KANADA – Endlich in Vancouver

Kanada sollte es also in diesem Jahr für den „großen“ Urlaub werden. Unsere Entscheidung entstand durch eine Mischung aus riesigem Interesse an diesem (wie die Leute behaupteten) wunderschönen Land, der vorgegebenen Reisezeit (irgendwann im August) und der einfachen Tatsache, dass wir beide noch nicht dort waren. Und daran, dass ich immer mal hin wollte und Nina fürchterlich genervt habe.

Nachdem wir uns dann schon einmal auf ein – zugegeben ganz schön großes – Land geeinigt hatten, musste nur noch eine Entscheidung getroffen werden: Wo genau soll es hingehen? War mein ursprünglicher Favorit die Ostküste des Landes, konnte mich Malte schnell von den Vorzügen des Westens überzeugen.

Flüge nach Vancouver waren schnell gebucht und nach und nach eine Route Richtung Calgary zusammengestellt. Dazu soll es aber später mehr geben. Dieser Beitrag soll sich schlecht und ergreifend um die wunderschöne Stadt Vancouver drehen. Nein, ich übertreibe nicht! ES. IST. TOLL.

Nach einem ca. 11-stündigen Flug von Frankfurt am Main nach Vancouver kamen wir also um 17 Uhr kanadischer Zeit in der Metropole an. Also schnell in die Bahn Richtung Stadt gesprungen und das gebuchte AirBnB in relativ kurzer Zeit gefunden. „Relativ“, weil Malte kleinere Probleme mit der Orientierung hatte.

Jaaaa…aber da konnte ich eigentlich gar nichts für. Ich war nämlich noch so geschlaucht vom Flug (jeder über 1,90m Körpergröße sollte nicht Condor wählen), dass meine Orientierung gar nicht funktionieren konnte. Klingt plausibel, oder?

Um ja nicht der Müdigkeit und damit dem unausweichlichen Jetlag zum Opfer zu fallen, haben wir uns nur rasend schnell mit einer kleinen Katzenwäsche frisch gemacht und sind dann (zu Fuß!) in Richtung Downtown Vancouver aufgebrochen. Ok, eigentlich war unser einziges Ziel an diesem Abend noch das bereits vorher ausgesuchte Restaurant Alibi Room. Denn neben der Müdigkeit war Hunger zu diesem Zeitpunkt das größte zu verspürende Gefühl. Und wir hatten mal wieder eine sehr, sehr gute Wahl getroffen. Aber seht selbst:

Hatten wir wirklich. Ich weiß gar nicht mehr, wer das ausgesucht hatte, aber es war superlecker. Und da wir ein bisschen warten mussten, gab es vier Bierproben aufs Haus. Glück für mich, dass Nina grundsätzlich kein Bier trinkt! Lecker wars.

(Wir haben übrigens alle Lokale und Sehenswürdigkeiten, welche wir hier im Text erwähnen unten nochmal für euch zusammengefasst!)

Frisch gestärkt und nicht wacher machten wir uns anschließend nach einem kurzen Spaziergang durch Gastown (später dazu mehr) auf den Weg zurück. Schließlich warteten noch zwei ganze Tage in Vancouver auf uns.

Und unser Bett. Nach so einem langen Tag konnten wir und nämlich kaum noch auf den Beinen halten und sind hundemüde ins Land der Träume entschwunden.

TAG 1 – Vancouver Kennenlernen:

So ausgeschlafen wie man nach einer Nacht in einer vollkommen anderen Zeitzone also sein kann, haben wir uns am nächsten Morgen relativ früh auf den Weg zum Frühstück (oder Brunch) gemacht. Dank einer SEHR guten Empfehlung sind wir dann ohne Umwege im Café Medina gelandet. Und ohne die folgenden 14 Tage schmälern zu wollen, war das erste Frühstück unserer Reise wohl auch das beste.

Aber sowas von! Gut essen tun wir ja immer, aber das war wirklich der absolute Hammer! Warum werdet ihr gleich sehen.

Nachdem wir ca. eine halbe Stunde auf unseren Tisch warten mussten (vorher reservieren gibt es hier nicht) und wir die Zeit für einen ersten morgendlichen Kaffee bei Starbucks (bzw. Milchshake für die, die keinen Kaffee mögen) genutzt haben, sind wir anschließend in die wunderbar Welt des Cafés abgetaucht.

