Big City Life, City never sleeps und so… #Tag2

Nachdem wir mal ganz sanft in unsere New York Experience gestartet waren (Times Square am Abend), gings an Tag zwei erst so richtig los. 500 Jahre in 5 Minuten, bisschen Stress in mit den Öffentlichen, göttlicher Käsekuchen und ein Weltmeister live vor unseren Augen sind nur Stichworte zu dem, was wir erlebt haben. Hört sich irgendwie echt gut an, was wir da so gemacht haben…

Bevor wir aber zu all dem bereit waren, mussten wir den wichtigsten Part des Tages erledigen. Richtig geraten, Frühstück! Nach ausgiebiger Recherche von Nina und Anna hatten wir uns auf einen Laden geeinigt, der von unserem Appartement in Brooklyn fußläufig zu erreichen war. Ein halbe Stunde strammen Marsches durch schöne und eher merkwürdigere Gegenden später hatten wir „Tom’s Restaurant“ endlich erreicht. Hier zu muss nun auch gesagt werden, dass (fast) unsere gesamte Reisegruppe an diesem Morgen bereits um kurz nach sechs amerikanischer Zeit hellwach und zu allen Schandtaten bereit war. Frühstück also. Dazu waren wir besonders bereit. Nur der liebe Malte schlummerte, als wären wir nicht in einem Land, dass sechs Stunden hinter unserer normalen Zeit liegt und unseren Körpern damit die Meinung vorgaukelte, es wäre kurz nach zwölf am Mittag. Als wir den Herren dann endlich wachgeguckt hatten, konnten wir uns um kurz vor acht endlich auf den Weg Richtung Nahrungsaufnahme machen. Mein Magen hat übrigens gar nicht geknurrt, Früshtücken ist nicht so mein Ding…jetzt aber zurück zum Text. Jetzt meckert der Langschläfer auch noch…! Tom hat uns mit seinen fluffigen, soften und zart zergehenden Pancakes so beeindruckt, dass er sich einen eigenen Eintrag auf unserem Blog verdient hat. Der muss aber noch etwas warten, es gibt einfach viel zu viel zu berichten. Damit ihr trotzdem ein wenig neidisch werdet, wollen wir euch die Pancakes nicht vorenthalten:

Pancakes mit Blueberries, Ricotta, Zitronenzeste, Parmesan und ordentlich Sirup

Gut gestärkt haben wir uns dann in den Großstadtdschungel getraut (es war ja inzwischen auch schon maximal 9:15 Uhr und wir bereits mit dem Breakfast (wir Amerikaner wir) durch…) und sind erstmal, wo den sonst, bei Donald Trump gelandet. Nein, nicht am Trump Tower, dafür aber an seinem Gebäude an der Wall Street. War aber nicht da und wollte uns auch nicht persönlich begrüßen. Komischer Vogel. Sind wir dich extra wegen ihm gekommen. Als Trost haben wir eine Walking Tour mit Sandeman (kostenlos und sehr zu empfehlen) durch Downtown Manhattan gemacht. Zur Einstimmung hat unser Guide Nathan, Michael oder wie auch immer (mein Namensgedächtnis ist besorgniserregend schlecht) uns die gesamte Geschichte der Stadt in fünf Minuten präsentiert. Bisschen leichte Kost eben. Wurde dann aber im Laufe der Tour immer besser, der junge Mann.
Zumindest konnte man ihn besser verstehen. Hatte doch wirklich ziemlich leise gesprochen. So hat es sich dann am End wirklich gelohnt: Muddi und Malte hatten „Lady Liberty“ das erste Mal aus der Ferne bewundern dürfen, wir haben etwas über den riesigen goldenen Bullen an der Wall Street gelernt und sind schließlich am Ground Zero gelandet – ist ja dann eh beeindruckend.

Guide Malte

Nach der Tour hatten wir ein wenig Zeit, bevor wir uns zum Highlight des Tages, einem Spiel von Bastian Schweinsteigers Chicago Fire gegen Red Bull New York, aufmachen mussten. Ach ja, da das Stadion in New Jersey liegt, kam uns die geniale Idee, der dortigen Cheesecake Factory vorher einen kurzen Besuch abzustatten. Nur auf ein Getränk natürlich. Nicht. Haha genau, ich geh auch immer in die Pommes-Bude zum Tee trinken.

Gestärkt mit ein paar Kleinigkeiten von den kaum vorhandenen Straßenhändlern (Philly Chessesteak Sandwich, Hot Dogs und etwas verdammt scharfes Indisches (meins, also das Indische, und es war mega lecker! Kann sowieso nur empfehlen, die eine oder andere Köstlichkeit bei den überall anwesenden Verkäufern zu erwerben. Nur bei der Auswahl des Standes oder Gerichtes macht es wohl doch Sinn, den natürlichen Menschenverstand ein wenig einzuschalten…ihr wisst hoffentlich, was ich meine.) machten wir uns zu Fuß auf den Weg nach Chinatown. Um dort festzustellen, dass wir direkt wieder los mussten, um das Restprogramm zu schaffen. Was ein Stress…war aber trotzdem schön (und warm!) , dort einen ersten Eindruck zu gewinnen. Wir also wieder losgetigert, um die Station des PATH Zugs vom ONE WTC nach Jersey zu suchen. Gar nicht mal so einfach. Aber wir sind ja großstadterfahren und mit allen Wassern gewaschen. Alles easy für uns also.

