Unser Montenegro Roadtrip – 14 Tage in den schwarzen Bergen

Sollte Montenegro noch nicht ganz oben auf eurer Bucket List stehen, ergänz es. Jetzt! Und dann mietet euch ein Auto und genießt das wunderschöne Montenegro während eines grandiosen Roadtrips.

Unsere Wandertipps für das kleine Montenegro haben wir ja in einem der vorherigen Beiträge bereits mit euch geteilt, und auch in die Hauptstadt Podgorica und zum Skutarisee haben wir euch mitgenommen. Heute geht es darum, euch die Route unseres kompletten Montenegro Roadtrips vorzustellen und dabei unsere Tipps und Tricks rund um das Reiseland im Süden Europas zu teilen. Über einen Klick auf die nachfolgenden Links gelangt ihr übrigens direkt zu den jeweiligen Abschnitten unseres Artikels.

Unsere Route für einen unvergesslichen Roadtrip in Montenegro

Als erstes Stellen wir euch natürlich unsere Route durch das (wörtlich) Land der schwarzen Berge vor. Angekommen in Montenegro sind wir in Podgorica (ja, das ist die Hauptstadt!) und von dort aus ging dann auch unser Roadtrip durch Montenegro los. Podgorica war uns, nebenbei bemerkt, vorher auch kein Begriff. Geschweige denn wussten wir, dass es sich dabei um die Hauptstadt Montenegros handelt. Aber wer außer denen, die schon in der Schule Erdkundefreaks waren, können das schon von sich behaupten?

Ein wendiges Auto ist ein „Muss“ für einen Roadtrip in Montenegro

Unterwegs durch Montenegro waren wir insgesamt ganze 14 Tage und hatten für die ganze Zeit ein Auto gemietet. Wir haben uns für eine Miete bei Sixt entschieden und durften für unseren Montenegro Roadtrip einen Dacia Sandero Stepway unser Eigen nennen. Aus unserer Sicht ist ein solches oder vergleichbares Modell auch vollkommen ausreichend für einen Roadtrip durch Montenegro. Wir konnten mit unserem kleinen Flitzer alles super erreichen und waren tatsächlich an der einen oder anderen engen Stellen doch eher froh, kein größeres Gefährt zu haben. Die Straßenverhältnisse sind meistens einigermaßen gut (ein bisschen Schotter hält ja niemanden ab), in der Breite sind die Straßen aber doch eher begrenzt.

Auch die Stepway Ausstattung mit etwas mehr Bodenfreiheit war nicht so schlecht und damit konnte man sich auch durchaus mal etwas abseits der befestigten Straßen bewegen. Ein echter Offroader ist natürlich etwas anderes, für Montenegro war der Dacia aber vollkommen ausreichend.

Unser fahrbarer Untersatz hat uns in insgesamt 14 Tagen dann auch knapp 700km quer durch Montenegro gebracht. Vom Start in Podgorica führte unsere Route uns nach nach Limljani (Skutarisee) und über Ulcinj (nahe der albanischen Grenze) weiter in die Berge. Nach unserer Zeit in Mojkovac (Biogradska Gora) ging es weiter nach Nedajno in den Durmitor Nationalpark. Unser letzter Halt war, nach einem kurzen Abstecher in Niksic und zum bekannten Kloster Ostrog, die Küstenstadt Kotor. Schließlich musste auch noch ein wenig das laue Strandleben genossen werden.

Vom Skutarisee in die Berge und ab ans Meer – unser Montenegro Roadtrip

Was man abseits von einer Route und einem Auto für einen Roadtrip noch so braucht, sind natürlich die richtigen Unterkünfte. Auch hier haben wir uns, wie immer, nicht lumpen lassen. Wir haben uns für diesen Roadtrip entschieden, alle Schlafgelegenheiten vorzubuchen. Zum einen, weil wir bei der Online-Recherche so fantastische Guesthouses gesehen haben, dass wir auf keinen Fall die Gefahr eingehen wollten, diese bei einem spontanen Besuch ausgebucht vorzufinden. Zum anderen wollten wir bei einer 14-tägigen Reise vor Ort nicht zu viel Zeit in Organisatorisches und Recherchearbeit stecken. Am Ende war das für uns auch genau die richtige Entscheidung. Es sollte aus unserer Sicht aber auch kein Problem sein, kurzfristig vor Ort eine Unterkunft zu finden. Wo und wie genau wir genächtigt haben, erfahrt ihr natürlich gleich bei den Informationen zu den einzelnen Stopps auf unserem Montenegro Roadtrip.

