Kanada Roadtrip #teil2

Nachdem wir euch hier schon auf den ersten Teil unseres Roadtrips mitgenommen haben, geht es heute auf die nächste Etappe. Wir machen uns auf den Weg von Whistler nach 108 Mile House.

Doch erstmal wollen wir euch noch ein bisschen was über die Natur kurz hinter Whistler berichten.

Die nämlich wirklich schön ist, also ganz anders als das mit Touristen übervölkerte Dorf.

Denn nach unserer Wanderung für Fortgeschrittene am Vortag hatten wir tatsächlich Blut geleckt. Nach dem notwendigen Auffüllen unserer Vorräte (Shopping!) war unser erster Halt der türkisblaue Green Lake.

Wunderschön, oder?

Ich war natürlich direkt versucht, eine Runde schwimmen zu gehen. Im Endeffekt habe ich mich dann aber erstmal zurückgehalten, da diese Seite des Sees doch ziemlich direkt an der Straße liegt und mir noch bessere Spots für eine Erfrischung durch die Reiseleitung (Nina) versprochen wurden.

Parkhurst Ghost Town – ein kleiner Abstecher nahe Whistler

Jetzt waren wir aber wirklich bereit für eine weitere Entdeckungstour. Als Tagesziel hatten wir uns „Parkhurst Ghost Town“ ausgesucht. Klingt spannend? Ist es auch! Und gar nicht so einfach dort hinzukommen (ein paar erste Infos gibt es hier). Die sogenannte Geisterstadt befindet sich genau auf der anderen Seite des eben erwähnten Green Lake. Wir haben die folgende Route gewählt um dort hin zu gelangen.

Das hinkommen war wirklich nicht so einfach. Aber wir als alte Indianer haben das natürlich hinbekommen. Damit es für euch ganz einfach ist, müsst ihr im bei Maps „Whistler Paintball“ eingeben und dem Riverside Drive, der vom Sea to Sky Highway abgeht, bis kurz vor eine alte Brücke folgen. Achtung: die Straße ist etwas holprig, aber gut mit jedem Auto befahrbar (zumindest im trockenen Zustand).
Dort könnt ihr euer Auto abstellen, über die teilweise kaputte Brücke kraxeln und dann den Schienen über das Gleisdreieck folgen. Am Ende dieses Dreiecks werdet ihr dann eine beschilderte Abzweigung nach links sehen, der ihr einfach folgt. Ganz einfach, oder?

Hat sich auf jeden Fall gelohnt! Nur warm wars. Also wirklich warm.

Endlich angekommen haben wir erst die Überbleibsel von Parkhurst erkundet und haben dann die Chance genutzt uns auf der deutlich weniger frequentierten Seite des Sees eine kleine Abkühlung zu gönnen. Malte zumindest.

War mir ja auch so versprochen worden. Und hat sich gelohnt. Was kann es besseres geben, als an einem heißen Sommertag ins eiskalte Bergwasser zu springen?

Ehrlicherweise muss man an dieser Stelle zugeben, dass die Überreste von Parkhurst aus unserer Sicht kein absolutes „must see“ sind. Schön war die kleine Wanderung dorthin allemal und die einsame Abkühlung hat den Ausflug dann final zum Erfolg werden lassen.

Der Roadtrip geht weite – Ziel 108 Mile House

Zurück zum Auto haben wir dann den direkten Weg entlang der Schienen gewählt. Insgesamt hat der Spaß rund 2 Stunden inklusive ausgiebiger Schwimmpause gedauert. Lohnt sich definitiv. Auch wenn die Überbleibsel von Parkhurst wie gesagt, doch sehr heruntergekommen sind und das wahre Highlight hier (mal wieder) die Natur drumherum ist.

Anschließend sollte es auf den Weg nach 108 Mile House gehen. Hier lang dann das erste Mal eine etwas längere Autofahrt vor uns. Genau genommen gut 300km bis zur unserem B&B. Aber wir haben den Weg wie immer in vollen Zügen genossen. Wie das genau ausgesehen hat?

Natürlich mit Zwischenstopps! Einer davon – ihr ahnt es – war mal wieder eine Schwimmpause (wer sich das wohl gewünscht hatte…). Wobei Nina dieses Mal auch sehr warm war und wir beide eine Abkühlung bei über 30 Grad Außentemperatur für eine sinnvolle Idee gehalten haben.

Der Seton Lake in Lillooet sollte es sein. Nicht der schlechteste Ort, um seinen Nachmittag zu verbringen, oder? Hier haben wir einfach mal das Entspannte Urlaubsleben genossen und NICHTS getan. Also außer in der Sonne zu liegen, zu snacken und zu schwimmen.

Wobei einer von uns ein bisschen mehr geschwommen und einer etwas mehr gelegen hat. Gesnackt haben wir beide.

Dann musste es aber auch schon weitergehen. Schließlich hatten wir noch ein bisschen was an Strecke vor uns, einkaufen wollten wir auch noch und das Abendessen ausfallen lassen ist für uns auch keine wirkliche Option. Also die Sachen schnell wieder zusammengepackt, noch einen letzten Blick auf den See genossen und dann ging die wilde Fahrt auch schon weiter.
Gegen 20 Uhr und nach einem kleinen Zwischenstopp im Supermarkt sind wir dann auch endlich bei Henning in seinem kleinen Domizil angekommen.

Wohnen in Hennings wunderbarem Arcona House on the Lake

Um eines hier schon mal vorweg zu nehmen: Hennings B&B ist eine absolute Empfehlung unsererseits. Nicht nur, dass wir hier das (wahrscheinlich) beste Frühstück unseres Roadtrips erhalten haben, wir wurden auch morgens im Garten von Rehen begrüßt und jedes der kleinen Zimmer ist individuell eingerichtet.

Der Plausch mit Henning beim Frühstück und seine Geschichten zum Winter in Kanada haben dazu beigetragen, dass Malte nun schon unsere zweite Reise in den Norden Amerikas plant – die dann wohl im Januar stattfinden soll.

Auf jeden Fall! Henning war super, sein Haus direkt am See sehr idyllisch gelegen und das Frühstück war mit selbstgemachten Pancakes mit frischen Früchten aus dem Wald neben dem Haus ein optimaler Start in den Tag.

Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich nur noch, warum ich ausgerechnet im Winter wieder nach Kanada will. Ganz einfach: weil dann wirklich keine Touris mehr da sind, man mit Motorschlitten durch den Wald heizen und mit Pick-Ups über Seen fahren und Eisangeln kann. Klingt doch sehr verlockend, oder? Auch wenn -20 Grad durchschnittliche Temperatur schon eine Ansage sind.

Tipps zwischen Whistler & 108 Mile House

  • Wanderung Parkhurst Ghost Town – 2 Stunden – Start: Riverside Drive, hinter Whistler Paintball
  • See – Green Lake – Zu erreichen direkt aus Whistler
  • See – Seton Lake Lillooet – Direkt abgehend von der Route 99 (Seton Lake Reserve Rd)
  • Unterkunft – Arcona House on the Lake, 108 Mile House – Link

Fahrtipps & Route

Von Whistler aus zum Parkhurst Gost Town (zu Whistler Paintball navigieren), dann weiter zum Seton Lake und nach 108 Mile Ranch.


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