Unser Roadtrip entlang der Garden Route – diese Stopps musst du machen!

Wusstet ihr eigentlich, dass unsere letzte „Pre-Covid“-Reise uns nach Südafrika verschlagen hat? Und wir uns vorher mehrmals gefragt haben, ob diese Reise Ende 2019 unbedingt „noch sein muss“, da wir in dem Jahr schon auf einigen Trips vorher waren? Ihr glaubt gar nicht, wie froh wir sind, dass wir uns Ende Oktober in den Flieger Richtung Kapstadt (ok, erstmal ging es nach Dubai zum Umsteigen) gesetzt haben und in das Abenteuer Garden Route und Südafrika gestartet sind.

Roadtrip entlang der Garden Route – unsere coolsten Stopps und besten Empfehlungen

Zu unseren Abenteuern rund um Kapstadt, das Western Cape und die Weinregion mit Franschhoek und Stellenbosch werden wir euch in einem gesonderten Blogbeitrag berichten, sodass wir uns hier auf die eigentliche Garden Route zwischen Mossel Bay und Port Elizabeth konzentrieren können.

Unser Route mit den einzelnen Stopps entlang der Garden Route hat uns von Franschhoek bis Port Elizabeth geführt

Ok, jetzt müssen wir doch ein wenig zurückrudern. Da unser erster Stopp nach der Erkundung des Western Cape und der Weinregion in Swellendam war, starten wir schon ab hier mit unseren Erlebnissen auf der Garden Route.

1. Stopp auf der Garden Route: Franschhoek nach Swellendam

Nach Swellendam sind wir aus Franschoek (und am Tag nach einem etwas intensiveren Wine-Tasting) angereist. Nach der Abfahrt dort war unser erster Stopp auf der Strecke in Hermanus, wobei wir im Ort selbst nicht wirklich viel Zeit verbracht haben.

Toller Ausblick an der Garden Route vom Rotary Way in Hermanus

Nachdem wir ein Stück des sehr schönen Hermanus Cliff Path (soll wohl auch zum Whale Watching ein toller Ort sein, Ende November waren wir aber etwas spät dran) gegangen sind, haben wir Hermanus über den Rotary Way verlassen und hatten einen supertollen Blick vom Aussichtspunkt dort. Ganz große Empfehlung! Auch wenn ihr hier den gleichen Weg wieder zurückfahren müsst, den ihr in die Berge hineingefahren seid, solltet ihr diesen Stopp aus unserer Sicht nicht verpassen.

Nachdem wir in Hermanus wieder aufgebrochen sind, haben wir uns „endlich“ wirklich Richtung Garden Route auf den Weg gemacht. Dabei haben wir relativ viel Zeit im De Hoop Nature Reserve verbracht und können diese Stopp auf der Garden Route nur wärmstens empfehlen. Mehr als die Tiervielfalt haben uns die riesigen Sanddünen begeistert. Leider hatten wir keine Übernachtung vor Ort geplant, würden das beim einer erneuten Reise nach Südafrika aber definitiv als Übernachtungs-Stopp auf der Garde Route einplanen. Alleine die „Anreise“ über eine Schotterstraße hat uns ein tolles Südafrika-Roadtrip-Feeling (gibt es das?) gegeben. Die Einfahrt in das De Hoop Nature Reserve liegt aktuell übrigens bei 50ZAR (knapp 2,90EUR) pro Erwachsenem und ist die sogenannte „conservation fee“.

Bei der Übernachtung in Swellendam wurden wir von Giraffen begrüßt

Übernachtet haben wir bei diesem Stopp auf der Kwetu Guest Farm etwas außerhalb von Swellendam. Auf dem Gelände der Farm kann man neben einer Giraffe, die uns bei unserer Anreise direkt freudig begrüßte, auch einige weitere Tiere bewundern. Die Aussicht darauf hat uns sogar dazu bewogen, morgens vor dem Frühstück eine Runde über das Gelände zu drehen.

Diese Unterkunft zur Selbstverpflegung auf der Garden Route können wir definitiv empfehlen, wie fast überall in Südafrika ist ein Grill (Braii) vorhanden.