Viel schwieriger hatte sich sowieso die vorangegangene Suche nach einer öffentlichen Toilette gestaltet. Aber auch das haben wir bravourös gemeistert. Wir eben. Wer also mal eins braucht: Im Oculus – das Einkaufscenter rund um die PATH-Haltestelle, an welcher genau ein Zug, der nach New Jersey, abfährt, gibt es Toiletten. Sehr schön sogar. Ansonsten ist das Center OK. Der Zug auch. Man muss sch zumindest nicht fragen, welchen man nehmen muss. Fährt ja nur der eine. Zur Info für Euch: Wenn ihr nach New Jersey wollte (z.B. zur Cheesecake Factory oder ins Outlet (das haben wir leider, leider nicht mehr geschafft), der PATH Train ist nicht in einer normalen Metro-Wochenkarte enthalten, mit ca 2,50$ pro Strecke trotzdem relativ erschwinglich. Für mich nicht! Ich bin nämlich arm. Aber da nimmt Nina ja wie immer keine Rücksicht drauf. Gemein.

In New Jersey angekommen ging es wieder von Vorne los. Ein De-Ja-Vue quasi. Laufen, laufen, laufen um zu lang ersehnten Köstlichkeiten zu gelangen, aber wir haben es wieder geschafft. Wir erreichten die Cheesecake Factory, welche sind in einem typisch amerikanischen Einkaufszentrum befand. Für Malte war es übrigens das erste Cheesecake-Erlebnis auf amerikanischen Boden…! Oh ja, oh ja! Ich war wieder mal ganz aufgeregt. Hatte man ja auch schon so einiges drüber gehört. Und ich kann euch sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Meine Wahl, den Tiramisu-Style Käsekuchen zu wählen, war natürlich die beste überhaupt. Ich kanns eben. Wobei die anderen auch lecker waren. Besonders die klassische Variante. Blöd, dass Ninas Mama ihren nicht ganz geschafft hat. Zum Wohle der gesamten Menschheit habe ich mich erbarmt und kurzen Prozess gemacht. Beim nächsten Mal in den USA schauen wir auf jeden Fall wieder vorbei. Dann traue ich mich vielleicht und nehme den gigantischen Kuchen mit Oreos. Ach ja: Scheiße ist irgendwie, dass die Kalorien immer mit auf der Karte stehen. Kann man aber igorieren. Habs erfolgreich getestet.

Bisschen Kuchen geht immer

Zusammengefasst: Wer in New York City ist und gerne einmal das legendäre Käsekuchen (Ja, Cheesecake ist nix anderes als Käsekuchen!) besuchen mag, sollte den Weg nach New Jersey nicht scheuen. In nicht einmal 30 Minuten ist man dort und kann es gegebenenfalls noch mit eine Shopping-Tour durch eine (im Gegensatz zu NYC) relativ leeren Mall verbinden….oder eben zum Fußball gehen. DAS war nämlich der nächste Punkt auf unserer Tagesordnung. Cool wars. Und anders. Und Event. ABER Schweini war da!

Nur für uns. Ne, Quatsch. Aber komische Veranstaltung, dieser Fußball in diesen USA. Erst grillen ganze Familien auf dem Parkplatz, dann gibt es Unmengen verschiedener Essensangebote im Stadion zu horrenden Preisen und schlussendlich einen Rumpelfußball erster Güte. Was ist gegen die gute alte Stadionwurst einzuwenden? Naja, die Stimmung war jedenfalls gut. Aber anders als zuhause. Die sogenannten „Ultras“ waren Muttis und Vatis, die zwischendurch auch mal den Gegner angefeuert haben. Richtige Gesänge und Choreos Fehlanzeige. Da sind wir aus dem Ruhrstadion deutlich mehr gewohnt. Schweini hat als bester Kicker seines Teams übrigens alle Positionen von Außenverteidiger über Sechser bis Spielmacher gespielt. War bisschen wie in der E-Jugend. Und hat auch nichts genützt, am Ende hat Red Bull gewonnen. Schade eigentlich…

Insgesamt wars aber trotzdem ein mega cooles Erlebnis! Ist halt einfach anders, der Amerikaner. Und Fußball ist eben kein Heiligtum wie bei uns, sonders eigentlich ein Sport für Kinder. Das ändert sich zwar langsam, braucht aber seine Zeit. Wir schauen einfach in zehn Jahren nochmal vorbei. Bis dahin sollte selbst der letzte Hinteräldler gemerkt haben, was der Rest der Welt schon lange weiß: Fußball ist und bleibt Sport Nummer 1. Punkt. Wir haben es uns übrigens auch nicht nehmen lassen einen typisch amerikanischen Sport mitzuerleben. Beim Baseball waren wir. Aber dazu später mehr.

Nach dem Spiel sind wir, mit einem kurzen Zwischenstopp am Deli unseres Vertrauens, nach Hause gefahren, haben unser Sandwich gesnackt und sind ins Bett gefallen. Denn das war ja noch lange nicht alles, was wir erleben wollten! Ne, es war gerade erst einmal Tag 2 geschafft….

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