Die weltbesten Hot Dogs, spooky Achterbahnen und Beth… #Tag3

Komische Überschrift? Keine Sorge, wir erklären alles. Und haben heute ein paar besondere Tipps für euch. Versprochen! Und wer Beth ist, erklären wir dann auch. Also brav weiterlesen.

Wirklich! Ist nicht nur ein schlechter Teaser. Ist die Wahrheit.

Nach dem Aufwachen an Tag 3 stand zunächst mal wieder eine mehr als herausfordernde Entscheidung an. Was sollten wir essen? War gar nicht so einfach zu entscheiden, da wir einen Termin hatten. Mit Beth. Kennt ihr nicht? Wir bis dato auch nicht. War aber gar nicht schlimm, denn Beth ist ein Big Apple Greeter. Was das ist? Ganz einfach: echte New Yorker, die in ihrer Freizeit nichts lieber tun als einem in einer sehr kleinen und privaten Gruppe „ihr“ New York zu zeigen. Da Nina glücklicherweise schon Monate vorher die Website der Greeter besucht und eine Anfrage gestellt hatte, wollte sich Beth mit uns treffen. So wird ein Schuh draus, oder?

Man muss wirklich Glück haben, um einen solchen New York Greeter zu bekommen. Aber es lohnt sich. Schon als ich 2015 mit meiner Schwester dort war, haben wir uns um einen beworben. Leider vergebens. Umso größer war die Freude, dass es dieses Mal geklappt hat!

Klärt aber immer noch nicht die Frage nach dem Essen. Nah sollte es sein, und lecker natürlich. Wir beschlossen mutig zu sein und etwas neues auszuprobieren. In unserer Hood (Brooklyn! Für alle, die es vergessen haben sollten) direkt um die Ecke liegt „Brookly Kolache Co“. Kennt doch jeder. Und weiß vor allem, was es da zu essen gibt. NICHT. Wir zumindest nicht. Sind wohl gar nicht mal so hip. Jetzt aber des Rätsels Lösung: Kolaches sind texanische Teigtaschen, süß oder herzhaft gefüllt und getoppt. Wir haben uns quer durchs Menü probiert – mega lecker, wir konnten kaum genug bekommen. Dicke Empfehlung also! Dazu gabs laut Anna den besten Chai Latte ihres Lebens. Könnte schlechter losgehen, so ein Morgen in New York.

Oh ja die Kolaches waren wirklich unglaublich lecker. Sowohl süß (Peanutbutter-Jelly) oder herzhaft (Bacon & Egg) der Hammer. Kann jedem nur empfehlen dort vorbeizuschauen.

Dann war es endlich soweit. Wir haben Beth getroffen. Eine echte, reale New Yorkerin. Ganz für uns alleine. Direkt vor unserer Haustür. Beth war und ist eine Mitvierzigerin, „born and raised“ in NY. Mit ihr zusammen sind wir in die Brooklyn Heights gefahren, die sie uns aus ihrer ganz persönlichen Sicht gezeigt hat. Nicht ohne zu erwähnen, dass unser Airbnb in der ehemals gefährlichsten Gegend New Yorks lag. Klugscheißer-Fakt: vor 20 Jahren gab es in NY 4.000 Morde jährlich. Heute sind es weniger als 300. Gute Zeiten also, in den wir leben. Zurück zu den wirklich spannenden Dingen: Wir haben gut zwei Stunden an Beth’s Lippen gehangen und alles gefragt, was uns auf der Zunge lag. Es war einfach toll, jemanden so nettes kennenzulernen, der einem einen viel persönlicheren Eindruck als jeder Reiseführer geben kann. Hat Nina also gut gemacht und sich auf der Rangliste der besten Reiseteilnehmer ganz weit nach oben geschoben. Und schöne Bilder sind auch noch dabei rausgekommen.

Gut, ehrlich gesagt war ich auf dieser Liste sowieso ganz oben. Warum? Darum! Beth war aber wirklich super. Hat uns erzählt wie sich New York während ihres Lebens verändert hat, wie anders das Leben für ihre Kinder in NYC ist und und und. Außerdem haben wir schon das das erste Mal den fantastischen Blick rüber nach Lower Manhatten riskieren dürfen.