Unsere Highlights in Swellendam und Umgebung (Garden Route Stopp 1):

Nächte: 1
Unterkunft: Kwetu Guest Farm
Preis: ca. 45EUR für eine Nacht (2019)
Must Do: Hermanus Cliff Path, Aussichtspunkt am Rotary Way, De Hoop Nature Reserve (50ZAR p.P.)
Restaurants & Cafés: leider keine Erfahrungen, wobei der Kuchen im Café des De Hoop Nature Reserve sehr lecker war
Fahrt: Franschhoek – Hermanus 100km/1:30 Std. ; Hermanus – De Hoop Nature Reserve 137km/2 Std.; De Hoop Nature Reserve – Swellendam 50km/45 min.

2. Stopp auf der Gardenroute: Swellendam nach Knysna

Am nächsten Tag ging es dann für uns weiter – unser Ziel war unser nächster Stopp auf der Garden Route in Knysna. Am eigentlich Startpunkt der Garden Route in Mossel Bay haben wir nur einen kurzen Stopp eingelegt. Zuerst erklommen wir noch einen kleinen Felsen, auf dem ein Leuchtturm empor ragte – diesen konnte man aber leider nicht besichtigen.

Da dort außer einem tollen Blick aufs Meer und dem Start des St. Blaize Trail nichts weiter zu erkunden war, machten wir uns doch wieder auf den Rückweg. Notiz am Rande: Ich (Nina) ärgere mich heute noch, dass wir uns den Tag zum Wandern des Küstenwanderweges St. Blaize Trail nicht genommen haben. Die Blicke dort sollen fantastisch sein.

Aufgrund der Tatsache, dass uns Mossel Bay auch sonst nicht enorm angesprochen hat, haben wir noch einen kleinen Spaziergang am Strand gemacht, bevor wir uns dann weiter auf den Weg entlang der Garden Route gemacht haben. Immerhin wollten wir an diesem Tag noch bis nach Knysna kommen.

Aussichtspunkt Dolphin Point – dieser Stopp auf der Garden Route lohnt sich definitiv

Als zweiten Stopp auf der Strecke können wir den kleinen Ort Wilderness empfehlen. Kurz bevor wir diesen erreicht haben, hielten wir aber nochmal an. Direkt an der N1 befändet sich hier ein Aussichtspunkt (Dolphin Point) auf den tollen Strand von Wilderness. Zeitaufwand super gering und Blick super toll – können wir also nur empfehlen.

Dolphin Point vor Wilderness

Danach haben wir dann tatsächlich einen sehr „faulen Nachmittag“ in Wilderness am Strand verbracht. Kann man sich mal gönnen und machen wir, gerade auf Roadtrips bei denen wir oft nur eine Nacht an verschiedenen Orten verbringen, gerne mal, um wieder ein bisschen Energie für neue Abenteuer zu sammeln.

Hausbootbesitzer für zwei Tage – unser Stopp in Knysna

Abends sind wir dann an unserem nächsten Stopp auf der Garden Route angekommen. Nämlich im süßen Ort Knysna, auch direkt an der Küste gelegen. Dort wartete dann auch schon eines unserer großen Highlights unseres Garden Rote Roadtrips: Ein Hausboot! Die nächsten zwei Nächte wollten wir nämlich nicht konventionell in einem B&B, Hotel oder einem Guesthouse verbringen, sondern haben uns eine schwimmende Unterkunft, das Hausboot Myrtle, ausgesucht.

Und diese Entscheidung haben wir wirklich keine Minute bereut, aber seht selbst:

Auch kulinarisch haben wir es uns in dem süßen, kleinen Touristenstädtchen gut gehen lassen. Die Pizza abends im Chatters war gut, konnte aber logischerweise nicht an das BBQ auf dem eigenen Boot heranreichen. Das Frühstück im île de païn hingegen war Weltklasse und hat uns an zwei aufeinanderfolgenden Morgen für den Tag gestärkt. Große Empfehlung.

Unseren Tag vor Ort in Knysna haben wir übrigens dazu genutzt, um in den Knysna Forest, genauer gesagt dem Diepwalle Forest zu wandern und den Velboeksdraai trail (folgt den roten Elefanten) zu erwandern.

Unsere Highlights in Knysna und Umgebung (Garden Route Stopp 2):

Nächte: 2
Unterkunft: Knysna Houseboat Myrtle
Preis: ca. 200 EUR für zwei Nächte (2019)
Must Do: Dolphin Point (Wilderness), Knysna Forest, Chillen am Strand in Wilderness
Restaurants & Cafés: Chatters Restaurant (Reservierung empfohlen), île de païn Café
Fahrt: Swellendam – Mosel Bay 170km/2 Std ; Mossel Bay – Wilderness 60km/45min. ; Wilderness – Knysna 50km/45 min.

