Wochenendtrip nach London – unsere Empfehlungen für den Städtetrip-Klassiker

London ist einer, wenn nicht der Klassiker unter den Städtetrips in Europa. Daher wird es langsam Zeit, dass auch wir uns der englischen Metropole mal annehmen. Aus diesem Grund berichten wir euch hier im Blogpost, was ihr in drei Tagen London bei einem Städtetrip unbedingt erleben und machen solltet.

Tag 1 in London: Jeder Städtetrip beginnt mit einem guten Frühstück

Freitagmorgen in „Allerhergottsfrühe“ ging es los: Unser Flieger nach London startete vom Flughafen Köln-Bonn. Nach der Ankunft am Airport in Stansted (ja, das ist gefühlt auf halbem Weg nach Manchester) dann das: Uns erwartete die klassische Englandkombination bestehend aus unangenehmen Temperaturen, wolkenverhangenem Himmel mit gelegentlichen Ergüssen und, last but not least, einer Menge Schlangen zum Anstehen. Zum Glück waren alle diese Ereignisse aber einmaliger Natur während unseres Wochendtrips nach London. Von nun an ging es „bergauf“.

Mit dem Bus (hatten wir vorgebucht) oder Zug (kleine Google Recherche hilft bei der Auswahl, da diese doch recht stark vom Zielort/Hotel in London abhängt) ging es dann direkt in die City und unser Städtetrip in London konnte endlich richtig losgehen. Fast. Erstmal musste noch das Gepäck im Hotel abgelegt werden.

Hotelempfehlung für einen Städtetrip nach London: The Z Victoria direkt an der Victoria Station

Genächtigt haben wir während unserer Kurzreise nach Londong im The Z Victoria. Das Hotel liegt direkt an der Victoria Station und damit beispielsweise unweit des Buckingham Palace. Da „muss“ man ja ohnehin hin, wenn man mal in London auf Reisen ist.

Nachdem unser gewählter Fluhgafentransfer uns tatsächlich direkt bis vor unser Hotel transportiert hat, aber unsere Zimmer „überraschenderweise“ um 10 Uhr morgens nun noch nicht einzusgbereit war, ging es erstmal weiter: Frühstück stand ganz oben auf unserer Planung für den ersten Tag in London.

Und es war fabelhaft. Wir sind nach eingehender vorheriger Recherche im Bill’s am Covent Garden eingekehrt. Dort gibt es Pancakes und Toast mit Avocado sowie Kaffee und Kakao. Natürlich mit Sahne.

Frühstück im Bill’s Coven Garden mit allem, was man braucht

Sowohl die Inneneinrichtung des kleinen Cafés (oder sagt man Deli?) als auch die servierten Speisen und Getränke waren absolute Highlights und empfehlenswert. Bei unserem nächsten Städtetrip nach London kommen wir auf jeden Fall wieder.

Tipp: Unbedingt vorher reservieren. Malte hatte das in unserem Fall übernommen und vermutlich hätten wir ohne Reservierung keinen Tisch bekommen.

Nur diesen Bill haben wir übrigens trotz intensiver Recherche nicht ausfindig machen können…

Stadtführung zu Fuß? Auf jeden fall ein Highlight in London

Gestärkt und glücklich – wie sollte es nach so einem tollen Frühstück auch anders aussehen – ging es dann weiter zu Sandemans „Free Walking Tour“, welche praktischerweise ebenfalls ab Covent Garten startete.

Nicht nur, dass Malte hier eine Sonderrolle bekam und die Tour mit einer schauspielerischen Einlage unterstützte, auch so sind wir große Fans von Touren dieser Art bei unseren Städettrips.

Das Konzept ist einfach: Man nimmt erst einmal an der Tour teil und überlegt sich anschließend, wie viel einem das Erlebnis wert gewesen ist und (auch wichtig) was man sich leisten kann.

Auf diese Weise haben wir bei unserem Städtetrip nach London alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt gesehen und in lockerer Atmosphäre noch geschichtliche und kulturelle Hintergrundinformationen erhalten. Einen Platz auf der Tour kann man entweder online reservieren oder, meist klappt das zumindest, man taucht einfach zum Startzeitpunkt am Treffpunkt auf.