Da Beth sich am Fuße der Brooklyn Bridge leider von uns verabschieden musste (wir hätten sie gerne die ganze Woche behalten), nutzen wir die Gelegenheit, dieses historische, natürlich von einem Deutschen erbaute, Kunstwerk selbst zu begehen. Wer dabei etwas angeben will: gleich nach der Brooklyn Bridge kommt die Manhattan Bridge, dann die Williamsburg Bridge. Ganz einfach zu merken mit den drei Anfangsbuchstaben, die denen eines bekannten Autobauers entsprechen. Schon beeindruckend, wenn man sich vorstellt, dass die Brücke zum Zeitpunkt ihres Erbaus nicht nur die längste Hängebrücke der Welt war, sondern auch 50% länger als alle anderen vergleichbaren Brücken. Und dazu quasi erdbebensicher. Tja, Ingenieursarbeiten können wir eben. Was ich allen Männern jetzt mal nicht verrate, ist, dass der Ingenieur der Brücke beim Tauchen am Fundament fast sein gesamtes Augenlicht verlor, die Arbeiten nur noch mit dem Teleskop aus der Ferne beobachtete und dass seine Frau den Hauptteil der Arbeit leistete.

Bla, bla bla. Nein, ich freue mich ja, dass Malte uns an dieser Stelle ein wenig mit Fakten füttert. Wollen ja auch alles was lernen. Und die Sache mit dem BMW (Na, wer hat es seit drei Zeilen vorher schon wieder vergessen?) habe auch ich mir wirklich gemerkt und kann das nächste Mal in New York (was es definitiv geben wird!!!) auch mal ein wenig klugscheißern.

Nach diesem ersten architektonischen Highlight haben wir uns dann aufgemacht zum höchsten Gebäude der Welt. Okay, ehemals höchsten. Aber es ist trotzdem beeindruckend? Schon eine Idee, worum es geht? Richtig, ums Empire State Building. Von uns im Weltenbummler-Slang nur ESB genannt. Wie überall in NYC (Abkürzungen olé) muss man zunächst durch eine Sicherheitskontrolle. Doof nur, wenn man ein Taschenmesser dabei hat. Darf man nämlich leider nicht mitnehmen. Doof. Vor allem, wenn man vergisst, das Ding nach dem Besuch wieder bei den Security Menschen abzuholen. Naja, passiert den besten…

Ich kenne nur einen Deppen, aber gut! Haben es ja wieder bekommen.

Viel wichtiger aber war die 360 Grad Rundumsicht, die man von der Aussichtsplattform hat. Da kann einem schon etwas übel werden. Nicht, dass mir sowas passiert wäre. Höchstens ein bisschen flau war mir. Vielleicht. Nina und Anna scheints auch gefallen zu haben. Sehen zumindest glücklich aus, die Zwei.

Wenn ich mal groß bin und ganz viel Geld verdient habe, baue ich mir auch so ein Gebäude. Ja, mitten in Deutschland. Und dann bin ich der König. Und spreche von oben zum Volke. Und man huldigt mir. Genau so wird es kommen. Ich bin mir ganz sicher!

Ja ich auch. Besonders der Teil mit dem Huldigung. Einzige logische Konsequenz.

Ein irgendwie surreales, komischen und auf alle erdenklichen Arten merkwüdiges, aber trotzdem schönes Erlebnis hatten wir nach dem Besuch des ESB (Ein Poet mein Freund!). Mit der U-Bahn sind wir eine knappe Stunde raus nach Coney Island, dem Vergnügungspark vor den Toren Brooklyns direkt am Atlantischen Ozean gefahren. Erstes Ziel: einen von Nathans berühmten Hot Dogs probieren. Auf dem Weg dort hin, fällt einem eines auf: der Park hat schon deutlich bessere Zeiten gesehen. Farbe blättert von den Wänden, Häuser stehen leer und über allem hängt deutlich spürbar der Geist besserer Tage. Man kann sich regelrecht vorstellen, wie die Massen vor 30 Jahren aus der Stadt geströmt sind, um einen Tag mit ihren Familien zu verbringen.

Hört sich vielleicht komisch an, war aber unser erster Eindruck. Der zweite war, dass Nathans Hot Dogs saumäßig lecker sind. Kann ich gut verstehen, dass die Leute so dadrauf abfahren.