Unsere Bestellung enthielt:

1) Coca
Blistered Woodstone Fired Flatbread, Pork Ragout, Sfoglia Cheese, Truffled Potato Purée, Oven-Dried Tomatoes, Hannah Brook Farms Greens, Fried Egg

Und es war so lecker wie es sich anhört! Malte hat mir sogar in einer schwachen Minute versprochen, das Frühstück zuhause noch einmal nachkochen zu wollen. Ja, da muss ich geistig umnachtet gewesen sein. Mein Frühstück war übrigens um Welten besser als das von Nina. Kann man ganz objektiv so sagen. Ich hatte den Harissa Burger – unbedingt probieren!

Unser Verdauungsspaziergang nach dem Frühstück führte uns dann zum Vancouver Tower, welcher einen 360° Blick über ganz Vancouver bietet. Da uns die Stadt an unserem ersten Tag dort mit wunderbarem Wetter begrüßte, war das der perfekte Start. Und da wir für unser Handy ein paar extra Objektive dabei hatten, sind auch ein paar ganz gute Fotos dabei herumgekommen.

Wir wären natürlich nicht wir, hätten wir nicht auch für Vancouver die Teilnahme an einer „Free Walking Tour“ eingeplant. Wie meistens wurden wir auch nicht enttäuscht. Um die Mittagszeit startete unsere Tour durch Downtown Vancouver. Wie immer viel erfahren und (wichtig!) Gastro-Tipps abgegriffen.

Die Empfehlungen unseres lieben Guides war nämlich Pure Bread. Selten haben wir so, so leckere Teigwaren aller Art verspeist. Der Laden ist wirklich das Paradies. Die Sachen sehen nicht nur super aus, sondern schmecken auch einfach himmlisch. Ich hätte da jeden Tag hingehen können. Was ein Dilemma ist, da wir natürlich so viele verschiedene Läden wir möglich ausprobieren wollten.

Hier hat es uns auch in den (beliebten Touristen-)Stadtteil Gastown verschlagen. Dort findet ihr zum seinen viele Bars, Café, Boutiquen uns Souvenirshops, aber zum anderen auch die über die kanadischen Grenzen hinaus bekannte, dampfende Uhr. Ihr solltet euch selbst ein Bild machen.

Doch das absolute Highlight des Tages sollte noch folgen: Eine Fahrt mit einem Speed Boat direkt vor Vancouver. Obwohl die „Anreise“ zur Tour etwas beschwerlich war, das Erlebnis war der Hammer. Mit berauschender Geschwindigkeit haben wir die Stadt noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive gesehen. Absolute Empfehlung!

Muss man gemacht haben! War gar nicht teuer und hat uns gut 90 Minuten maximalen Spaß gebracht. Der Guide war super, hat eine Menge erklärt und sich vor allem nicht gescheut, ordentlich Gas zu geben. So gefällt uns das.

Aber nun brauchten wir erst einmal eine Stärkung. Poutine sollte es sein! Denn auch wenn wir Kanada nicht im französischen Teil bereisten, hofften wir auf eine besonders gute Version der Quebecer Spezialität. Glücklicherweise wurden wir nicht enttäuscht. Wirkte der Verkaufsstand „MeanPoutine“ auf den ersten Blick eher unscheinbar, wusste das zubereitete Fast Food direkt zu überzeugen.

Mean war dort übrigens niemand, die Verkäuferin war super nett und die Poutine verdammt lecker. Nur bisschen viel war es. Obwohl wir uns größte Mühe gegeben haben, alles aufzuessen, haben wir es nicht gepackt. Eine solche Schande passiert und auch nicht allzu häufig.

Damit schlossen wir dann auch einen ereignisreichen, ersten, ganzen Tag in der kanadischen Großstadt ab.

TAG 2 – Vancouver by Bike:

Für den nächsten Tag hatten wir uns vorgenommen Vancouver mit dem Fahrrad ein bisschen genauer zu erkunden. Ganz oben auf unserer Liste standen der Stanley Park und Granville Island. Wo es eine Brauerei gibt. Genug Grund also, dort mal vorbeizuschauen.