3. Stopp auf der Garden Route: Knysna nach Sanddrif

Leider geht auch die schönste Zeit vorbei und wir mussten uns von unserem Hausboot trennen. Gut, dass auf dem nächsten Abschnitt der Garden Route ebenfalls viele Highlights auf uns gewartet haben. Glücklicherweise ist der erste sehr empfehlenswerte Stopp gar nicht weit von Knysna entfernt, nämlich kurz vor Plettenberg Bay.

Das Robberg Marine and Nature Reserve bietet Wandern, Schwimmen und gaaanz viele Robben

Kurz vor der kleinen Stadt liegt das Robberg Marine and Nature Reserve auf einer kleinen Halbinsel. Auch hier zahlt man eine kleine Conservation Fee von 50 ZAR (ca. 3 EUR) pro Erwachsenem, die für die Erhaltung des Reservats genutzt wird. Wir wollten uns die atemberaubende Felslandschaft aus nächster Nähe ansehen und haben den ca. 10km/3 Stunden langen Point Circuit Hike gewandert. Dieser ist recht anspruchsvoll, bietet aber auch viele schöne Ausblicke auf das Meer und die Bucht bei Plettenberg.

Unser Highlight: Beim Wandern sieht man immer wieder große Gruppen Robben, die in den Wellen ihre Show abziehen. Man könnte wirklich denken, die Jungs wüssten, dass Menschen mit Teleobjektiven und Ferngläsern sie beobachten. Tatsächlich soll man mit viel Glück auch Delfine sehen können, die wir aber leider nicht ausmachen konnten.

Etwa zur Hälfte der Wanderung erreicht man die Spitze der Halbinsel, an der man mit etwas Felsenkletterei ganz nah ans Meer herankommt. Wirklich mega cool, die tosende Brandung, die Robben und Hunderte von Vögeln von ganz nah zu beobachten.

Wie bei jedem guten Ausflug darf eins nicht fehlen, und das ist ein Bad im Meer. Ich (Malte) habe mir die Gelegenheit auf dem Rückweg zum Parkplatz nicht nehmen lassen und mich an einer Badebucht in die Fluten gestürzt. Sehr erfrischend und sehr zu empfehlen!

Die Love Earth Farm in Sanddrif ist ein optimaler Spot für eine entspannte Nacht

Nach diesem aufregenden Erlebnis haben wir nur noch unsere Vorräte in Plettenberg Bay (sah nach einem netten Örtchen aus, wir haben es aber nicht weiter erkundet) aufgefüllt und sind weiter in den Tsitsikamma Nationalpark gefahren. Dort haben wir die  Bloukrans Brücke, an der alle abentuerlustigen Bungeesprünge machen können, gequert und ein paar Kilometer weiter bis zur Love Earth Farm gefahren.

Die Love Earth Farm ist etwas abseits der Hauptstraße super ruhig gelegen und bietet für Selbstversorger alles, was man für eine Nacht braucht. Es gibt sogar einen Außenkamin, an dem man es sich richtig gemütlich machen kann. Nach einer ruhigen Nacht waren wir am nächsten Tag vollen Tatendrangs, den Tsitsikama Nationalpark zu erkunden.

Der Tsitsikama Nationalpark ist ein echtes Highlight, das man nicht verpassen sollte

Bei einem erneuten kurzen Stopp an der „Bungee Bridge“ (Kaffee holen und dabei den Viewpoint auf die Brücke mitnehmen, der praktischerweise direkt an der Raststätte liegt), wurden wir an das eigentliche Highlight erinnert, welches an diesem Tag stattfinden sollte. Na, wisst ihr, was das wohl ist? Südafrika stand gegen die englische Mannschaft im Finale der Rugby-WM. Aufgrund unserer quasi nicht vorhandenen Kenntnisse in Sachen Rugby und unseren alternativen Plänen für den Tag, haben wir den Sieg der Springboks nicht, wie nahezu jeder Südafrikaner, am TV verfolgt.

Die Springboks werden Weltmeister und wir erkunden Storms River Mouth

Die Conservartion Fee für den Tsitsikamma Park liegt aktuell bei ca. 15 EUR pro Erwachsenem – und ist ihr Geld absolut wert. Die Natur dort sollte erstens unbedingt geschützt werden und ist zweitens wunderschön.

Der Tsitsikamma ist kein eigener Nationalpark mehr, sondern gehört zum Garden Route National Park. Außerdem besteht er aus zwei Sections: Nature’s Valley und Storms River Mouth.