Gestärkt ging es dann in den Park, in dem wir mit unseren NY Pässen fast alle Attraktionen nutzen durften. Genau das richtige also für Brigitte, die uns allen als großer Fan von Achterbahnen jeglicher Art bekannt ist. Problem war nur, dass es saukalt war. Also nicht bisschen kalt, sondern so richtig. Und windig. Optimal also, um mit allen herumzudüsen, was hoch und schnell ist. Haben Anna, Nina und ich uns auch gedacht und direkt mal die erste Bahn ausprobiert. Hat Spaß gemacht, also gings munter weiter. Bis zur dritten Fahrt. Danach waren wir so durchgefroren, dass wir nur noch ein bisschen am Pier spaziert sind und die Atmosphäre aufgesogen haben. Wer echtes amerikanisches Flair spüren will und den Charme der vergangenen Tage erleben möchte, solle unbedingt nach Coney Island fahren! Alle anderen können zumindest einen Hot Dog essen.

Da kann ich definitiv nur zustimmen. Ich wollte unbedingt nach Coney Island, weil Anna und ich es beim letzten Mal nicht geschafft hatten.

Next Stop auf unserer Tour war Grand Central. Der Klassiker. Must see. Ihr merkt, viele Pausen haben wir nicht gemacht. Sind ja aber auch erfahrene Urlauber. Was soll ich groß drum herum reden? Die Grand Central Station ist der schönste Bahnhof, den ich je gesehen habe. Aber auch dafür muss sich Amerika bei uns Europäern bedanken. Hätten wir nicht so vorgelegt, wäre ein Übertrumpfen der Bauwerke in der alten Welt viel einfacher gewesen und niemals sowas dabei herausgekommen. Doof nur, dass gefühlt 1,3 Züge am Tag den Bahnhof nutzen. Gut, NY ist jetzt nicht gerade für den Zugverkehr ausgelegt…

Apropos essen. Da war doch was. Richtig – Dinner. So „truly American“, wie wir den ganzen Tag unterwegs geben, konnte es nur eins geben. Richtig. Burger! Und zwar in zu Fuß erreichbarer Nähe bei 5 Napkin Burger. Zu den Burgern selbst müssen wir gar nicht so viel sagen und lassen lieber die Bilder sprechen. Lustig war nur, dass Nina fast rausgeschmissen wurde. Während sie und Brigitte nämlich die Toiletten aufsuchten, nutzten Anna und ich die Zeit, einen Drink an der Bar zu bestellen. Aus Sicht der Barkeeperin muss die folgende Szene dann so ausgesehen haben: eine junge Dame (Nina) kommt von hinten an, entreißt den zwei Gästen an der Bar (Anna und ich) die Getränkekarten, quetscht sich zwischen die beiden schaut fordernd, um zu bestellen. Konnte die gute ja nicht wissen, dass Nina zu uns gehört. Lustig wars trotzdem. Und ja, wir haben die Situation aufgeklärt.

Das war gar nicht lustig. Gemein war das. habe mich doch nur nett von hinten an die beiden herangekuschelt und wollte bei der netten Dame hinter dem Tresen meine Bestellung aufgeben. Der Burger wr aber dann übrigens ziemlich, ziemlich gut! Und obwohl wir alle vollkommen fertig von einem anstrengenden Tag waren, haben wir ihn in vollen Zügen genossen. Hierbei sollte gesagt sein: In NYC gibt es sicher günstigere Möglichkeiten Burger zu essen. Aber der Preis, welcher sicher nicht übertrieben hoch ist, war gerechtfertigt. Ist eben einfach nur teurer als ShakeShack. Für mich aber auch deutlich besser und eben keine Fast Food Kette a la McD.

Klingt nach ganz schön vielen Erlebnissen für einen Tag, oder? Waren es auch. Was aber noch besser ist: das war erst Nummer drei. Bleiben also noch vier Tage, von denen wir euch berichten können! Machen wir demnächst. Versprochen.

Da werde ich dann auch wieder mehr berichten. Malte hat ja quasi schon alles wegberichtet. Gemeinheit. Würde aber alles unterschreiben. Ok, fast alles. Der Teil mit der Huldigung ist noch immer Quatsch!

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