Es lohnt sich, bei einem Montenegro Roadtrip mehr als eine Nacht an einem Ort zu bleiben

Von unserem letzten Roadtrip in Kanada hatten wir außerdem gelernt, möglichst mehr als eine Nacht pro Unterkunft einzuplanen und somit die Zeit auf der Straße zu minimieren. Was bei einem so kleinen Land wie Montenegro aber ehrlicherweise auch deutlich einfacher ist als in Kanada. Zum Vergleich: Montenegro ist ungefähr so groß wie Schleswig-Holstein.

Trotzdem hat sich für uns bewährt dem einen oder anderen Ort in Montenegro zwei oder sogar drei Tage zu gönnen, um deutlich mehr entdecken zu können.

Flug von Düssedorf nach Podgorica ist der Auftakt unseres Montenegro Roadtrips

Gestartet haben wir unseren Roadtrip durch Montenegro, wie bereits erwähnt, in Podgorica. Wieso Podgorica? Weil unser Flug aus Düsseldorf dort gelandet ist. Muss man dahin? Nicht unbedingt. Oder sagen wir es so: Zu unseren Montenegro Highlights hat Podgorica sicher nicht gezählt, aber ein paar coole Sachen kann man schon machen.

Alternativ kann man auch nach Kotor oder Dubrovnik (Kroatien) fliegen, um einen Montenegro Roadtrip von dort aus starten. Wir haben bei vielen gelesen, dass ein Flug nach Dubrovnik sich sowohl in Bezug auf die Flugpreise, als auch bei den Mietwagenpreisen lohnen würde. Das galt für unseren Fall allerdings nicht.

Montenegro Roadtrip Stopp 1: Podgorica – die unbekannte Hauptstadt Montenegros

Und ehrlicherweise haben wir unseren Riadtrip-Start in Podgorica auch nicht bereut. Wir fanden die montenegrinische Hauptstadt immerhin so spannend, dass wir der Stadt einen eigenen Beitrag gewidmet haben. Hier geht es zu den besten Tipps, sollte es euch ebenfalls nach Podgorica verschlagen.

Podgorica war der erste Stopp unseres Montenegro Roadtrips. Leider nicht der Fotogenste.

Montenegros Hauptstadt Podgorica bietet nette Cafés, coole Bars und große Hitze

Was wir in der montenegrinischen Hauptstadt definitiv empfehlen können, ist das Erkunden des überschaubaren Stadtgebiets zu Fuß. Ok, das empfehlen wir ehrlicherweise immer, aber in Podgorica gibt es auch einfach nicht so viele Sehenswürdigkeiten zwischen denen man hin- und herfahren könnte. Einzig die in den Sommermonaten allgegenwärtige Hitze könnte dabei etwas stören.

Und es war wirklich heiß. Aber der findige Montenegriner hat dafür natürlich eine Lösung, die Malte am liebsten direkt mit nach Hause genommen hätte. Anstatt nämlich wie in den meisten südlichen Ländern mittels Klimaanlage alle Innenräume auf Arktis zu kühlen, gibt es einfach überall innerhalb der Außenbereiche von Restaurants, Bars und Cafés riesige Ventilatoren, die mit kleinen Wasserzerstäubern ausgerüstet sind. Unglaublich angenehm, so ein kühler Nebel! Und man kann dabei auch noch draußen sitzen. Gut, oder?