Auf ging es also zum Fahrradverleih (ok, es war genaugenommen in Fußmarsch von 1,5 Stunden). Schnell Fahrräder ausgesucht und ab ging die wilde Fahrt mitten in das grüne Herz von Vancouver.  Ich war eventuell von meinem Drahtesel nicht so begeistert, was aber ehrlicherweise mehr an mir als an dem armen Fahrrad lag, und daher auch nicht weiter thematisiert werden sollte. 😀

Sagt sie. Aber stimmt schon, dass eine Fahrt quasi liegend auf einem Mountainbike etwas gewöhnungsbedürftig ist, wenn man sonst ein normales City Bike fährt.

Vom Stanley Park direkt an der Küste in Vancouver gelegen war ich allerdings um so mehr begeistert. Eine grüne Oase mitten in der kanadischen Metropole. Mit Strand. Das war wahrscheinlich das Allerbeste:

Oh ja! Wasser mag ich ja prinzipiell immer gerne. Hier habe ich mich noch nicht ganz reingetraut, dafür aber bei jeder sich danach bietenden Gelegenheit. Nach dieser kleinen Pause ging es dann weiter nach Granville Island. Dass man dabei über eine relativ steile Brücke musste, hat uns keiner erzählt. Hat sich aber gelohnt, da es a) auch wieder bergab ging und b) es auf Granville Island eine Menge zu entdecken gab. Neben der erwähnten Brauerei, in der ich nicht an einem Starkbier nach belgischer Art vorbeigehen konnte, gab es viele kleine Geschäfte und – ganz wichtig – einen Food Market. Nach ein bisschen schlendern viel unsere Wahl auf einen Hot-Dog, den wir draußen in der Sonne mit Blick aufs Wasser genossen haben. 

Es ist dort wirklich super. Absolute Empfehlung!

Besser geht nicht!Dachten wir zumindest. Ging aber doch. Wo? Abends im Gyoza, einem kleinen aber feinen asiatischen Restaurant. Normalerweise gehen wir abends selten spontan irgendwo hin, sondern fragen vorher immer TripAdvisor. Bekannte oder lokale Blogs. Hier haben wir uns treiben lassen und wurden belohnt – neben Gyozas als Vorspeise gab es klasse Edamame und etwas, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnern kann. War auf jeden Fall eine Art Brötchen zum selber belegen. Aber seht selbst:

Ach ja, Nachtisch konnte ich mir natürlich auch nicht verkneifen. War ziemlich gut, auch wenn ich bis heute keine Ahnung habe, was das für ein Eis war. Zum gelungenen Abschluss gab es dann noch einen Cocktail in einer ziemlich hippen Bar (The Diamond) mit Blick auf das angesagte Gastown. Wo uns der Jetlag dann ziemlich hart getroffen hat und wir auf einmal ganz fix ins Bett mussten. War aber gar nicht schlimm, weil Tag 2 in Vancouver mindestens genauso gut wie Tag 1 war.

Mein Gott war ich müde! Aber die Stadt ist auch einfach zu aufregend. Und schön.

TAG 3 – Letzter Blick auf Vancouver:

An Tag 3 mussten wir uns dann leider schon wieder von Vancouver verabschieden. Nachdem ich unseren fahrbaren Untersatz für die nächsten 10 Tage besorgt hatte, wurde erstmal eingekauft. Wobei Nina sich mal wieder in die große bunte Einkaufswelt der amerikanischen Supermärkte verliebt hat. Ich vielleicht auch ein bisschen. Und weil Einkaufen hungrig macht, haben wir danach in einem jüdischen Deli (Solly’s Bagelry) gefrühstückt. Mal was anderes, besonders der French Toast dort hat es uns angetan.

Danach ging der Roadtrip endlich richtig los. Am Aussichtspunkt  im Cypress Mountain Provincial Park gab es einen letzten Blick auf Vancouver, ehe wir die erste gemächliche Wanderung im auch im Sommer ziemlich schönen, gleichnamigen Skigebiet gemacht haben.

Das sollte für diesen Tag noch lange nicht alles gewesen sein, auch wenn wir das zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen konnten. Neugierig geworden? Dann ganz feste Daumen drücken, dass unser nächster Beitrag fix kommt. Bis dahin haben wir noch ein paar Tipps für euch aufgeschrieben:

Unsere Vancouver Tipps zusammengefasst:

Food & Drinks

Sightseeing

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