip besorgt hatten, wurde erstmal eingekauft. Wobei Nina sich mal wieder in die große bunte Einkaufswelt der nordamerikanischen Supermärkte verliebt hat. Malte vielleicht auch ein bisschen. Und weil Einkaufen hungrig macht, haben wir danach in einem jüdischen Deli (Solly’s Bagelry) gefrühstückt. Mal was anderes, besonders der French Toast dort hat es uns angetan.

Mit einer ersten kleinen Wanderung im Cypress Mountain Provincial Park haben wir uns von Vancouver verabschiedet

Danach ging der Roadtrip endlich richtig los. Am Aussichtspunkt  im Cypress Mountain Provincial Park gab es einen letzten Blick auf Vancouver, ehe wir die erste gemächliche Wanderung im auch im Sommer ziemlich schönen, gleichnamigen Skigebiet gemacht haben.

Das sollte für diesen Tag noch lange nicht alles gewesen sein, auch wenn wir das zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen konnten. Neugierig geworden? Dann ganz feste Daumen drücken, dass unser nächster Beitrag fix kommt.

Zusammenfassung Tag 3 in Vancouver:

Must Do: Cypress Mountain Provincial Park
Restaurants & Cafés: Solly’s Bagelry

Unser Fazit zu 72 Stunden in Vancouver

Hat Vancouver unsere Erwartungen erfüllt? Mehr als das! Wir sind uns beide einige, dass – sollten wir mal die Chance haben, für eine Zeit im Ausland zu leben – Vancouver ganz oben auf unserer Liste der für uns in Frage kommenden Städte stehen würde. Und das sagt doch eigentlich alles, oder?

Uns hat die ganz besondere Kombination aus herzlichen Menschen, wunderschöner Natur und einer lebenswerten Stadt einfach mega gefallen. Und dabei haben wir nur drei Tage in dieser Stadt verbracht. Beim nächsten Mal würden wir uns auf jeden Fall Zeit nehmen, Vancouver Island ebenfalls zu erkunden. Das musste dieses Mal leider warten, schließlich sollte unser Road Trip durch BC und Alberta noch viele Highlights für uns bereithalten.

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