Nach diesem anstregenden Morgen war es Zeit für eine kleine Pause. Wir machten uns auf, um endlich unser Hotel näher zu inspizieren und ein wenig zu ruhen. Haben wir dann auch, also geruht. „Leider“ aber nur kurz, denn dann gab es im Hotel „Cheese & Wine“ . Wer kann da schon nein sagen? Wir jedenfalls nicht! Auch nicht, wenn man direkt danach eine Reservierung in Jamie’s Italian hat. Die Kette gibt es heute (2021) nicht mehr, war aber bei unserem Besuch 2017 gerade hip.

Nach dem Essen und einem mittlerweile mehr als 15 Stunden langen Tag gab es nur einen Gedanken: Schlafen. Das Ergebnis: Zwei junge Menschen sind Freitagsabends in einer der lebendigsten Städte Europas, schlafen um 21 Uhr tief und fest und sind dabei sehr glücklich.

Zusammenfassung Tag 1 des London Städtetrips:

Unterkunft: The Z Victoria ( ca. 130 EUR für eine Nacht im DZ mit Frühstück (2017))
Must Do: Sandeman’s Free Walking Tour, Schlendern durch Covent Garden
Restaurants & Cafés: Bill’s Covent Garden

Tag 2 in London: London Eye und das Flair des Borough Market genießen

Nach einer langen Nacht ging der zweite Tag in London los, wie der erste aufgehört hatte: Mit Essen. Genauer gesagt mit dem Frühstück in unserem Hotel. Und das konnte sich sehen lassen – von frischem Obstsalat und Joghurt über Müsli, frisches Brot und Croissants gab es alles, was das Herz begehrt.

Wer einen London Städtetrip ohne Fahrt im London Eye macht, war nicht wirklich dort

Gut gestärkt war der erste Programmpunkt ein London-Klassiker. Es sollte hoch hinaus gehen, sehr hoch. Genauer gesagt auf 135m Höhe. So hoch ist das London Eye (das höchste Riesenrad Europas), für das wir uns eine Fahrt gebucht hatten, um die Stadt von oben zu erleben. Blöd nur, dass ich (Malte) in einem Anfall kurzfristiger Amnesie vergessen hatte, dass Nina Höhenangst hat. Und nicht mag, wenn es keine Treppen für eine koordinierte Flucht gibt. Ja, okay – nicht die cleverste Aktion.

Trotzdem haben wir beide die Fahrt genossen. Nina zwar mit mehr als mulmigen Gefühl, aber da muss man durch. Die Aussicht jedenfalls ist einfach der Hammer und hat definitiv Highlightpotenzial. Auch wenn Nina bis heute behauptet, ein Foto vor dem Riesenrad hätte ihr auch gereicht.

Als kleine Wiedergutmachung nach dieser Tortur durfte Nina danach auf einem klassischen Karussell ein paar Runden drehen. Sieht ganz danach aus, als hätte sie Spaß gehabt.

Als nächstes Highlight für unseren London Städtetrip hatten wir eine Fährfahrt auf der Themse geplant

Als nächster Programmpunkt stand eine Fahrt mit einer der Fähren auf der Themse Richtung Tower an. So richtig schön die Sonne, die Stadt und den Wind vom Wasser aus genießen. Das hatten wir uns ausgemalt. Schöne Vorstellung eigentlich. Wurde aber leider nichts, da alle Anleger gesperrt waren. Blöd. Aber egal, wir laufen ja gerne…

Und können sagen, dass ein Spaziergang an der Themse mindestens genauso schön war. Man hat deutlich mehr Zeit, sich die Stadt anzuschauen und zwischendurch einfach Mal die Sonne zu genießen.

Ein Besuch des Borough Market ist Pflicht für jeden London Städtetrip

Was dann kam, hat unsere Sinne komplett überfordert. Gerüche, Farben und Menschen überall. Zu viele Informationen. Zu viel von allem. Warum? Und wo? Am Borough Market! Dort zeigt sich, dass London von einer Sekunde auf die andere von einer netten Stadt, in der man einen gepflegten Nachmittagsspaziergang macht, zu einer mitreißenden Metropole werden kann.

