Tschüss Lissabon – Algarve, wir kommen!

Heute im Programm: Nina hat eine kleine Krise, wir irren schwer bepackt durch Lissabon, werden am Flughafen eiskalt stehen gelassen und kommen am Ende doch an die Algarve. Klingt aufregend? War es auch!Am Morgen von Tag 5 war es dann so weit, wir mussten unsere Koffer packen. Währenddessen hatte Nina – und dann auch ich – eine kleine Krise. Wir hatten unser Auto, das wir abends am Flughafen abholen wollten, nämlich ganz mutig über ein Portal gebucht, ohne weitere Versicherungen dazuzubuchen (Kosten sparen eben!). Enthalten war zwar eine Vollkasko, aber mit Selbstbehalt und ohne Abdeckung von Schäden an Scheiben, Reifen und quasi allem anderen, was sonst noch so kaputtgehen kann. An sich kein Problem. Hätten wir nicht den Fehler gemacht, den lokalen Vermieter SadoRent, der das Auto dann zur Verfügung stellen sollte, zu googlen. Die Bewertungen waren nämlich schlecht. Richtig schlecht. Abzocke von Kunden, Unseriösität und mieser Service waren noch die netteren Umschreibungen. Nach kurzen Schweißausbrüchen haben wir uns trotzdem dagegen entschieden, in unserer Panik zusätzliche Versicherungen dazuzubuchen. Wie das ganze ausgegangen ist? Verraten wir euch am Ende des Beitrags.

Wir haben das Thema erstmal beiseite geschoben und sind stattdessen etwas frühstücken gegangen. Wie immer in der Pastelaria Rovany. Ich meine, dass ich in den Augen des Mitarbeiters eine kleine Träne gesehen habe, als wir uns verabschiedet haben. Bevor wir uns noch ein paar Lissaboner Must-Sees anschauen wollten, hieß es zunächst, unsere Koffer in einem der Bahnhofsschließfächer unterzustellen. Diese Idee hatten nur blöderweise auch noch ein paar andere Touristen…an zwei Standorten. Man kann sich die Stimmung vorstellen, wenn man sein nicht gerade leichtes Gepäck bei 30 Grad durch die halbe Stadt geschoben hat. Eher ungut. Aber auch diese Situation haben wir bravourös gelöst. Kurz beim Portier eines relativ schicken, sich gerade im Blickfeld befindlichen Hotels nachgefragt, ob wir unsere Koffer nicht vielleicht für ein paar Stunden unterstellen dürften. Die Antwort: ein freundliches „Ja!“. Zum Glück. Sonst wäre ich echt verzweifelt. Merke: freundliches Fragen öffnet einem Türen, von denen man vorher gar nichts wusste.

Klassiche Zahnradbahn anschauen? Haben wir gemacht!

Nach diesen ganzen Anstrengungen haben wir es gerade noch geschafft, die auf Zahnrädern fahrenden Trams ein bisschen genauer zu inspizieren, ehe es Zeit für eine Siesta wurde. Hat Nina zumindest beschlossen. Also ein schattiges Plätzchen gesucht und die Augen einfach mal für ein Stündchen zugemacht. Herrlich!

Verdiente Pause!

Das war wirklich der Hammer. Sollte man öfter machen. Einfach eine schattige Bank suchen und die Augen mal für die eine oder andere Minute schließen.

Malte hat neue Freunde gefunden

Nachdem wir dann noch mitten in der Stadt eine Kuh (s. Bild) getroffen hatten, haben wir unsere Koffer abgeholt, uns freundlich bedankt und sind in die Bahn Richtung Flughafen gestiegen. Wo der spannende Teil wieder losgeht. Die schlechten Bewertungen schienen sich nämlich zu bestätigen. Dort, wo alle anderen Mietwagenfirmen ihre Kunden abholen, um sie zu ihren Autos zu shuttlen, wartete zur vereinbarten Zeit niemand auf uns. 15 Minuten später auch nicht. Einen Anruf später sollte uns jemand abholen. Sofort. Heißt auf Portugiesisch: in einer halben Stunde. Ab dann wurde die Performance aber sprunghaft besser. Ein sehr freundlicher Mann holte uns ab, brachte uns zum sehr modernen Firmengelände und überließ uns nach eingehenden Erklärungen einen fast neuen Kleinwagen der gebuchten Kategorie. Ganz ohne Aufschwatzen zusätzlicher Versicherungen. Bezahlt haben wir im Endeffekt für 10 Tage 120€ für das Auto, 20€ Leihgebühr für das Mautgerät (braucht man im Mietwagen, da kann der Vermieter nichts für) sowie Benzin und die Maut selbst (kleiner Tipp: runter an die Algarve die Autobahn nehmen, dort die gut ausgebauten Landstraßen. Ist nämlich ganz schön teuer, diese Maut).

Ok, vielleicht war meine Panik hier übertrieben. Aber ich bin bei sowas eben ein Schisser. Ist doch dann auch immer schön wenn es trotzdem gut ausgeht, oder?

Sieht für das ganze Drama doch ganz gut aus, oder?

So konnte es losgehen Richtung Algarve! Wohin, wieso und überhaupt? Nach Carvoeiro, einen kleinen Urlaubsort zwischen Faro und Lagos. Ganz genau in die Casa Falesia, einer Art Mini-Hotel einer verrückten, aber liebenswerten spanischen Familie. Angekommen sind wir mitten in der Nacht. Beziehungsweise hatten etwas Trouble, die Casa Falesia zu finden.

Etwas Trouble, die Casa Falesia zu finden, ist an dieser Stelle wirklich lustig ausgedrückt. Malte hatte einfach die Adresse nicht aufgeschrieben. Ok, die Straße hatten wir – glaube ich. Das war es dann aber auch schon. Hausnummer: Fehlanzeige! So fuhren wir also die eine oder andere Minute durch Cavoeiro, um auf die kleinen Fliesen an all den schönen Häusern zu blicken. Vielleicht würde an der Casa Falesia ja Casa Falesia dranstehen. Tat es dann auch. Entdeckten wir bei der fünften Runde um den Block.

Umso herzlicher war an dieser Stelle dann aber der Empfang, als war die heiligen Hallen betraten. Und umso begeisterter waren wir von unserem Zimmer, hatten wir doch das Glück, ein Zimmer in der zweiten Etage mit Blick auf Pool und Meer zu beziehen. Den Blick hatten wir aus dem Bett, versteht sich!

Da es bei unserer Ankunft allerdings schon relativ spät und dunkel war, haben wir uns nur noch aufgemacht, ein verdammt leckeres (und super günstiges) Chicken Piri Piri (mehr zu allen kulinarischen Angeboten in Cavoeiro gibt es in einem extra Blogpost) zu verdrücken und dann ins Land der Träume zu entschwinden.

Und am nächsten Morgen mit diesem Blick aufgewacht. Neidisch? Zu Recht!

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