Ein kulinarisches Highlight auf einem Roadtrip durch Monetegro sind Burek

Gewohnt haben wir in Podgorica übrigens mitten in der Innenstadt. Sehr praktisch, wenn man abends noch entspannt das ein oder andere Getränk nehmen will. Das können wir überhaupt uneingeschränkt empfehlen, u.a. auch da Bier meist zwischen 1-2 Euro und der teuerste Gin & Tonic 5 Euro kostet. Das sollte man sich definitiv mal gönnen.

Zur Erkundung von Podgorica lohnt es sich, von der Stadtmitte einen kleinen Spaziergang Richtung Altstadt zu machen, dann am Fluss Moraca (in dem man auch super im klaren, kühlen Wasser baden kann) entlang in Richtung Milleniumbrücke zu laufen, um anschließend noch der Kathedrale im neueren Teil der Stadt einen kurzen Besuch abzustatten. Dort waren wir aber nicht wegen unserer religiösen Überzeugung, sondern wegen des besten Bureks (ist das gleiche wie Börek) der Stadt. Der wird nämlich aus einer kleinen Hütte neben/hinter der Kathedrale verkauft wird. Sehr zu empfehlen!

An unserem ersten und einzigen Abend in Podgorica haben wir ein klassisches Grillrestaurant (Pod Volat) angesteuert. Fazit: Super lecker, aber viel viel zu viel. Scheint ein Ding zu sein in Montenegro, aber dazu später mehr. Auch sehr günstig übrigens, denn mit 30€ kommt man mit Getränken und Vorspeisen für zwei Personen meistens ziemlich gut aus, ohne dabei auf Qualität verzichten zu müssen. Auf Qualität verzichten würden wir sowie nie (auch wenn’s teurer ist), aber so ist es auch mal schön.

Zusammenfassung Montenegro Roadtrip Stopp 1: Podgorica

Nächte: 1
Unterkunft: Hotel Alexander Lux
Preis: ca. 55€ für ein Doppelzimmer inkl. Frühstück
Lage: direkt in der Innenstadt neben der deutschen Botschaft)
Must Do: Burek neben der Kathedrale und Café Zrno
Restaurants: Pod Volat (große Portionen, sehr lecker)
Mehr Infos auf unserem Blog: hier entlang

Montenegro Roadtrip Stopp 2: Der Skutarisee – perfekte Natur direkt an der albanischen Grenze

Direkt aus der montenegrinischen Hauptstadt führte unsere geplante Route uns dann zum ersten Highlight auf dem Montenegro Roadtrip: Dem Skutarisee (Lake Skadar; Skadarsko Jezero). Direkt an der Grenze zu Albanien, und sogar zu einem großen Teil auf albanischem Gebiet, befindet sich der riesige See. Die Montenegriner behaupten, auf „ihrer“ Seite der Grenze würde sich zwar der kleinere, aber deutlich schönere Teil des Gewässers befinden. Sagen wir es so: Wir waren nicht in Albanien, aber was wir in Montenegro gesehen haben, ist wunderschön.

Der Skutariasee – ein Highlight unseres Montenegro Roadtrips

Bootfahren und Entspannen während des Montenegro Roadtrips am Skutarisee

Wir haben diesem Ort aufgrund seiner besonderen Schönheit einen gesonderten Artikel gegönnt (hier entlang). Wirklich zu empfehlen ist hier zum einen unsere wunderschöne Unterkunft in den Bergen unweit des Sees und eine private Bootstour auf dem See. Lohnt sich auf jeden Fall!

Wenn es weitergeht und ihr nicht plant, einen Abstecher nach Albanien zu machen, solltet ihr trotzdem einen Zwischenstopp in Ulcinj einegen. Das ist wahrscheinlich die südlichste Stadt Montenegros und auf jeden Fall der südlichste Punkt auf unserem Montenegro Roadtrip. Die Anfahrt dorhin ging über die Straße M2.4, die Stadt verzaubert einen dann mit ihrem orientalischen Flair. Den kleinen Zwischenstopp kann man wirklich super einbauen, wenn man ohnehin im Süden Montenegros und rund um den Skutarisee unterwegs ist.

