Podgorica – unsere 24 Stunden in der Hauptstadt Montenegros

Bis vor Kurzem oder gar vor ein paar Minuten wusstet ihr nicht, wo Podgorica liegt oder, dass es diese Stadt überhaupt gibt? Macht nichts! Fast genauso ging es uns auch, als wir die ersten Recherchen für unseren Trip nach Montenegro gestartet haben.

Kleiner Hinweis in eigener Sache: Auf unserem Blog findet ihr neben diesem Artikel etwas zu unserem Roadtrip im Allgemeinen sowie zum Wandern in Montenegro.

Wo ist eigentlich Podgorica und was macht man in der Hauptstadt Montenegros?

Und die ersten Ergebnisse waren nicht gerade vielversprechend. Wenn man nicht unbedingt müsse, sei ein Besuch in Podgorica zu vermeiden. Warum? Nicht etwa, weil die montenegrinische Hauptstadt besonders gefährlich oder hässlich wäre. Langweilig sei viel mehr das Stichwort, mit dem die Hauptstadt Montenegros häufiger und in einer einschlägigen Reise-Infoquelle beschrieben wurde.

Wieso wir trotzdem zwei Nächte dort verbracht haben? Ganz einfach: Unser Flug aus Düsseldorf ist eben in Podgorica gelandet. Und so ganz glauben wollten wir nicht, dass die Hauptstadt unseres auserkorenen Reiseziels Montenegro wirklich so gar nichts zu bieten haben sollte.

Knapp 24 Stunden in Podgorica – was uns die Hauptstadt Montenegros in dieser Zeit geboten hat

Um eines gleich vorweg zu nehmen: Uns hat es eigentlich ganz gut gefallen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir tatsächlich nicht extra nach Podgorica anreisen würden. Solltet ihr aber auch, beispielsweise aufgrund eurer Flugverbindung, ohnehin in der Hauptstadt des kleinen Staates an der Adria landen, gönnt euch zumindest 24 Stunden zum Erkunden von Podgorica.

Tipp: In Podgorica kann man getrost ein Taxi vom Flughafen in die Stadt nehmen. Die Taxifahrer sind super nett, haben gute Tipps parat und die über 20 Minuten lange Fahrt kostet nur um die 10 EUR.

Genau das haben wir gemacht und nachfolgend berichten wir euch von unseren kulinarischen, kulturellen und – naja – sonstigen Highlights in der Hauptstadt Montenegros.

Zum Start am besten kulinarische Highlights in Podgorica entdecken

Uneingeschränkt empfehlen können wir euch das Restaurant Pod Volat, welches landestypische Speisen zu äußerst fairen Preisen anbietet. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Vegetarier hier vermutlich nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen werden. Aber seht selbst:

Hat man den ersten Abend auf der Terrasse des Pod Volat genossen, kann man einen lauen Sommerabend am Besten mit einem Drink ausklingen lassen. Dafür eignet sich am Besten die Straße Njegoševa, an der die meisten Bars und Kneipen liegen. Da Podgorica besonders im Sommer ziemlich heiß werden kann, haben sich pfiffige Montenegriner ein besonders Highlight ausgedacht. Alle Bars haben Außenventilatoren, die einen sehr feinen und kühlen Wassernebel versprühen. Gerade für mich (Malte) die Erfindung des Jahrhunderts. Aber zurück zu den wichtigen Themen: Bei den Bars könnt ihr eigentlich nichts verkehrt machen, überall gibt es gute Drinks zu sehr kleinen Preisen. Wir hatten uns für das Titograd Café entschieden, dass wir definitiv weiterempfehlen können.

Beim Spaziergang durch Podgorica kann man alle Highlights erlaufen

Den nächsten Tag haben wir nach einem ausgiebigen Frühstück in unserem Hotel Alexander Lux (gute Mittelklasse, pro Nacht für ein Doppelzimmer mit Frühstück mit ca. 60 EUR sehr günstig) genutzt, um die Highlights von Podgorica zu erlaufen.

Vom Hotel aus sind wir zunächst in die historische Altstadt gelaufen, die man in einer halben Stunde Fußmarsch erreicht.

Die historische Altstadt von Podgorica lädt zum schlendern ein

Betritt man die kleinen Gassen der Altstadt, ist man direkt in einer anderen Welt unterwegs. Weg vom Trubel der „Großstadt“ fühlt man sich um ein paar Jahre zurückversetzt und kann den Zeitsprung beim Schlendern genießen.

Ist man dann wie wir bei sehr sommerlichen Temperaturen ins Schwitzen gekommen, kommt einem eine kleine Abkühlung ganz gelegen. Dafür eignet sich am Besten ein kurzer Stopp am Fluss Morača, an dessen Ufer man seine Füße und Beine gut abkühlen kann. An der Blažo Jovanović Bridge gibt es einen kleinen Strandbereich, der sich dafür super eignet. In der Hauptsaison soll es sogar eine kleine Bar geben, in der man Drinks bekommen kann. Bei unserem Besuch hatte diese leider zu.

Über die Millennium Brigde geht es in den modernen Teil Podgorica

Vom Strand aus Richtung Norden gesehen kann man den Fluss über die Millennium Bridge überqueren, die erste 2015 eröffnet wurde und sehr modern ist. Auf der anderen Seite wartet dann eine Statue von Vladimir Vysotsky. Kennt ihr nicht? Wir auch nicht. War aber offensichtlich an russischer Schauspieler, Dichter und Sänger.