Geschäftiges Treiben am Borough Market

Eigentlich wollten wir nur mal eben eine Kleinigkeit lunchen. Neben einer unglaublichen Vielzahl an Street Food Ständen verschiedenster Herkunft, einer reichen Auswahl an Marktständen mit allem, was man sich zwischen Sonntagsbraten und frisch gepresstem Saft so vorstellen kann, erwarteten uns eine Vielzahl an jungen und alten Briten und Touristen, die mit einem kühlen Getränk die ersten Sonnenstrahlen im frühlingshaften London einfangen wollten. Einfach wunderbar.

Unseren Lunch haben wir nach einem schwierigen Auswahlprozess final auch bekommen. Unser Highlight waren äthiopische Spezilitäten. Es war einfach der Wahnsinn! Dazu ein gekühltes Getränk vom Pub an der Ecke und der Tag kann kaum besser werden.

Soho bei Nacht darf bei keinem Städtetrip nach London fehlen

Für den Abend hatten wir uns vorgenommen, durch den hippen Stadtteil Soho zu schlendern, das Flair zu genießen und entspannt etwas Essen zu gehen. Hat wie immer bei uns bestens geklappt. Nach einer ausgiebigen Tour durch die belebten Straßen mit Stopp in der M&M World (ja, so etwas gibt es) sind wir – typisch Englisch – im Pub gelandet. Das The Cambridge bietet gute, bodenständige Küche und die klassische Pub Atmosphäre. Entgegen der Vorurteile haben sowohl Ninas Pie als auch Maltes in Ale eingelegtes Hühnchen bestens geschmeckt. Glücklich und zufrieden und mit einem Absacker im Magen sind wir damit auch an Tag 2 ins Bett gefallen.

Zusammenfassung Tag 2 des London Städtetrips:

Must Do: London Eye, Borough Market, ein Spaziergang an der Themse, Schlendern durch SoHo, M&M World
Restaurants & Cafés: Stände auf dem Borough Market, The Market Porter, The Cambridge Pub

Tag 3 in London: Harrod’s, ein Spaziergang durch Belgravia und hippes Flair in Camden

Leider geht auch der schönste Städtetrip irgendwann dem Ende zu. Für uns hieß es Koffer packen und unterstellen, gut frühstücken und den letzen Tag genießen. Auf dem Plan hatten wir einen Besuch des altehrwürdigen Kaufhauses Harrod’s in Kombination mit einem Spaziergang durch Belgravia und uns mit einem Freund im hippen Camden zu treffen. Viel zu tun also!

Ein Spaziergang durch Belgravia lohnt sich für alle Freunde des gepflegten englischen Stils

Praktischerweise kann man von der Victoria Station enstpannt durch den Londoner Nobelstadtteil Belgravia spazieren, um zu Harrod’s zu gelangen. Woran man erkennt, dass dieser Stadtteil eher für gut betuchte ist? Auf der einen Seite die schönen und gepflegten Häuser. Auf der anderen Seite vor allem die unzähligen Ferraris, Range Rovers, Bentleys und Rolls Royces. Wahnsinn, was da alles auf der Straße parkt. Garagen scheinen für die Londoner Oberschicht kein Konzept zu sein. Umso besser für interessierte Spaziergänger!

Also die, die es interessiert. Nina hatte nämlich deutlich weniger Interesse an den auf der Straße geparkten Millionen gezeigt als Malte.

Ein Besuch bei Harrod’s lohnt sich bei jedem Städtetrip nach London

Da wir etwas früh waren (45 Minuten vor der Ladenöffnung…typisch deutsch), haben wir die Wartezeit entspannt mit einem Kaffee überbrückt und durften dann als Erste ins Paradies. Wollt ihr raten, welche Abteilung wir als erstes gestürmt haben?

Nein, Delikatessen waren es nicht. Ist zwar auch wichtig, wir sind aber direkt zu den Spielwaren gegangen. Ein Paradies für alle, die im Herzen ein bisschen Kind geblieben sind. Besonders cool ist, dass überall Mitarbeiter platziert sind, die Drohnen fliegen lassen, einem mit Zaubertricks den Mund offen stehen lassen und das Stockwerk so mit einem Funken Magie versehen. Leider hatten wir viel zu wenig Zeit. Aber wir werden wiederkommen.

