London. Day III.

Tag drei in London also. Frühstück hatten wir ja nun schon beschrieben. Hatte beim zweiten Versuch auch den dringend notwendigen zweiten Kaffee. Erleichterung. Zum Glück…und ich hatte auch kein ähnlich nervenaufreibendes Event in für manche schwindelerregender Höhe geplant.

Doch kommen wir zu den wichtigen Themen. Nach dem feierlichen Abschluss des Frühstücks und dem Packen unserer Koffer (Ja, es war leider schon wieder Abreisetag) haben wir uns dann auch wieder aufgemacht.

Das Kaufhaus Harrods war unser ausgemachtes Ziel. Wieder entschieden wir uns, die Strecke dorthin per pedes zurückzulegen. Denn wie sollte es anders sein, die Sonne schien einmal mehr in Strömen. Und das Beste? Ich durfte noch was lernen. Ja wirklich! Unser Morgenspaziergang führte uns nämlich durch Belgravia (Frauen können sich so was einfach nicht merken), offenbar eine deutlich bevorzugte Londoner Wohngegend. Malte ließ sich also keine Gelegenheit entgehen, mich über Marke, Wert und dringende Notwendigkeit zum Besitz der sich auf dem Weg befindlichen Fahrzeuge zu unterrichten. Wie schön, das die Londoner offensichtlich nicht viel vom Konzept der Garage halten.

Allesamt wichtige Themen im Leben eines Mannes jeden Alters! Bei der Vielzahl an Ferraris, Range Rovers, Bentleys und Rolls Royces kann einem die Auswahl echt schwer fallen. Braucht man viel Platz? Oder mehr Leistung? Soll es sportlich sein? Oder doch eher klassisch chic? Ich bin wirklich ins Schwitzen gekommen, während meine Begleitung dieses Ensemble maximal anhand der Farbe unterscheiden konnte. Kurzer Nachtrag zum Thema Garagen bzw. deren Fehlen: wie kann man so viel in Blech und Carbon gegossenes Geld mitten auf der Straße abstellen? Komische Vögel, diese Briten…

Ein Spaziergang durch Belgravia (ja ich wusste den Namen auch hier noch nicht) lohnt sich aber trotz all dem!

Dann hatten wir es geschafft. Harrods war erreicht. Und zu. Wie also eine Dreiviertelstunde Wartezeit überbrücken? Kaffee! Und zwar richtig guten.

Als uns dann endlich Einlass ins Kaufhaus gewährt wurde, hatten wir auch schon gar nicht mehr so wirklich viel Zeit und Möglichkeit uns hier umzusehen. Also ging es schnurstracks in die einzige Abteilung mit Bedeutung. Na, welche wohl?

Delikatessen? Sind es nicht! Auch wichtig. Aber es gibt eine Abteilung, die geht über alles!

Nein, natürlich die Spielwarenabteilung! Ein Paradies. Herrlich!

Wahnsinn, der Laden. Da fühlt man sich direkt wie ein Kind, auch wenn die Uhr unaufhörlich in Richtung 30 tickt… Bei den einen schneller, andere haben noch etwas Zeit (bla bla bla). Besonder cool ist, dass überall Mitarbeiter platziert sind, die Drohnen fliegen lassen, einem mit Zaubertricks den Mund offen stehen lassen und das Stockwerk so mit einem Funken Magie versehen. Leider hatten wir viel zu wenig Zeit. Aber wir werden wiederkommen. Und alles kaufen. Und wenn ich alles sage, meine ich alles. Aber erst, wenn wir groß sind.

Nach Harrod’s ging es ab zum Camden Market, wo wir uns mit meinem Kumpel Flo [macht gerade den tausendsten Auslandsaufenthalt in den letzten drei Jahren. Als Philo/VWL Student kann man es halt] trafen. Noch schnell ein paar Postkarten für die daheimgebliebenen gekauft, dann ging es ab in den Trubel. Mega ärgerlich. Ich hatte keinen Hunger. Es ging nichts. Und so viele gute Sachen. 😦

Da wir also ausnahmsweise satt waren, entschieden wir uns für einen spontanen Abtecher zum Primerose Hill. Grandiose Idee von Flo, der kurze Spaziergang am Wasser hat sich mehr als gelohnt.

Zum Glück hatte irgendein vorausschauender Mensch für gekühlte Getränke gesorgt, sodass wir genug Zeit hatten, den neuesten Gossp auszutauschen. Neugierig sind wir übrigens gar nicht. Interessiert uns nicht, wer was macht. Und mit wem. Und überhaupt. Blöderweise stellten wir mit Blick auf die Uhr fest, dass wir uns langsam aufmachen sollten. Die Idee, den Piloten anzurufen, um unseren Rückflug kurzfristig anzurufen, mussten wir leider aufgeben. Wir konnten die Handynummer nicht finden. Hätte sonst bestimmt geklappt.

Einen kleinen Abstecher haben wir aber noch gemacht. In der Kneipe, in der Amy Winehouse ihre ersten Auftritte hatte, hat es noch für ein Bier und ein Scottish Egg [danke Flo!] gereicht. Ziemlich gut, die Dinger. Ist aber auch schwierig, etwas Frittiertes mit Ketchup nicht zu mögen.

Doch dann mussten wir wirklich los. Problem: Mein Fuß fand irgendwie, dass wir in den drei Tagen London das gute Wetter ein bisschen zu sehr genossen hatten. Zu viel gelaufen war also die Diagnose. Aber half ja nichts. Zähne zusammenbeißen und erst zurück zum Hotel und dann zum Flughfen. Von hier an klappte auch alles sehr reibungslos. Nur Hunger hatten wir. Unglaublichen. Doch der Geiz siegte und wir kauften nur zwei überteuerte Sandwiches für unsere letzten Pounds am Flughafen. Dann ging es leider wirklich zurück in die Heimat. Schade! Obwohl: Dort gab es was zu essren!

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