Übrigens: Wenn ihr in Ulcinj ins Mittelmeer springen wollt, macht das am Besten NICHT am öffentlichen Strand. Warum? Menschen. Und zwar Millionen. Vielleicht übertreiben wir ein wenig, aber wir würden trotzdem empfehlen, sich eines der privaten Strandbäder zu gönnen.

Die Altstadt ist wirklich schön, wer mehr Zeit hat kann hier bestimmt das eine oder andere nette Restaurant oder Café ausfindig machen. Man merkt auf jeden Fall den orientalischen Einschlag, der Ulcinj deutlich von den anderen Regionen auf unserer Reise unterschieden hat.

Ulcinj und die Ruinen von Stari Bar sind definitiv einen Besuch wert

Wenn man sowieso schon auf dem Weg vom Skutarisee nach Ulcinj ist, lohnt es sich, in der nähe von Bar bei den Ruinen in Stari Bar vorbeizuschauen. Dort kann man eine Menge über die Geschichte der Besiedlung lernen und durch die Ruinen streifen. Klettert man auf einen der Türme, hat man zudem einen super Blick über die gesamte Bucht und das Meer.

Zusammenfassung Montenegro Roadtrip Stopp 2: Skutarisee

Nächte: 2
Unterkunft: Apartman Vesna in Limljani
Preis: 75€ für ein Doppelzimmer für zwei Nächte inklusive Frühstück
Lage: Limljani, ca. 20 Minuten oberhalb des Sees
Must Do: Bootsfahrt auf dem Skutarisee, Schlendern durch Virpazar, Murići Beach, Aussichtspunkt Pavlova Strana
Must Do auf dem Weg: Stari Bar, Ulcinj
Restaurants & Cafés: aufgrund unserer hervorragenden Vollverpflegung können wir leider keine Tipps geben; mit kurzer Google Recherche sollte es aber genügend Auswahl in Virpazar geben
Mehr Infos auf unserem Blog: hier entlang

Montenegro Roadtrip Stopp 3: Endlich in die Berge – der Nationalpark Biogradska Gora

Auch wenn wir am Skutarisee schon einen kleinen Vorgeschmack auf die noch folgenden Berge während unseres Montenegro Roadtrips bekommen hatten, waren wir bei der Ankunft im Nationalpark Biogradska Gora mehr als begeistert. Die Motivation für die ersten Wanderungen stieg. Die Strecke zwischen dem Skutarisee und dem Nationalpark kann man übrigens leicht an einem Tag zurücklegen. Wir haben ja, wie oben schon gesagt, sogar auf dem Weg noch einen Zwischenstopp in Stari Bar und Ulcinj gemacht. Und trotzdem lag die reine Fahrzeit an diesem Tag bei nur ca. 3,5 Stunden. Auch der Weg in den Nationalpark ist mitunter sehr beeindruckend und man hört mit jedem Höhenmeter, den man dazu gewinnt, die Wanderrouten rufen.

Biogradska Gora – was will man mehr als diese wunderschöne Landschaft?

Autofahren wurde übrigens langsam auch deutlicher spaßiger. Die Berge am Skadar See waren zwar nett, aber so echte alpine Bergstraßen machen Malte dann schon mehr Laune. Angekommen in Mojkovac ging es dann knapp 10 Minuten den Berg hoch und schon waren wir an unserem Tagesziel angekommen. Wo? Im Eco Village von Familie Coric.

Wandern, perfektes Frühstück und etwas Regen – unser erster Stopp in den Bergen während des Montenegro Roadtrips

Begrüßt wurden wir herzlich, ordentlich und mit viel, viel Gastfreundschaft. Unser Cottage war nicht nur super schön gelegen, sondern Natascha hat uns auch morgens unser Frühstück vorbeigebracht. Wie in Montenegro üblich natürlich viel zu viel (war nicht schlimm, Wegzehrung für den Tag kann man ja immer gut gebrauchen) und richtig lecker! Selbst gebackenes Brot, Omelett aus eigenen Eiern, frisch gebackene Pfannkuchen, selbst gemachte Marmelade & Smoothie aus eigenen Himbeeren und und und…

Wahnsinn, was die Frau alles aufgefahren hat. Dazu durfte man sich noch Himbeeren aus dem eigenen Feld mopsen – definitiv das beste Frühstück, dass wir auf der ganzen Reise hatten.