Aufgrund unseres etwas ausgedehnteren Ausflugs zu den Spielsachen hatten wir leider wenig Zeit, uns die anderen Abteilungen genauer anzusehen. Das musste warten, denn der nächste Tagesordnungspunkte Stand schon auf dem Plan.

Camden Town bietet hippes Flair mitten in London City

Nach Harrod’s ging es ab zum Camden Market, wo wir uns mit einem Kumpel treffen wollten, der gerade einen Auslandsaufenthalt in London machte. Auf dem Weg noch schnell ein paar Postkarten für die daheim gebliebenen gekauft und ab ging es in den Trubel.

Camden Town, wie das Viertel offiziell heißt, ist viel mehr als nur ein hippes Viertel und der dazugehörige bekannte Markt. Das Leben pulsiert hier nur so, man erkennt überall die Einflüsse der verschiedenen Kulturen und Musikstile, die diesen Teil von London geprägt haben. Nachts soll das Leben übrigens noch mehr abgehen (was wir uns kaum vorstellen können), was wir beim nächstes Besuch unbedingt mal ausprobieren müssen.

Für unsere begrenzte Zeit konnten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, über den Markt zu schlendern und uns einfach nur für die vielen handwerklichen Stände und die Düfte des Essens zu begeistern. Unser Kumpel hat uns dann noch ein echtes Highlight gezeigt, dass wir beide noch nicht kannten: Den Primrose Hill.

Wenn man in Camden unterwegs ist, lohnt ein Abstecher auf London’s Primrose Hill

Der Primrose Hill ist nur einen kurzen Spaziergang vom Camden Market am Wasser entlang entfernt und belohnt einen mit einem grandiosen Blick auf London. Ursprünglich wurden hier mal Hinrichtungen durchgeführt, das ist aber schon sehr lange her.

Zum Glück hatte irgendein vorausschauender Mensch für gekühlte Getränke gesorgt, sodass wir genug Zeit hatten, uns ein schönes Plätzchen zu suchen und die Frühlingssone Londons zu genießen. Leider verflog die Zeit viel zu schnell und es blieb nur noch Zeit für ein letztes Highlight.

In Camden haben wir als letztes Highlight unseres Städtetrips auf die Spuren von Amy Winehouse begeben

In dem Pub, in der Amy Winehouse ihre ersten Auftritte hatte, hat es noch für ein Bier und ein Scottish Egg gereicht. Ziemlich gut, die Dinger. Ist aber auch schwierig, etwas Frittiertes mit Ketchup nicht zu mögen.

Doch dann mussten wir wirklich los. Dazu ging es mit der Tube zurück zum Hotel und von dort mit dem Bus zum Flughafen. Wie immer bei uns natürlich reibungslos. Und damit endete unser London Trip leider viel zu schnell. Woran wir das gemerkt haben? Daran, dass wir beide trotz mehrerer vorheriger Trips immer noch viel Neues entdeckt haben und schon daran denken, was wir beim nächsten Mal machen wollen. London ist eben immer eine Reise wert!

Must Do: Spaziergang durch Belgravia, Harrod’s, Camden Town, Primrose Hill
Restaurants & Cafés: Hawley Arms Pub

Weitere tolle Städtetrips hier bei Kommrum Reisen

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4 Kommentare Gib deinen ab

  1. tilladuriuex sagt:

    Wir leben seit nem halben Jahr in Oxford und waren letztes Wochenende auch mal wieder in London. Zum Glück ist die Coronasituation hier grade vergleichsweise gut und so konnten wir den Ausflug echt genießen.

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    1. Oh, wie toll für euch! 🙂 Hoffentlich entspannt sich die Lage bald ingesamt und wir haben alle mal wieder das Vergnügen. 🙂

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  2. Ist ja gut, ich habs begriffen 🙄!
    Muss wohl unbedingt mal wieder nach London…

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    1. 😀 – wir würden auch so gerne gerade los.

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