Kanada Roadtrip #teil1

Nachdem wir in unserem letzen Blogartikel von unserer Ankunft in Kanada und unserer Zeit in Vacnouver berichtet haben, geht es nun los mit den ersten Storys zu unserem Roadtrip.

Insgesamt sollte der Trip uns von Vancouver über Whistler, Prince George, Jasper und Banff nach Calgary führen:Unbenannt.PNG

Heute wollen wir von unseren ersten beiden Etappen nach Squamish und Whistler berichten. Soll ja auch nicht zu viel werden.

Vancouver 2 Squamish

Nachdem wir aus Vancouver aufgebrochen sind, haben wir uns – wie schon ausführlich zuvor berichtet – erstmal im Umland der Metropole umgesehen. Erst einmal! Denn nachdem wir die Fahrstrecke fast bis nach Squamish zurückgelegt hatten, kamen wir an Sea to Sky Gondola an. Nachdem wir dort dann den ersten Wasserfall Kanadas für uns bestaunt hatten, packte uns die Abenteuerlust. Halt Stopp! Mich hat sie schon am Wasserfall gepackt – ich konnte es mal wieder nicht lassen und musste überall hoch- und herumklettern.

Anstatt mit der eben angesprochene Gondola den Berg zu erklimmen, haben wir uns entschlossen den Sea to Summit Trail zu nehmen und einfach hochzulaufen. Eine genauere Beschreibung findet ihr hier. Diese hatten wir nicht. Schade auch. Denn wir sind zwar nicht unsportlich und können so einen Trail sicher meistern. Infos über Länge und Höhenmeter wären für die eigene Zeitplanung aber schon vorteilhaft gewesen. Und Proviant. Kennt ihr nämlich die Zwei, die diese Wanderung mit zwei Müsliriegeln (wohlgemerkt in einer Packung – man könnte also auch sagen EIN Müsliriegel) und einer Packung Erdbeeren angetreten haben? Jo, wir sind’s!

Eventuell lag die Verpflegung für diesen Trip in meiner Verantwortung…zu dieser großen Auswahl an Lebensmitteln hatten wir einen ganzen Liter Wasser dabei. Man könnte wirklich denken, ich wäre noch nie mehr als 100m außerhalb meiner eigenen vier Wände gewesen.

Kurz vorweg genommen: Oben angekommen sind wird. Und es hat sich gelohnt!

Der Weg dahin war schon etwas anstrengend. Und ziemlich cool. Und hat uns immer wieder mit fantastischen Ausblicken belohnt. Diese hatte man hier natürlich (fast) für sich alleine.

Ein kleines Problem war nur, dass der Wanderweg zwar für den Aufstieg super ist, vom Abstieg aber nachdrücklich abgeraten wird. Doof, wenn die letzte Gondel runter um sieben Uhr geht. Und man sich um ca. 14:30 spontan für den Aufstieg entscheidet. Sagen wir so – unter Druck wandert es sich ja bekanntlich am besten.

Wandern ist gut – es gab nämlich große Teile des Weges, bei denen man ordentlich durch den Wald kraxeln musste. Teilweise sogar mit vorhandenen Seilen. Alles andere als easy also. Dachte ich zumindest so lange, bis wir eine asiatische Familie mit zwei Kids (so 6 und 10 Jahre alt) gesehen haben. Da war mein Ehrgeiz geweckt. Natürlich haben wir die Family locker überholt, auch wenn wir dabei etwas (ordentlich!!) ins Schwitzen gekommen sind.

Und wir haben es tatsächlich geschafft! Was allerdings mit denen, die wir auf dem Weg überholt haben, passiert ist, wissen wir nicht. Kann gut sein, dass der eine oder andere oben übernachten oder im Dunkeln den explizit nicht empfohlenen Abstieg wagen musste.

Oben angekommen, musste man sich den Genuss natürlich mit den Gondelfahrern teilen. Haben wir dann mal abfällig angeschaut. Und uns (endlich!!) was mit viel Zucker gekauft. Ich glaube, dass mir ein Snickers noch sie so gut geschmeckt hat wie an diesem Tag.

Ein besonders Highlight oben ist die gigantische Hängebrücke, welche einen nach dem Aufstieg erwartet. Nur schwindelfrei sollte man sein.

Nach einer kurzer Ruhepause mussten wir dann allerdings auch schon die Gondel nach unten nehmen. War ja schon kurz vor sieben. Unten haben wir dann übrigens festgestellt, dass wir mal locker knapp 10km mit etwas unter 1000 Höhenmetern in unter vier Stunden gemeistert haben. Nicht schlecht für so aus dem Stand und quasi ohne Verpflegung, oder?

Glücklicherweise war es dann bis zum Howe Sound Inn & Brewing Company, unserer Unterkunft für die Nacht, nicht mehr weit. Genau genommen nur 15 Minuten. War aber auch gut so, denn trotz des Snickers hatten wir einen mörderischen Hunger. Gut, dass unser Inn nicht nur eine Brauerei war, sondern auch von Burger bis Spare Ribs alles da hatte, was der heißhungrige Wanderer so braucht. War nicht nur super lecker, sondern gab für umsonst auch noch einen wunderschönen Blick von der Terasse auf die Berge. Schaut selbst:

Dann ging es aber auch schnell ins Bett, denn am nächsten Tag wartete schon das nächste Abenteuer auf uns: RAFTING

Squamish 2 Whistler

Schon vor unserem Trip nach Kanada hatten wir uns entschieden, dass wir auf jeden Fall eine Rafting-Tour während unseres Aufenthalts machen wollen. Es war der Hammer. Morgens haben wir uns im Office des Anbieters (mehr Infos wieder weiter unten am Ende des Artikels) gemeldet und sind von dort aus erst zur Anprobe unserer Neopren-Anzüge gebracht worden:

Steht uns oder? Aber sowas von!