Da wir leider nur begrenzt Zeit hatten (beim nächsten Mal würden wir für diesen Stopp auf der Garden Route definitiv mehr Zeit einplanen), haben wir den Storms River Mouth Teil des Parks erkundet. Die Wanderempfehlungen hier hörten sich ganz nach unserem Geschmack an und haben uns auch im Rückblick nicht enttäuscht.

Wir haben uns an diesem Tag erstmal für einen kurzen Spaziergang zu einer Hängebrücke (The Mouth Trail) entschieden, der nicht länger als einen Kilometer war, um danach zu einem nahegelegenen Wasserfall zu wandern (Waterfall Trail). Das waren hin und zurück ca. 7 km und man merkte die längere Strecke deutlich daran, dass die Anzahl der Menschen am Ziel deutlich geringer war. Trotzdem würden wir beide Touren empfehlen. Malte wären bei dem Versuch den Wasserfall zu erklimmen übrigens fast umgekommen. Glücklicherweise hat er nur eine nasse Hose und nasse Schuhe davon getragen. Weitere Infos zu den Wanderungen in der Stroms River Mouth Section im Tsitsikamma findet ihr hier.

Als wir von unseren Wanderungen zurückkamen war Südafrika übrigens Weltmeister und wir machten uns auf den Weg in Richtung Jeffreys Bay, unserem nächsten Stopp auf der Garden Route.

Unsere Highlights im Tsitsikama Park und Umgebung (Garden Route Stopp 3):

Nächte: 1
Unterkunft: Love Earth Farm
Preis: ca. 60 EUR für eine Nacht (2019)
Must Do: Robert Marine and Nature Reserve, Wandern im Tsitsikamma, Bloukrans Brücke
Restaurants & Cafés: da wir als Selbstversorger unterwegs waren, können wir leider keine Empfehlung geben
Fahrt: Knysna – Plettenberg Bay (Robberg Nature Reserve) 120km/1:30 Std. ; Plettenberg Bay – Tsitsikamma (Love Earth Farm) 80km/1 Std.

4. Stopp auf der Garden Route: Sanddrif nach Jeffreys Bay

Nach unseren Abenteuern im Tsitsikamma National Park haben wir uns noch am gleichen Tag auf den Weg nach Jeffreys Bay gemacht. Der Ort an der Garden Route dürfte wohl besonders Freunden des Surf-Sports ein Begriff sein.

Jeffreys Bay bietet perfekte Strände zum Surfen, coole Hotels und gutes Essen

Der kleine Ort am Meer hat nämlich schon mehrfach internationale Wettbewerbe und Weltmeisterschaften beheimatet und ist in der Surferszene eine riesen Ding. Besonders sind die als Supertubes bekannten Riesenwellen. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen und einigen Surfern bei ihrem Sport zugesehen. Wirklich beeindruckend, was einige auf so einem Brett alles zu Stande bringen.

Wir hatten uns im Shaloha Guesthouse eingemietet, das einen direkten Blick auf den Strand bietet. Zudem hatten wir es uns nicht nehmen lassen, ein Zimmer mit Balkon zum Strand zu nehmen – beste Entscheidung!

Unser Shaloha Guesthouse glänzte mit bestem Service und direktem Meerblick

Wir wurden im Shaloha mega freundlich empfangen. Unsere Gastgeberin war sehr nett und hat uns nach kurzem Plausch für den Abend das Kitchen Windows Beach Restaurant empfohlen und dort sogar einen Tisch für uns reserviert. Das Beste daran ist, dass das Restaurant für den gesamten Ort einen Hol- und Bringservice organisiert, sodass man sich um nichts selbst kümmern muss. Lustigerweise war unser Taxifahrer ein ausgewanderter Schweizer Surfer, der in Südafrika hängengeblieben war. Cooler Typ, der uns noch ein paar Tipps gesteckt hat.

Im Restaurant wurden wir ob des gerade errungenen Rugby Weltmeistertitels erstmal mit einem Schnaps in Sprinbokfarben empfangen. Das Essen konnte sich ebenfalls sehen lassen, sodass wir einen entspannten Abend verlebt und uns dann gemütlich zurück ins Guesthouse haben bringen lassen.