Das ganze gute Essen wollte natürlich auch wieder abtrainiert werden, auch deshalb waren wir natürlich mal wieder ausgiebig wandern (als ob – wir hätten auch ohne die Wanderungen zugeschlagen). Aus unserer Sicht ist es sehr zu empfehlen, den Biogradska Gora Nationalpark zu Fuß zu erkunden, wenn es das Wetter zulässt. Welche coolen Wanderungen dort auf euch warten, findet ihr in unserem Beitrag zum Wandern in Montenegro.

Zusammenfassung Montenegro Roadtrip Stopp 3: Biogradska Gora Nationalpark

Nächte: 3
Unterkunft: Kolibe Coric bei Natascha
Preis: 117€ für ein eigenes Cottage inklusive mega Frühstück
Lage: 10 Minuten entfernt von Mojkovac
Must Do: Um den Biogradska Jezero spazieren, den Mount Bendovac erklimmen und hausgemachtes montenigrinisches Frühstück genießen
Restaurants & Cafés: aufgrund unserer hervorragenden Verpflegung können wir leider keine Tipps geben; mit kurzer Google Recherche sollte es aber genügend Auswahl in Mojkovac geben
Mehr Infos auf unserem Blog: hier entlang

Montenegro Roadtrip Stopp 4: Höher und atemberaubender – Durmitor Nationalpark im Norden Montenegros

War der Biogradska Gora Nationalpark eine gute Einstimmung, wollten wir danach ganz hoch hinaus. Und zwar nach Durmitor, Montenegros Herz und Seele mit Bergen von bis zu 2500m – richtig alpin also. Unser Ziel war Nedajno, ein kleines Dorf mitten im Nationalpark. Wunderschön ist es dort! Wer Berge liebt, ist hier genau richtig.

Alpines Wandern, abendlicher Gaumenschmaus und Europas größter Canyon im Durmitor

Um dort hinzukommen, wurde unser Montenegro wieder einen Schritt abenteuerlicher. Waren wir vorher noch auf normalen Landstraßen unterwegs, kamen jetzt schmale Bergpässe und Schotterpisten hinzu. Ein Traum also für jeden, der gerne Auto fährt.

Und ein Traum für jeden Beifahrer mit leichtem Hang zu Angstzuständen (Nina schwitzt jetzt noch ein wenig). Nein, Scherz beiseite, die Anfahrt entschädigt mit wunderbaren Ausblicken und atemberaubenden Landschaften. Wanderrouten gibt es hier übriges ebenfalls ausreichend. Wir sind unter anderem auf den mächtigen Berg Prutas gestiegen und haben dem Savin Kuh einen Besuch abgestattet. Ein „Muss“ ist es außerdem dem Schwarzen See (Crno Jezero) einen Besuch abzustatten. Bei guten Better lohnt sich eventuell sogar ein Bad in dem Bergsee, für uns hat es nur für eine Umrandung und ein Getränk am Seeufer gereicht.

Familiäres Guesthouse im Durmitor Nationalpark ist eines der Montenegro Roadtrip Highlights

Genächtigt haben wir übrigens im wunderbaren Dorf Nedajno bei Jelena und ihrer Familie im Guesthouse Nedajno. Gute bodenständige Übernachtungsmöglichkeit mit köstlichem Essen. Wir haben jeden Abend die Möglichkeit genutzt, bei den Gastgebern zu Abend zu essen und wurden nicht ein Mal enttäuscht.