Weitere ca. 1,5 Stunden brachten uns dann zu unserem Startpunkt am Squamish River. Die Busfahrt – im coolen gelben und typisch amerikanischen Schulbus – war übrigens aufgrund einer lustigen Vorstellungsrunde total entspannt und kurzweilig.

Das sagt sie heute. Im Bus selbst war wohl jedem etwas mulmig davor, sich vor ca. 50 komplett Fremden vorzustellen und dabei auf der Schotterpiste ordentlich durchgeschüttelt zu werden. Aber wir haben’s überlebt. Also die Busfahrt als auch die Vorstellungsrunde.

Dann waren wir endlich angekommen. An unserem Abfahrtsort. Hier sollte die „wilde Fahrt“ also losgehen. Das tat Sie nach einer kurzen Einführung auch. Es war der Hammer. Von einem Klippensprung, über riesigen Spaß im reißenden Wasser bis hin zu einem BBQ-Lunch war der Tag einfach perfekt. Große Empfehlung!

Ganz große! Wir waren zu acht auf einem Raft (plus Guide natürlich) und hatten sowohl in unserer Gruppe als auch mit den andere Booten eine großartige Zeit. Die Stromschnellen waren wirklich nicht ohne und haben mega Bock gemacht. Das sage ich als erfahrener Rafting Profi. Also quasi. War nämlich einmal mit ungefähr 11 Jahren auf der Drau in Österreich raften. Kam mir superwild vor damals.

Dazu habe ich natürlich das Angebot unseres Guides genutzt, mich außen am Boot durch eine Schnelle ziehen zu lassen. Ganz schön kalt kann ich euch sagen – aber hat sich gelohnt. Highlight neben dem Raften war wie von Nina erwähnt das BBQ, das wir auf halber Strecke gemacht haben. Frischer Lachs (nicht so mein Ding), Bio Gockel und jede Menge Salate und Beilagen gab’s für uns hungrige Abenteurer. Optimal kann ich dazu nur sagen.

Die Landschaft drumherum ist übrigens auch nicht zu verachten. Was mehr als untertrieben ist, wenn man einen perfekten und sonnigen Tag wie wir erwischt.

Quelle: Squamish Rafting

Leider geht auch das schönste Abenteuer immer viel zu schnell vorbei. Wobei wir das Geld perfekt investiert haben, der ganze Spaß ging nämlich von morgens um 8 bis nachmittags um 16 Uhr. Vollzeit Job quasi. Glücklicherweise war unsere Fahrtstrecke für diesen Tag relativ kurz – wir haben uns von der Küste verabschiedet und uns ins Hinterland Richtung Whistler, dem bekannten Skiort, aufgemacht.

Was übrigens noch super war bei der Rafting Tour, war die Tatsache dass tagsüber Bilder von uns geschossen wurden, welche wir in den folgenden Tagen per Mail zugesandt bekamen. So kommt man gar nicht erst in die Versuchung teuere Smartphones oder Foto-Equipment dem kühlen Nass auszusetzen.

Erstmal vorweg: Whistler selbst ist gräßlich. Nicht, weil der Ort nicht schön wäre, sondern einfach, weil sowohl im Sommer als auch im Winter gefühlt Millionen von Touris da rumhängen. Komisches Gefühl, wenn man nach dem entspannten Vancouver die Stille der Natur in Squamish & Co genossen hat. Teuer ist’s auch, wir hatten aber dennoch ein für eine Nacht mehr als „okayes“ Hotel gefunden und uns zentral einquartiert. Für mich war es das erste Mal, dass es eine Eismaschine auf jedem Flur gab – Nina lacht mich heute noch aus, dass ich gefühlt alle fünf Minuten da hingerannt bin.Man beachte dieser Stelle die Tatsache, dass wir einfach kein Eis brauchten.

Jetzt aber zurück zu den wichtigen Sachen. Nach den Anstrengungen im wilden Wasser brauchten wir eine abendliche Stärkung (Ja, die brauchten wir wirklich!!). Nach kurzer Recherche war klar, dass wir auf keinen Fall in der überfüllten Innenstadt etwas essen würden. Geworden ist es dann eine gute Pizzeria 10 Minuten außerhalb der Zentrums, in der wir entspannt und gut geschmaust haben. Gutes Bier gab es glücklicherweise auch. Und ’ne leckere Vorspeise, die es als einzige aufs Foto geschafft hat. Für alles andere waren wir einfach zu hungrig.

15

Nach dem Abendessen sind wir wie an den meisten Tagen glücklich und zufrieden ins Bett gefallen und haben wie Steine geschlafen. Schönheitsschlaf ist eben wichtig, schließlich stand am nächsten Tag die erste längere Strecke nach 108 Mile Ranch auf der Tagesordnung. Dazu aber beim nächsten Mal mehr, jetzt gibt es erstmal alle Tipps in Kurzform:

Übernachten, Food & Drinks

  • Howe Sound Inn & Brewing Company

 

  • The Listel Hotel Whistler

 

 

  • Pizzeria Antico Whistler

 

  • große Auswahl an Craft Beer

 

Erleben

 

 

  • Bestes Rafting ever!

 

2 Kommentare zu „Kanada Roadtrip #teil1

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