Verabschiedet haben wir uns von Jeffreys Bay mit einem fancy Frühstück auf unserer Hotelterasse mit Blick aufs Meer. Unsere Gastgeberin hatte sich richtig ins Zeug gelegt und wir durften uns unser Frühstück nach unseren Wünschen mit allem, was das Herz begehrt, zusammenstellen. Ein gelungener Abschluss, bevor es weiter Richtung Addo Elephant National Park ging.

Unsere Highlights in Jeffreys Bay und Umgebung (Garden Route Stopp 4):

Nächte: 1
Unterkunft: Shaloha Guesthouse
Preis: ca. 133 EUR für eine Nacht (2019)
Must Do: Den Surfern am Strand zuschauen
Restaurants & Cafés: Kitchen Windows Beach Restaurant
Fahrt: Tsitsikamma – Jeffreys Bay 100km/1 Std.

5. Stopp auf der Garden Route: Jeffreys Bay zum Addo Elephant Park

Aus Jeffreys Bay haben wir uns auf den Weg gemacht, um endlich (das kommt von Malte) Elefanten und viele weitere Tiere zu sehen. Dazu wollten am Reisetag selbst durch den Addo Elephant Park fahren und am nächsten Tag eine geführte Safari machen, da wir gehört hatten, dass die Guides untereinander bestens vernetzt sind und immer wissen, wo die Tiere sich aufhalten.

Abenteuerfeeling beim Erkunden des Addo Elephant National Park

Gut ausgerüstet mit unseren Renault mit „offroadtauglicher“ Höherlegung hatten wir keine Scheu, uns einen ersten Ausflug in den Park mit dem eigenen Auto zu gönnen. Wir sind dazu am Matyholweni Gate in den Park gefahren, da dies aus Jeffreys Bay am Schnellsten zu erreichen ist. Der Eintritt kostet pro Person aktuell 344 ZAR, was etwas 20 EUR entspricht. Und wir können jetzt schon verraten, dass man dafür eine Menge geboten bekommt.

Ohne große Ahnung sind wir mit einem Flyer in den Park gestartet und haben direkt die ersten Tiere gesehen. Jede Menge Straußen, Kudus und Antilopen haben sich direkt von unserer Kamera einfangen lassen. Es ist definitiv empfehlenswert, eine Spiegelreflexkamera mit Teleobjektiv dabei zu haben.

Endlich: Wir haben im Addo Elefant Park die ersten Elefanten gesehen!

Und tatsächlich hat es gar nicht so lange gedauert, bis wir die ersten Elefanten gesehen haben. Einfach unglaublich, diese riesigen Tier in freier Wildbahn zu erleben. Und wenn man dann auch noch ganze Gruppen mit Jungtieren trifft, geht einem das Herz ganz weit auf!

Neben den Elefanten haben wir auch noch Büffel und Zebras gesehen und waren ganz überwältigt, als wir uns auf den Weg zu unserer Lodge gemacht haben. In der Charihandra Lodge hatten wir unsere eigene Hütte und konnten für kleines Geld noch ein warmes Abendessen bekommen. Sehr zu empfehlen, besonders aufgrund der netten Gastgeber.

Am zweiten Tag im Addo National Park haben wir eine geführte Safari unternommen

Für den zweiten Tag hatten wir bereits im Voraus bei Schotia Safaris Tooth & Claw Safari inklusive Addo gebucht, die uns morgens durch den Addo National Park und Nachmittags durch die private Game Lodge bringen sollte. Preislich lag das Ganze bei ca. 150 EUR pro Person, für Barzahler gab es einen Rabatt. Die Abholung bzw. das Zurückbringen zu unserer Lodge war im Preis inkludiert.

Dank der untereinander vernetzten Guides haben wir im Addo Park mega viele Tiere gesehen

Bei Schotia angekommen ging es direkt los in Richtung Addo Elephant Park. Von Beginn an war klar, dass die geführte Tour eine gute Entscheidung war, da unser Guide sich nicht nur bestens auskannte, sondern auch dauerhaft in Kontakt mit anderen Guides war. Dadurch haben wir sogar einen von nur zwei Löwen im ganzen Park gesehen (zwar nur von weitem), was super beeindruckend war. Gleich im Anschluss sind wir zu einer Wasserstelle gefahren, an der sich viele verschiedene Gruppen von Büffeln und Elefanten aufhielten. Das Spektakel war kaum in Wort zu fassen!

Unser Guide hat uns zudem eine Stelle gezeigt, an dem ein Elefantenkadaver lag. Zwei Bullen hatten sich dort um die Vorherrschaft gestritten und nur einer war aus dem Duell lebend hervorgegangen. Das gehört eben auch zur Tierwelt dazu.

