Sonntagswanderung im Ahrtal – Runderwanderung von Altenahr über das Steinerberghaus

Wie nutzt man den goldenen Herbst, der gefühlt noch weit bis in den Winter gereicht hat, am Besten? Aus unserer Sicht am liebsten damit, die Natur rund um unser zuhause in Bonn zu nutzen und dabei ein paar (Höhen)meter zu machen.

(Übersicht zur Wanderung mit allen Daten findet ihr unten unter dem Artikel)

Im Ahrtal gibt es Wanderungen für jeden Geschmack

Eines unserer absoluten Lieblingsziele ist dabei das Ahrtal, das Wanderungen für jeden Geschmack bietet. Da wir schon häufiger auf dem Rotweinwanderweg rund um Walporzheim und Dernau unterwegs gewesen sind, sollte es dieses Jahr etwas neues sein. Unser Ziel: Altenahr. Von dort aus gibt eine Menge Wanderungen, die einen zu richtig schönen Aussichtspunkten führen und dabei nicht zu einfach sind. Schließlich soll zumindest gefühlt etwas alpines Feeling aufkommen, wenn man schon nicht in die Alpen kann! Wir sind diese Wanderung im November gegangen, aber auch Sommer stellen wir uns die Runde wunderschön vor. Gerade auch, da man auf den vielen Stücken durch den Wald wunderbar vor der Sonne geschützt ist.

Heutiger Wanderplan: Ein Rundweg über den Aussichtspunkt Steinerberghaus

Unser Ziel für eine ca. 3-4 stündige Sonntagswanderung sollte bei perfektem Wetter (kalt und sonnig) der Aussichtspunkt am Steinerberghaus sein (eine genaue Beschreibung der Wanderung mit GPS Daten findet ihr unten in der Übersicht). Los ging es am Wanderparkplatz gegenüber der Weinkellerei Mayschoß in Altenahr, die man von Bonn aus in ca. 30 Minuten gut erreichen kann. Auf dem Parkplatz zahlt man maximal 5 EUR für einen ganzen Tag, was aus unserer Sicht ein sehr fairer Preis ist.

An der Ahr entlang wird losgewandert

Von Altenahr wandert man das erste Stück an der Ahr entlang auf dem Wanderweg 8 des Eifelvereins, ehe eine Flussquerung und der erste kleine Anstieg ansteht. Danach geht es nochmal ein Stück am Rande des nächsten Dorfes entlang, bevor man auf dem Ahrsteig den ersten knackigen Anstieg meistern muss. Für uns als bekannte Konditionswunder natürlich kein Problem – man ist ja auch nicht auf der Flucht! Hat man den Anstieg geschafft, wird man mit dem ersten super Ausblick belohnt und findet genug Plätzchen, die sich für eine kurze Pause eignen.

Am Hornberg lädt eine Schutzhütte zum Pausieren ein

Nur ein kurzes Stück weiter wartet dazu noch die Schutzhütte am Hornberg, die den ersten Gipfel markiert und glücklicherweise schon wieder zum kurzen Verweilen einlädt. Der Blick ist ebenfalls mehr als fantastisch und lässt man die Augen ins Tal wandern, realisiert man erst wie viele Höhenmeter schon hinter einem liegen. Vom Hornberg geht es mit ein paar kleinen moderaten Anstiegen weiter bis zur Abzweigung zum Steinerberghaus. Dieser Weg ist jetzt größtenteils flach und nur zum Ende hin geht es noch einmal ein kleines bisschen bergauf. Das lässt sich aber sehr gut meistern.

Großartige Aussicht am Steinerberghaus

Belohnt wird man dann am Steinerberghaus mit einem herrlichen Ausblick. Diesen kann und sollte man auf dem weiten Plateau genießen, welches sich vor einem erstreckt. Eine große Wiese lädt dazu ein, zu verweilen und die Sonne sowie den belohnenden Ausblick ausführlich zu bestaunen. Bestenfalls bei einem gut gekühlten Getränk, das man an Wochenenden (auch während der Winterzeit) am Ausflugslokal erwerben kann. Neben Softgetränken gibt es auch Bier und lokalen Wein aus dem Ahrtal. Der schmeckt an einem solchen Ort doch besonders gut und dient als kleine Belohnung für die erfolgreich geschaffte erste Hälfte der Wanderung.