Hinter der Kathedrale warten die besten Bureks in ganz Montenegro

Unser Ziel auf der moderneren Seite der Stadt war ein gar nicht so einfach zu findendes Highlight: Die besten Bureks der Stadt. Bureks (ihr kennt sie wahrscheinlich als Böreks) sind Blätterteigteilchen, die meistens mit Käse und Spinat gefüllt sind. Die besten in ganz Montenegro sollte es hinter der Kathedrale der Auferstehung Christi geben. Um euch denselben Suchspaß, den wir hatten, nicht zu nehmen, verraten wir den genauen Standort nicht :), sondern lassen euch selbst suchen. Es gibt übrigens zwei Burek Buden, die beide sehr gute Ware haben.

Mal sehen, ob ihr herausfindet, welcher der Beste ist.

Zusammen mit einem kühlen Getränk und einem schattigen Plätzchen haben wir unsere Bureks sehr genossen und uns damit für den Rest des Tages in Podgorica gestärkt. Gekühlte Getränke – die bei der mega heißen und stehenden Luft sehr wichtig sind – bekommt man fast an jeder Ecken in kleinen Supermärkten und Kiosken.

Bester Burek in Podgorica?

Nebenbei bemerkt lohnt natürlich auch ein kleiner Besuch in er Kathedrale. Von außen wirkt das Bauwerk, aus unserer Sicht, tatsächlich etwas deplatziert. Von Innen ist sie aber doch recht beeindruckend.

Kathedrale der Auferstehung Christi in Podgorica

Kaffeepause in Podgorica? Kann man machen im hippen Café ZRNO

Als wir dann weiter durch Podgorica geschlendert sind, sind wir lustigerweise an einem riesigen Bürogebäude der deutschen Telekom vorbeigekommen. War für uns auch neu, dass unsere Telekom ein großer Player in den Märkten auf dem Balkan ist.

Neben diesem „Highlight“ erblickten wir noch eine recht stattliche, und wohl auch bekannte, Shoppingmall (Mall of Montenegro), die für den einen oder anderen wohl auch ganz spannend sein könnte.

Wir sind allerdings lieber weitergeschlendert und haben das kleine, und doch recht „hippe“, Café ZRNO entdeckt. Da konnten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen und haben einen Kaffee bzw. eine Limo getrunken. Hier kam dann tatsächlich mal Großtstasdt-Feeling auf – das Café hätte nämlich auch gut mitten in Berlin oder Hamburg zu finden sein können. Seid ihr in der Nähe, schaut auf jeden Fall mal vorbei.

Montenegros „Niagarafälle“ lassen sich von Podgorica aus super easy erreichen

Und einen letzen Tipp haben wir auch noch parat, auch wenn der sich genau genommen nicht direkt in Podgorica befindet.

Verlässt man die Hauptstadt Montenegros wieder, lohnt sich ein kleiner Abstecher an die „Niagarafälle“ Montenegros ganz besonders. Benannt nach ihren großen Vorbildern sind die Wasserfälle zwar deutlich kleiner, laden dafür aber zum Baden ein. Neben einer, gerade im Sommer, sehr gern gesehenen Abkühlung, gibt es zudem eine kleine Gastronomie. Hier können Getränke und Snacks, aber auch ein kleines Mittagessen, erworben werden. Wir haben es mega gefeiert und die Abkühlung von derJuli-Gluthitze im angenehmen Nass gemeinsam mit den Einheimischen sehr genossen. Einziger Wehmutstropfen: Ihr braucht auf jeden Fall ein Auto um dort hinzukommen, öffentlichen Nahverkehr gibt es nicht.

Ein bisschen mehr dazu könnt ihr hier erfahren.

Unser Fazit: 24 Stunden in Podgorica kann man als Einstieg wunderbar mitnehmen

Insgesamt müssen wir sagen, dass Podgorica uns im Vergleich zu den Ankündigungen unserer Recherquellen positiv überrascht hat. Besonders die kulinarischen Highlights und unser kurzer Einblick ins Nachleben mit den coolen Bars haben uns überzeugt. Zudem mögen wir Städte, in den man alles Wichtige zu Fuß erlaufen kann, eh gerne. Mann muss aber auch sagen, dass 24 Stunden vollkommen ausreichend sind. Schließlich warten in Montenegro noch viele weitere Highlights, die erkundet werden wollen.

Für alle, die sich dazu informieren wollen, haben wir schon Beiträge zum Wandern in Montenegro sowie zu den besten Stops unseres Roadtrips verfasst. Schaut gerne vorbei!

Gesammelte Infos für 24 Stunden in Podgorica

Übernachtung: Hotel Alexander Lux

Unsere „must-see“ Sehnswürdigkeiten: Millennium Bridge, Kathedrale der Auferstehung Christi inkl. Bureks, Strand am Fluss Morača, Niagarafälle

Restaurants & Cafés: Restaurant Pod Volat, Café ZRNO, Titograd Cafe (und weitere Bars auf der Straße Njegoševa)

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. DieReiseEule sagt:

    Klingt doch gar nicht so unspannend. Ich glaube, ich könnte mich für die Stadt begeistern.

    LG Liane

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    1. Ja, eine Chance geben, sollte man ihr auf jeden Fall! 🙂

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