Nach einer kurzen Mittagspause ging die Tour im privaten Game Reserve weiter

Noch ganz überwältigt von den Eindrücken hat unser Guide nach der Morgenrunde durch den Addo Park mit uns zu Mittag gegessen (im Paket inklusive). Zurück bei Schotia sind wir dann in einen offenen Range Rover umgestiegen, um den Tieren noch näher sein zu können. Wichtig zu wissen ist, dass in dem privaten Reservat einige Tiere unterwegs sind, die in dieser Region Südafrikas nicht heimisch sind (z.B. Nashörner, Nilpferde, Giraffen, Krokodile). Schade – uns hätte definitiv ein Erlebnis mit den einheimischen Tieren ausgereicht!

Unser Guide kannte sich aber dort natürlich bestens aus und war daher in der Lage, uns recht nah an die meisten Tiere heranzubringen.

Nach einer kurzen Teepause haben wir in den Abenddämmerung unser absolutes Highlight erlebt: Löwen. Die gefährlichen Katzen zu bewundern, war ein Erlebnis, das sich in Südafrika auf jeden Fall lohnt.

Nach der aufregenden Tour haben sich alle Wagen an einer Lodge getroffen und dort gemeinsam am Lagerfeuer zu Abend gegessen. Unser Ranger hat dabei noch erzählt, dass internationale Wildererbanden nicht mal davor zurückschrecken, mit Helikoptern in Reservate einzudringen, um z.B. von Nashörnern das Horn zu stehlen und illegal nach Asien zu bringen. Wirklich traurig, dass so etwas immer noch auf der Tagesordnung steht.

Insgesamt war es ein sehr cooler Tag und hat sich mehr als gelohnt. Aus unserer Sicht ist es eine definitive Empfehlung für Safarineulinge, eine geführte Tour zu machen und sich so die ersten Sporen zu verdienen. Uns persönlich hat der Morgen im Addo auch noch deutlich besser gefallen. Schafft man es in Südafrika aber beispielsweise nicht mehr zum Kruger Nationalpark, kann sich auch ein privates Reservat definitiv lohnen.

Unsere Highlights um den Addo Elephant National Park (Garden Route Stopp 5):

Nächte: 2
Unterkunft: Charihandra Private Game Lodge
Preis: ca. 230 EUR für eine Nacht (2019)
Must Do: Addo Elephant National Park, Schotia Safari
Restaurants & Cafés: wir waren in unserer Unterkunft versorgt, daher hier keine Tipps
Fahrt: Jeffreys Bay – Charihandra 100km/1:15 Std.

Die Garden Route ist eine echtes Highlight, um in Südafrika viel in kurzer Zeit zu erleben

Am nächsten Morgen sind wir dann weiter nach Port Elizabeth gefahren, um dort am Flughafen unser Auto abzugeben und unsere Roadtrip über die Garden Route nach fünf tollen Stopps zu beenden.

Mit dem Flugzeug ging es dann zurück nach Kapstadt, um dort am nächsten Tag die Heimreise anzutreten. Rückblickend hat uns unser Roadtrip über die Garden Route verdammt gut gefallen und wir wollen unbedingt wiederkommen und dann hoffentlich mehr Zeit für noch mehr Stopps zu haben.

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. travellingcarola sagt:

    Sehr schön! Ich träume schon lange davon, wieder einmal nach Südafrika zurückzukehren. Die Gardenroute steht dann ganz oben auf meiner Liste, ob mit Fahrrad oder Auto. Danke für die vielen Tipps.

    Gefällt 1 Person

  2. Angela sagt:

    Da habt ihr eure Stopps so ziemlich im Wechsel zu unseren gewählt. Das Hausboot in Knysna kommt definitiv auf die Liste fürs nächste Mal Garden Route! Und im Tsitsikamma Nationalpark waren wir zwar länger als ihr, aber auch nicht lang genug. Dafür würde ich mir auch nochmal mehr Zeit wünschen. Die Garden Route ist definitiv einer der orte, an die ich immer wieder gern zurückkehren würde, weil es immer noch mehr zu sehen und zu erleben gibt. Danke fürs Mitnehmen!
    Liebe Grüße
    Angela

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, wir wollen auch auf jeden Fall wieder zurückgehen und dann nochmal längere (oder auch andere Stopps machen). 🙂 Es ist wirklich wunderschön dort!

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