Der Abstieg nach Altenahr hat es nochmal in sich

Leider muss man auch die schönste Aussicht irgendwann verlassen, um nicht in die Dunkelheit zu geraten (wir hatten für Notfälle natürlich unsere Stirnlampen dabei; gerade im Winter, wenn es früh dunkel wird, ist das sehr zu empfehlen). Das erste Stück geht auf dem selben Weg zurück, den man gekommen ist, ehe man sich wieder auf den Rundweg begibt. Der Weg bis zum Aussichtspunkt Schrock, der besonders im Sonnenuntergang eine gewissen Magie hat, lässt sich trotz einiger Steilstücke gut machen. Hier muss man die Wanderung einfach nochmal unterbrechen und die Natur um einen herum genießen. Danach wird es dann nochmal deutlich steiler, sodass sich die kleine Pause und das Tragen von guten Wanderschuhen mit ordentlich Profil bezahlt macht. Hat man diese fast finale Hürden überwunden, führt der Weg zurück an die Ahr und von dort aus dann wieder zurück zum Ausgangspunkt nach Altenahr.

Die perfekte Wanderung für einen sonnigen Wochenendtag im Ahrtal

Aus unserer Sicht ist diese Wanderung optimal für einen sonnigen (und gerne auch kalten) Wochenendtag. Die Anstiege sind so anspruchsvoll, dass man ordentlich in Schwitzen kommt und sich die Ausblicke mehr als verdient. Besonders die Dichte an Aussichtspunkten in verschiedene Richtungen hat uns mehr als überzeugt! Dieses Mal waren wir nicht alleine unterwegs und unseren Wanderpartnern hat’s auch (sagen sie zumindest) super gefallen. Wir alle waren wieder mal begeistert, was für schöne Ecken man aus Bonn mit dem Auto in weniger als einer Stunde erreichen kann.

Wenn ihr jetzt Blut geleckt habt, könnt ihr euch noch auf einige weitere Wanderungen freuen, die wir in kürze auf unserem Blog posten werden (wir haben unseren Urlaub nämlich genutzt und die Region intensiv erkundet). Mit dabei sind neben dem Ahrtal auch Eifel, Mosel und Rhein – da sollte für jeden etwas dabei sein.

Unsere Empfehlung: Navigieren mit maps.me

Einige von euch haben sich sicher gefragt, wie wir während unserer Wanderungen auf dem richtigen Pfad bleiben. Unser absoluter Favorit ist maps.me, da die App komplett ohne mobiles Internet auskommt und das GPS Signal sehr genau auswertet. Für die meisten Wanderungen laden wir uns Tracks bei Kommot oder Outdooractive runter, konvertieren diese in das KML Format (da gibt es online kostenlose Konvertierer) uns öffen die dann mit maps.me. Aus unserer Erfahrung einfach die beste Variante, sich nicht zu verlaufen! Besonders wenn man Wanderungen wählt, die wie diese eine Kombination aus verschiedenen ausgeschilderten Wanderwegen sind.

Wanderübersicht Altenahr über Steinberghaus – die Fakten

Startpunkt: Wanderparkplatz Altenahr gegenüber der Weinkellerei Mayschoß
Länge: ca. 13km
Höhenmeter: ca. 500
Dauer: ca. 3-4 Stunden
Schwierigkeit: Mittel, gutes & festes Schuhwerk benötigt
Wetter: Wir haben die Wanderung im November gemacht, was grundsätzlich kein Problem ist; trocken sollte es aber sein
Highlights: Hornberg, Steinerberghaus, Schrock
Verpflegungsmöglichkeiten: Gasthaus am Steinerberghaus
Link zur Strecke: Streckenprofil (Wichtig: Hier wird am Steinberghaus gestartet; wir empfehlen definitiv den Start in Altenahr)

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