Lustig, aber wahr: Am Besten wahr tatsächlich das Schnitzel – ein Traum also für jeden, der von zuhause gute Schnitzel gewohnt ist. Bei Montenegrinern anscheinend sehr beliebt und auf jeden Fall genau das Richtige, wenn man einen anstrengenden Wandertag hinter sich hat.

Die Tara Brücke und der Tara Canyon dürfen auf einem Montenegro Roadtrip nicht fehlen

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Montenegro ist wohl die Tar Brücke, welche über den gigantischen Tara Canyon führt. Natürlich haben auch wir bei unserem Aufenthalt im Durmitor Nationalpark dem Naturspektakel einen Besuch abgestattet.

Der Fluss Tara ist hierbei namensgebenden und fließt durch den 146km langen Canyon. Diese Länge macht ihn übrigens auch zum größten Canyon in Europa und zum zweitgrößten auf der Welt. An der tiefsten Stelle ragt der Tara Canyon übrigens ganze 1.300m in die Höhe. Beeindruckend, oder? Uns ist beim Gang über die Tara Brücke auf jeden Fall ein bisschen mulmig geworden und wir haben uns entschieden keines der vorhandenen Angebote zum „Zip-Lining“ über den Canyon zu buchen. Eventuell bereuen wir das heute etwas.

Zusammenfassung Montenegro Roadtrip Stopp 4: Durmitor Nationalpark

Nächte: 3
Unterkunft: Guesthouse Nedajno bei Jelena
Preis: 105€ für ein Zimmer mit geteiltem Bad inklusive Frühstück
Lage: 30 Minuten entfernt von Zabljak
Must Do: Den Mount Prutas erklimmen, eine abenteuerliche Sesselliftfahrt auf den Savin Kuk machen, Tara Cayon und Tara Brücke besuchen, Crno Jezero (schwarzer See) besuchen und umrunden
Restaurants & Cafés: wir waren in unseren Guest House vollversorgt, daher hier keine Tipps
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Montenegro Roadtrip Stopp 5: Zwischenstopp in Niskic und das Kloster Ostrog

Nicht verwirren lassen, das ist weder am Kloster Ostrog noch in Niksic – war aber der schönste Teil dieser Strecke (Pluzine)

Unser letzter Stopp, bevor es dann endlich in Richtung Küste gehen sollte, war in der Studentenstadt Niksic. Wieso wir hier überhaupt nochmal gestoppt sind? Wir wollten das berühmte Kloster Ostrog sehen. Unser Fazit dazu? Kann man sich mal ansehen, einen Umweg und eine extra Übernachtung würden wir dafür wohl nicht nochmal investieren. Zumal man, wenn man in das Kloster hinein wollte, mehr als eine Stunde anstehen müsste. Das war es uns dann doch nicht wert. Beeindruckend ist das Kloster in der Felswand aber natürlich schon.

Was sich auf dem Weg aber definitiv lohnt, ist einen Zwischenstopp in Pluzine einzulegen (entweder bevor oder nachdem man den Durmitor Nationalpark) besucht hat. Wir hatten zwar leider keine Zeit die Stadt näher zu erkunden, haben uns aber zumindest für kurze Zeit eher wie in den norwegischen Fjorden als in Montenegro gefühlt. Wunderschön!

Niksic selbst ist, wie gesagt, eine nette Studentenstadt und bietet neben günstigen Drinks und Essen einige belebte Bars am Abend. Zum Durchreisen für eine Übernachtung daher wie gesagt ganz okay, für längere Aufenthalte hat Montenegro aber definitiv bessere Orte zu bieten. Wir haben uns den Gin & Tonic für unter 5€ trotzdem gut schmecken lassen und abends dem Treiben auf der zentralen Plaza etwas zugeschaut.

