Sonne, Meer und…Pesticos! Also Tapas.

Das Ende unserer Zeit in Lissabon naht…leider! Aber man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist. Warum versteht ja eh kein Mensch, aber wir haben uns dran gehalten. Mit dem ersten Sonnenbrand, portugiesischen Tapas und einem Blick ins Lissaboner Nachtleben. Haben wir aber alles überwunden und sind weiter gezogen an die traumhaft schöne Algarve. Aber der Reihe nach.

Für Sonntag, den vierten Tag in Lissabon, hatten wir uns etwas sehr, sehr anstrengendes vorgenommen. Erst ordentlich frühstücken und dann Sonne, Strand und das erste Mal das Meer genießen! 

Man muss sich ja auch vorbereiten. Worauf? Na, auf die kommenden 10 Tage am Strand liegen.

Ein Besuch am Stadtstrand von Lissabon stand also auf dem Plan. Wie man dort am besten hinkommt? Ganz easy mit der Bahn. Die Tickets kann man am Bahnhof von Lissabon direkt am Automaten zum kleinen Preis ziehen und kaum eine Dreiviertelstunde später ist man da. Wo da ist? Im kleinen Örtchen Cascais, das an der Mündung des Tejo in den Atlantischen Ozean liegt und eine kleine, aber feine Badebucht für gestresste Lissaboner und Besucher bietet.

Da wollte ich Malte gerade schon korrigieren. Was für ein Quatsch Strand von Lissabon doch wäre. Naja, so gerade noch geschafft, sich nicht zu disqualifizieren. Cascais ist übrigens wirklich einen Besuch wert, wenn man in Lissabon ist. Total süß und klein. Ok, und ein wenig voll. Aber das macht eigentlich nichts.

Der weitere Verlauf unseres Strandtages lässt sich ganz gut in drei Worten zusammenfassen: Sonnen, Schwimmen, Eis. Im sich wiederholenden Zyklus. Vielleicht kommt ein viertes Wort dazu. Sonnenbrand. Haben wir uns nämlich auch geholt, aber nur ein bisschen. Ein mal eincremen mit Faktor 20 war dann wohl doch etwas optimistisch für den ganzen Tag.

Abhärten nenne ich das! Nein, ich möchte Sonnenbrände hier nicht verharmlosen. Bekomme ich trotzdem jedes Jahr mindestens einmal.

Leider geht auch der schönste Tag am Strand immer viel zu schnell zu Ende. Wie gut, wenn man sich noch ein Highlight für den Abend überlegt hat. Nach kurzem Boxenstop in unserem Airbnb ging es wieder in Innenstadt, wo wir für sehr günstige 22€ über Sandeman eine Tapas Experience Tour gebucht hatten. Gut, in Portugal heißt es eigentlich Petiscos, aber den Begriff Tapas kennt eben auch jeder Touri. Egal. Zusammen mit unserem Guide Guilherme und ca. 10 anderen Hungrigen haben wir uns aufgemacht, die kleinen Köstlichkeiten in vier verschiedenen Locations zu probieren. Über Käse, Oliven, Chorizo und diverse Weine, die übrigens im Preis enthalten waren, haben wir uns bis zum unvermeidlichen Bacalhau vorgearbeitet. Warum unvermeidlich? Weil ich leider keinen Fisch mag. Und es zudem interessant finde, dass der Kabeljau ein Nationalgericht ist, obwohl in Portugal kein einziger dieser Fische zu Hause ist. Kommen alle aus Norwegen. Merkwürdig, oder? Den anderen hat es trotzdem geschmeckt und ich habe tapfer probiert. Und dann mit Bier nachgespült.

Das hatte übrigens zur Folge, dass ich die doppelte Menge an Wein trinken konnte. Schade, oder? Nur den Fisch, den wollte ich auch nicht. Meine Abneigung ist hier zwar nicht ganz so stark ausgeprägt wie Maltes, aber doch irgendwie vorhanden. Probieren reicht dann eben auch.

Insgesamt aber eine super coole Tour, die einem die portugiesische Küche auf entspannte Art und Weise näher bringt. Vielleicht sind auch ein paar Restauranttipps herausgesprungen.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir hier die Casa da India. Vorbeigelaufen sind wir unzählige Male. Probiert haben wir leider nicht. Steht aber beim nächsten Besuch in Lissabon ganz sicher auf dem Plan! Besonders, da es uns gleich von mehreren Seiten empfohlen wurden und die Hähnchen im „Schaufenster“ auch einfach mega gut aussahen.

Mit dem Ende der Tour war unser Abend aber lange noch nicht zu Ende. Wir haben uns noch mit meinem Kumpel aus Schulzeiten, Daniel, auf ein Getränk und, viel wichtiger, einen spätabendlichen Snack, getroffen. Wo? Am Time Out Market, den wir in unserem letzten Artikel schon erwähnt haben. Neben den ganz normalen Marktständen gibt es dort nämlich auch jede Menge Essensstände, bei denen man sich mit kleinen und großen Leckereien versorgen kann. Haben wir gemacht und zusammen mit den Einheimischen an einem der langen Holztische genossen. Dazu ein Bier bzw. Wein und jede Menge zu Erzählen. Kein Wunder, wenn man sich ewig nicht gesehen hat. Zum Abschluss gab es noch einen Espresso und Pastéis (auch wenn die aus Belém die besten sind) – kann ein Abend besser enden?

Ja, kann es! Der kleine Malte hatte eine besondere Freude daran, dass wir doch noch die Gelegenheit bekamen mit einer traditionellen Lissabonner Tram zu fahren. Oh ja! Das war schön. Die sind nämlich aus Holz und einfach mega cool! Und tagsüber super voll, weil einfach jeder Touri damit rumfahren will. Aber wir sind ja Füchsle und haben unsere Fahrt einfach in die Nacht verlegt. Okay, vielleicht hatten wir auch einfach nur Glück, dass gerade keine normale Tram kam. Macht aber nix, gefallen hat es uns trotzdem.

Für Den krönenden Abschluss eines super schönen Urlaubstages hat dann Nina gesorgt.

Weil sie es kann. Oder auch einfach weil sie Glück hatte. Bei uns um die Ecke hatte sich nämlich tatsächlich ein superschöner Aussichtspunkt versteckt. Der Miradouro de Santo Amaro. Man sollte halt nicht immer den direkten Weg nach Hause gehen!

Mit bestem Blick auf die Ponte 25 de Abril haben wir also diesen letzten Abend ausklingen lassen.

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