Zusammenfassung Montenegro Roadtrip Stopp 5: Niksic und Kloster Ostrog

Nächte: 1
Unterkunft: Garni Hotel Atrium
Preis: 55€ inklusive Frühstück für zwei Personen
Lage: Mitten in der Stadt
Must-Do: am Kloster Ostrog vorbeischauen, einen Zwischenstopp in Pluzine machen
Restaurants & Cafés: Drinks in der Propaganda Bar

Montenegro Roadtrip Stopp 6: Die müden Knochen ausruhen – Strandurlaub in der Bucht von Kotor

Und dann war es endlich „geschafft“ oder doch „leider schon vorbei“? Nach zehn aufregenden Roadtrip-Tagen in ganz Montenegro erreichten wir unseren letzten Stop Kotor. War die Anfahrt dorthin auf der Kotor-Lovcen Panoramastraße noch von einem beeindruckenden Panorama geprägt, war die wuselige Touristenstadt doch das Kontrastprogramm zu den eher einsameren Tagen in den Bergen.

Strandurlaub in Montenegro – am Besten in der Bucht von Kotor

Doch wir gewöhnten uns schnell wieder an die Menschen und genossen die vier Strandtage in vollen Zügen. Wichtig zu sagen ist hier allerdings, dass es in der Bucht von Kotor wenig öffentliche (schöne) Strände gibt und man bei der Hotelbuchung einen Blick auf den Hotelstrand werfen sollte. Ansonsten gibt es auch ein paar private Beach Clubs, in denen man sich tageweise Liegen mieten kann (ca. 15€ pro Person & Tag). Da das bei längeren Aufenthalten ins Geld gehen kann, lieber bei der Buchung auf einen schönen Strand achten.

Wir wollten unseren Montenegro Roadtrip in Kotor standesgemäß abschließen und haben uns im Hotel Forza Terra eingemietet. Der Strand war wunderschön, die Zimmer auch, der Preis entsprechend. Kann man mal machen, muss man aber vielleicht nicht. Es war schon irgendwie cool, in einem Boutique Hotel mit nur 8 Zimmern zu sein. Es gibt aber sicher auch preiswertere Alternativen, die ebenfalls völlig ausreichend sind. Aber macht man ja nicht alle Tage, sich so etwas zu gönnen…

Die einzigen Aktivitäten in Kotor, abseits vom Sonnenbaden, waren übrigens eine kurze Wanderung hoch zur Burg, welche die ganze Stadt überblickt und das Erkunden der superschönen und sehr touristischen Altstadt von Kotor. Beides ist sehr empfehlenswert. Wer übrigens eine super schöne (und leckere!) Location für ein Abendessen sucht sollte mal hier vorbeischauen: Restaurant Konoba Portun. Wir hatten einen wundervollen Abend.

Zusammenfassung Montenegro Roadtrip Stopp 6: Bucht von Kotor

Nächte: 4
Unterkunft: Hotel Forza Terra
Preis: ca. 300€ pro Nacht im DZ mit Frühstück
Lage: etwas abseits an der Küste entlang in Dorota (ca. 30 Minuten Fußmarsch nach Kotor City)
Must Do: zur Burg in Kotor, Altstadt von Motor erkunden, hochwanden, Kotor-Lovcen Panoramastraße
Restaurants & Cafés: Konoba Porten direkt am Wasser
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Unser Fazit zu einem wunderbaren Montenegro Roadtrip

Ein Roadtrip durch Montenegro? Kann man machen, sollte man machen! Montenegro ist ein wunderschönes Land zwischen Bergen und Meer. Und obwohl mein Herz die montenegrinischen Berge etwas schneller gewonnen haben als der Küstenstreifen ist das ganze Land eine Reise absolut wert. Wir haben super nette Menschen kennengelernt und in großen Teilen unberührte Natur abseits von Touristenströmen genossen. Genau das Richtige, wenn man mitten in Europa mal abschalten will!

Auch die Fortbewegung mit dem Mietwagen ist absolut zu empfehlen und perfekt, um das kleine Land ausgiebig zu erkunden. Wir werden auf jeden Fall wiederkommen, denn selbst nach zwei Wochen Roadtrip durch Montenegro bleibt noch einiges zu entdecken.

Mehr zu Montenegro bei Kommrum Reisen

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